Baubeschluss fürs Feuerwehrhaus Kappel

"Verwaltungsturbo" für historischen Tag

Das alte Feuerwehrhaus in Kappel, zwei Einsatzwagen stehen zur Hälfte in den Garagen.
Das alte Feuerwehrgerätehaus in Kappel hat ausgedient: Der Gemeinderat hat sich nun für einen Neubau ausgesprochen.

Viel mehr Einhelligkeit als beim Baubeschluss für das Feuerwehrhaus in Kappel kann es kaum geben: keine Gegenstimme, nur lobende Worte und sichtbare Freude bei allen Beteiligten.

Das Schlusswort unter eine im positiven Sinne sehr einseitige Debatte setzte Kappels Ortsvorsteher Christoph Brender. Das Feuerwehrhaus sei der erste städtische Neubau in Kappel seit der Eingemeindung. Dass es nach jahrzehntelanger Wartezeit letztlich so schnell gegangen sei, bezeichnete er als „Verwaltungsturbo“, der Kappel einen „historischen Tag“ beschere.

Etwas weniger pathetisch liest sich die Verwaltungsvorlage. „Auf dem städtischen Grundstück an der Großtalstraße soll der Neubau der Freiwilligen Feuerwehr entstehen.“ Konkret ist ein zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach und einem eingeschossigen Flachdachanbau geplant. Das Ensemble bietet ausreichend Platz für zwei Einsatzfahrzeuge, Lager- und Technikflächen, getrennte Umkleiden für Männer und Frauen, Sanitär- und Büroräume. Auch die Jugendfeuerwehr kommt hier unter.

Aus ökologischer Sicht ist der Neubau ebenfalls auf der Höhe der Zeit. Weitgehend in Holz errichtet, wird das Gebäude energetisch den Standard KfW  40 erreichen. Auf das Satteldach des Hauptbaus kommt flächendeckend eine PV-Anlage mit rund 40 Kilowatt-Peak, ein Batteriespeicher sorgt dafür, dass möglichst viel davon in den Eigenverbrauch fließen kann.

Fertigstellung 2028

Auf der Basis einer vertieften Kostenschätzung geht das städtische Immobilienmanagement von 3,9 Millionen Euro Gesamtbaukosten aus. Darin enthalten ist ein Baupreisindex von jährlich 5 Prozent, der Preissteigerungen abfängt, sowie ein Risikozuschlag für Unvorhergesehenes. Noch im Frühjahr soll der Antrag für den Bau gestellt werden, dessen Fertigstellung bis 2028 geplant ist.

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 906 vom 14. März 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 13. März 2026