Schafe sollen ungestört mähen

Leinenpflicht am Schlossberg

Schafherde auf einer Wiese
Foto: Julia Springmann

Rund 30 Schafe grasen derzeit rund um das Redoutenhaus am nördlichen Hang des Schlossbergs, damit die Fläche nicht zuwächst.

Die Schafe sind Teil des städtischen Konzepts zum ökologischen Erhalt der Wiesen am Schlossberg, sie "mähen" dort seit 2019 immer wieder und halten dadurch die die Wiesen offen.

Hunde anleinen und auf den Wegen bleiben

Damit das auch weiterhin funktioniert, besteht in der gesamten Grünanlage "Schlossberg" Leinenpflicht. Dazu zählt unter anderem der Nordhang des Schlossbergs inklusive der Wiesen rund um das Redoutenhaus, auf denen die Schafe ihre Runden ziehen. Hier müssen Hundebesitzer*innen ihre Vierbeiner an kurzer Leine mit maximal 1,5 Metern Länge führen. Außerdem ist es wichtig, auf den Wegen zu bleiben und die Schafe nicht zu füttern. 

Vielfältigen Lebensraum erhalten

Der Schlossberg ist ein beliebter Erholungsort für die Freiburger*innen und eine der größten städtischen Parkanlagen. Gleichzeitig ist das Gebiet ökologisch besonders wertvoll. Die offenen Wiesen und Weiden bieten vielfältige Lebensräume, würden ohne Pflege jedoch nach und nach verbuschen. Um den Schlossberg als Natur- und Erholungsraum zu erhalten und ökologisch weiterzuentwickeln, hat die Stadt Freiburg nach einer geeigneten Lösung gesucht - und sie in der Beweidung mit Schafen gefunden. Ein ehrenamtlich engagierter Schäfer setzt das Konzept vor Ort um. Wenn seine Schafe auf dem Schlossberg im Einsatz sind, grenzt der Schäfer Teile der Flächen zeitweise mit einem mobilen Zaun ab.

Für diese naturnahe Flächenentwicklung sowie die ökologische Bewirtschaftung von Grünflächen hat die Stadt Freiburg das Label "StadtGrün naturnah" in Gold erhalten, mit dem das Land den Einsatz von Kommunen würdigt.

Veröffentlicht am 11. Mai 2026