Keine Meldepflicht mehr

Die Asiatische Hornisse

Asiatische Hornisse
Die "Vespa Velutina" ist an ihrer schwarzen Grundfärbung zu erkennen. Nur am Hinterleib hat sie gelbe Streifen. Die Beine sind schwarz-gelb. (Foto: Schütte/Wieckhorst)

Ihr Name verrät es bereits: Die Asiatische Hornisse kommt ursprünglich nicht in unseren heimischen Ökosystemen vor. Seit 2014 breitet sie sich jedoch in Baden-Württemberg kontinuierlich aus und kann Schäden im Obstbau sowie bei Imkern verursachen.

Invasive Art hat sich etabliert

Die Asiatische Hornisse gilt als invasive, inzwischen aber "bereits etablierte" Art. Damit entfällt die Melde- und Entfernungspflicht gegenüber der Oberen Naturschutzbehörde; die Stadt ist nur für Nester auf öffentlichen Flächen zuständig.

Über Nester informieren

Trotzdem ist es weiterhin sinnvoll, die Asiatische Hornisse auf öffentlichen und privaten Flächen einzudämmen – sofern Aufwand und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Insbesondere Nester in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder Spielplätzen sollten entfernt werden.

Nester auf Privatflächen: Info an die Landesanstalt für Umwelt

Hier sind auch Privateigentümer*innen gefragt: Sie sollten die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg informieren. So behält die Behörde den Überblick über die aktuelle Ausbreitung. Gleichzeitig erhalten Bürger*innen konkrete Handlungsempfehlungen sowie eine Liste von Fachbetrieben, die die Nester fachgerecht entfernen können.

Nester auf öffentlichen Flächen: Infos an die Stadt Freiburg

Befindet sich ein Nest auf einer öffentlichen Fläche, können Bürger*innen es mit einem Foto und der genauen Angabe des Fundorts per E-Mail direkt bei der Stadt melden. Zuständig sind:

Abstand halten

Wichtig bei einem gefundenen Nest: Abstand halten – aber keine Panik. Gegenüber Menschen ist die Asiatische Hornisse in der Regel nicht aggressiv. Wer sich jedoch einem Nest auf weniger als fünf Meter nähert, muss damit rechnen, dass die Tiere ihr Nest verteidigen und stechen. Allergische Reaktionen auf die Stiche treten nur in seltenen Fällen auf.

Zwei Nester pro Jahr

Primärnest

Die Asiatische Hornisse baut zwei Nester. Das im Frühjahr von der Jungkönigin gebaute, etwa handballengroße Gründungs- oder Primärnest hängt meist in Schuppen oder Sträuchern, teils aber auch in Bodennähe. Meist bewohnen es nur wenige Tiere. Seine Entfernung ist besonders effektiv, da sich die Asiatische Hornisse dann gar nicht erst ausbreiten kann. Sind bereits Arbeiterinnen zu sehen, sollte ein Fachbetrieb beauftragt werden (siehe Hinweis zur Meldung an die Landesanstalt für Umwelt).

Sekundärnest

Im Laufe des Sommers ziehen die Völker in Filial- oder Sekundärnester. Diese befinden sich meist in mehr als zehn Metern Höhe freihängend in Bäumen und bieten großen Völkern Platz. Diese Nester können bis zu einem Meter Durchmesser erreichen und werden nur ein Jahr lang genutzt. Die Jungköniginnen verlassen sie im Herbst; Arbeiterinnen und Drohnen sterben ab. Eine Entfernung ist deshalb nur bis zur Auflösung des Volkes im Spätherbst sinnvoll. Verlassene Nester werden nicht wieder besiedelt.

Asiatische Hornisse sicher erkennen

Wichtig: Vor der Entfernung eines Nestes ist unbedingt auszuschließen, dass es sich um die heimische, geschützte Hornisse handelt!
Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als unsere heimische Art. Die Arbeiterinnen der Asiatischen Hornisse sind 1,7 bis 2,4 Zentimeter groß, Königinnen können auch bis 3 Zentimeter groß werden. Zu erkennen ist die Asiatische Hornisse an ihrer schwarzen Grundfärbung: Die Brust ist schwarz, der Hinterleib dunkel mit wenigen gelben Binden. Die Beine sind schwarz-gelb gefärbt. Ein ausführliches FAQ mit Bildern zur Asiatischen Hornisse gibt hier: www.freiburg.de/asiatischehornisse.

Veröffentlicht am 05. März 2026