Drei Fragen an...
Dagmar Reduth, städtische Naturschutzbeauftragte
Ein ganz besonderes Ehrenamt: Die städtische Naturschutzbeauftragte Dagmar Reduth über den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt im Freiburger Westen.

1. Was genau ist Ihr Job?
Wir Naturschutzbeauftragte beraten die untere Naturschutzbehörde, schreiben Stellungnahmen zu Bauvorhaben, melden Beobachtungen vor Ort, wie beispielsweise kürzlich eine Rebhuhnsichtung bei Waltershofen, und vermitteln Anliegen aus der Bevölkerung.
2. Für welches Gebiet sind Sie zuständig, und was sind dort aktuelle Herausforderungen?
Mein Zuständigkeitsbereich ist der Freiburger Westen westlich der Dreisam, vom Rieselfeld über das Dietenbachgelände, den südlichen Mooswald bis zum Tuniberg. Eine permanente Herausforderung bleiben Erhalt und Förderung der Artenvielfalt. Stete Konfliktpunkte ergeben sich aus der fortschreitenden Versiegelung der Landschaft. Sorgen bereiten uns aktuell die Rodungen bis dato insektizidfrei bewirtschafteter Rebflächen am Tuniberg, die künftig anders genutzt werden.
3. Was motiviert Sie, diese Aufgabe ehrenamtlich zu übernehmen?
Aufgewachsen als Kind vom Lande, als man noch umschwirrt war von verschiedensten Schmetterlingen, Käfern, Wildbienen und über jeder Kuhweide mindestens zehn trillernde Lerchen standen, ist mir sonnenklar, was auf dem Spiel steht und dass jeder etwas tun muss. Seit über 30 Jahren lebe ich am Tuniberg, kenne seine Schönheit und Schätze, habe viele – oft positive – Veränderungen beobachtet und gute Kontakte zu den Landwirten und Winzern geknüpft, die dem Naturschutz weit zugewandter sind, als viele glauben. Mein Ehrenamt bietet mir hervorragende Möglichkeiten, direkt Einfluss zu nehmen auf den Erhalt unserer attraktiven Landschaft mit ihrer unglaublichen biologischen Vielfalt. Deswegen sehe ich weiteren fünf Jahren freudig entgegen.
Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 920 vom 24. Oktober 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!