
Bewohner*innen und Besucher*innen der Freiburger Innenstadt verbindet der Wunsch nach angenehmen öffentlichen Räumen, nach Orten im Freien, an denen man sich gerne aufhält. Verstärkt wurde dieses Bedürfnis in den letzten Jahren durch die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, die die Rufe nach Kühlung und Begrünung lauter werden ließen.
Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) soll die Aufenthaltsqualität in der Freiburger Innenstadt durch zusätzliche Begrünung und Möblierung gesteigert werden. Für den öffentlichen Raum sind folgende Ziele definiert:
- Begrünung und Klimaanpassung
- Verbesserung der Aufenthaltsqualität
- Aufwertung des Erscheinungsbildes
- Aufräumen und Reduktion
- Erhalt bestehender Qualitäten
Die Faktoren Funktionalität, Ästhetik, Stadtklima/Ökologie und Inklusion werden bei der Planung besonders berücksichtigt.
Unter der Federführung des Stadtplanungsamtes wird das Konzept durch das externe Planungsbüro „LATZ+PARTNER Landschaftsarchitektur Stadtplanung“ erarbeitet. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Garten- und Tiefbauamt. Ein wichtiger Teil des Prozesses ist der Dialog mit Schlüsselakteuren: Vertreter*innen von Bürgerschaft, Politik, Verwaltung, Handel, Gastronomie, Bildung, Kultur, die bereits engagiert in den Prozess der Innenstadtentwicklung eingebunden sind.
Bisherige Schritte auf dem Weg zum Begrünungs- und Aufenthaltskonzept
- Im Jahr 2023 wurde mit der Bestandsaufnahme begonnen. Hier hat sich das Fachteam des Planungsbüros intensiv mit der Frage befasst, wie es um die Aufenthaltsorte und die Begrünung der Freiburger Innenstadt bestellt ist. Dabei wurden die folgenden Themenfelder in den Blick genommen:
- Grünflächen
Grünanlagen, Parks, Dreisamufer, Schlossberg, Spielplätze - Grünelemente
dauerhafte Grünelemente, Bäume, Sträucher, Pflanz- und Schmuckflächen - mobiles Grün
temporäres und mobiles Grün
Kübelpflanzen, grüne Sitzelemente, grüne Einfassungen, Freisitzflächen - vertikales Grün
Fassadenbegrünung, Dachbegrünung - Urban Gardening
Nutzpflanzen in öffentlichen Grünflächen - Mobiliar
Sitzbänke, mobile Stühle, Sitzgelegenheiten wie Mauern, Stufen, Treppenanlagen, Podeste, Platzflächen und mobile Spielangebote - Barrierefreiheit
Sicherheit und Leichtigkeit des Fußgängerverkehrs, insbesondere für Menschen mit Behinderungen sowie Personen mit Kinderwagen und Rollatoren
- Im Januar 2024 wurde die Bestandsaufnahme mit den Schlüsselakteur*innen in einer Veranstaltung vorgestellt und diskutiert. Anregungen wurden für den weiteren Prozess eingebracht.
- Im Januar 2025 fand ein mehrtägiger planerischer Workshop von den Landschaftsarchitekt*innen des Garten- und Tiefbauamtes, des Stadtplanungsamtes und des Planungsbüros „LATZ+PARTNER" statt.
- Im Sommer 2025 wurden die Schlüsselakteur*innen der Innenstadt erneut beteiligt, um die Belange der Stadtgesellschaft in das Konzept einfließen zu lassen.
Beteiligungsveranstaltungen der Schlüsselakteur*innen
Die nächsten Schritte
- Nach der Finalisierung soll das Konzept in den Gemeinderat eingebracht werden.
- Parallel zur Konzepterarbeitung entstehen erste Bauminseln. Diese schattigen Sitzplätze entlang der Kajser-Joseph-Straße sind Teil der „Kampagne Grünoasen“. Sie sollen den Weg zu einer grüneren und kühleren Stadt anbahnen. Die „Kampagne Grünoasen“ wurde kurzfristig in 2024 von der Stadt Freiburg und der FWTM ins Leben gerufen, um stadtweit die Begrünung voran zu bringen. Alle Maßnahmen sollen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und mehr Grün führen. Das Ziel ist, in einem Zeitraum von 5 Jahren kontinuierlich einzelne Freiräume im Stadtgebiet durch konkrete Maßnahmen aufzuwerten.