Neustart für die Fahrradvermietung
Frelos: Das ändert sich ab Januar 2026

Das Frelo-Netz wächst: Nach dem großen Erfolg in Freiburg wollen auch die Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald die Mieträder haben. Ab März 2026 wird es dann insgesamt 162 Frelo-Stationen geben. Neben neuen Standard- und Lasten-Frelos gibt es jetzt auch E-Frelos.
Das ist für Frelo-Nutzer*innen ab Januar wichtig
- Neue Preise, die Ausleihe von Standard-Frelos bleibt für viele aber kostenlos.
- Neu gibt es auch E-Frelos.
- Bis Mitte Januar werden alle Fahrräder ausgetauscht und neue Frelo-Räder bereitgestellt.
- Der Systemwechsel erfolgt ohne Einschränkungen für Nutzer*innen. Die Ausleihe läuft weiterhin über die App von Nextbike, eine Neu-Anmeldung ist nicht nötig.
- Künftig kann es unterschiedliche Stationstypen geben. Sie können sich optisch leicht unterscheiden, gehören jedoch klar erkennbar alle zum Frelo-System.
- Alle Stationen sind in der RVF-, VAG- und Nextbike-App mit der Anzahl der verfügbaren Räder abrufbar.
- Die Station Lörracher Straße wird nach Waldsee verlegt und künftig „Kirner-Straße“ heißen.
- Die wenigen Frelo-Terminals werden außer Betrieb genommen.
Ausleihrekorde in Freiburg
Seit der Einführung 2019 knackt Frelo jährlich neue Rekorde, laut Mobilitätsbürgermeister Martin Haag wurden 2024 mehr Mieträder ausgeliehen als in München. "Jede Ausleihe hilft uns, unsere wichtigen Klimaziele zu erreichen", sagte Haag. Oberbürgermeister Martin Horn ist Aufsichtsratsvorsitzender des Regio-Verkehrsbundes Freiburg (RVF) und hat bei den Gemeinden für die Frelos geworben:
Wir freuen uns, wenn noch mehr Orte dazukommen - denn nachhaltige Mobilität darf nicht an der Stadtgrenze aufhören.
RVF-Aufsichtsratsvorsitzender Martin Horn
Viele Gemeinden und Städte testen die Frelos zunächst mit Pilotstationen. Nach und nach sollen dann immer mehr reguläre Stationen dazukommen. Finanziert werden die Räder von den Gemeinden selbst. Landrat des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald Christian Ante dankt den Gemeinden für ihr Engagement. Das Angebot mache Kommunen attraktiver – auch für Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden eine klimafreundliche Mobilitätslösung anbieten wollen.
Frelos für kurze Strecken
Genutzt werden die Frelos hauptsächlich für die "letzte Meile" zum Bahnhof, Arbeitsplatz oder in den Nachbarort. Sie ergänzen Bus und Bahn und punkten neben Klimafreundlichkeit vor allem mit ihrer Flexibilität: "Mit Frelo kann man individuell planen, weil die Räder ganz unabhängig vom Fahrplan und rund um die Uhr ausleihbar sind", erklärt Hanno Hurth, Landrat des Landkreises Emmendingen. Obwohl die Leihräder hauptsächlich für kurze Strecken genutzt werden, eignen sie sich auch für längere Wege, wie RVF-Geschäftsführer Timm Anders weiß: "Gerade auch die E-Frelos mit einer Mindest-Reichweite von 60 Kilometern erlauben die Fahrt von Ort zu Ort."
Insgesamt werden im Verbundgebiet des RVF fast 1.200 Räder ausleihbar sein, davon sind 206 E-Frelos. Bereits ab Januar sind E-Frelos in der Stadt Freiburg verfügbar, ab März dann auch an Stationen in der Region. Aufgrund der Neu-Ausschreibung wird es an allen Stationen im gesamten RVF auch neue Standard-Frelos geben.
Mobilität ist heute viel mehr als Bus und Bahn – deshalb gehört die Integration von Sharing-Angeboten – allen voran Frelo– zu unserer Kernaufgabe.
RVF-Geschäftsführer Timm Anders
Einheitliche Preise
Im gesamten RVF-Gebiet wird es einheitliche Preise für Frelo geben. Die Standard-Frelos kosten weiterhin ein Euro für 30 Minuten, die E-Frelos zwei Euro für 30 Minuten und die Lastenfrelos 2,50 Euro für 30 Minuten. Alle, die ein RVF-Abo haben (Deutschland-Ticket oder Regiokarte) erhalten 1 Euro Rabatt auf jede Ausleihe. Auch Studierende der Albert-Ludwigs-Universität, der Hochschule für Musik Freiburg, der Pädagogischen Hochschule und der Hochschule Macromedia fahren die ersten 30 Minuten kostenlos mit den Standard-Frelos.
Mehr Informationen zu den Frelos gibt es unter: www.frelo.de oder in der Frelo-App.