Geplant von Schüler*innen

PV-Anlage auf dem Friedrichsgymnasium

OB Martin Horn im Gespräch mit Schüler*innen der Klima-AG
OB Martin Horn (links) im Gespräch mit Schüler*innen der Klima-AG vor der veralteten PV-Anlage auf der Sporthalle. (Foto: Katja Heinrich)

Der Anstoß für das besondere Photovoltaikprojekt kam von den Schüler*innen des Friedrich-Gymnasiums in Herdern. Zusammen mit dem städtischen Immobilienmanagement (IMF) planen sie nun auf dem Dach ihrer Sporthalle eine neue Photovoltaikanlage, die noch vor den Sommerferien ein Drittel des Strombedarfs der Schule decken soll.

Schon seit mehreren Jahren setzt sich die Klima-AG des Friedrich-Gymnasiums für eine leistungsfähigere Solaranlage auf der Sporthalle ein. Eine entsprechende Petition haben 1500 Menschen unterschrieben. Sie wurde im Sommer 2025 an Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn übergeben. Fachleute aus dem IMF haben den Ball aus der Schule aufgenommen und die Zusammenarbeit angestoßen.

Wichtig für Klimaschutz UND Demokratie

Wir wollen Klimaschutz wieder auf die Tagesordnung setzen und zeigen, dass jeder etwas bewirken kann.

Statement der Schüler*innen aus der Klima-AG

Für OB Horn ist das Projekt etwas Besonderes, nicht nur weil es die Stadt wieder ein Stückchen näher an die bis 2035 angestrebte Klimaneutralität bringe, sondern auch weil es um Engagement, Mitbestimmung und Beteiligung gehe. Diese Themen seien wichtig für Gesellschaft und Demokratie.

Nicht nur Ideengeber*innen

Die Schüler*innen usind nicht nur Ideengeber*innen, sondern aktiv an der Umsetzung beteiligt. In regelmäßigen Treffen mit den Fachleuten der Stadt erhalten sie Einblicke in Planung, Technik und Abläufe eines solchen Bauvorhabens. So lernen sie, welche Anforderungen eine Photovoltaikanlage auf einem öffentlichen Gebäude erfüllen muss, und bringen eigene Überlegungen in den Planungsprozess ein. Doch es geht nicht darum, nur über die Schulter zu schauen. Im Gegenteil: Die Teilnehmenden der Klima-AG erledigen selbstständig Aufgaben innerhalb der Planung. So lernen sie ganz konkret, wie ein solches Projekt umgesetzt werden kann und tragen mit ihrem Engagement und Wissen ihren Teil zum Gelingen bei. 

Nach derzeitigem Stand der Planung könnte die Anlage rund 65 Kilowatt-Peak (kWp) liefern, damit könnte theoretisch ein Drittel des Stromverbrauchs der Schule gedeckt werden. Langfristig verfolgt das Friedrich-Gymnasium das Ziel, weitere Dächer der Schule mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Perspektivisch könnte die Schule so einen Großteil ihres Strombedarfs selbst erzeugen.

Eine Blaupause für andere Gebäude

Rund 190.000 Euro kostet die Photovoltaikanlage auf der Sporthalle, die Mittel kommen von der Stadt. Die Anlage kann als Blaupause für weitere städtische Gebäude dienen. Die gewonnenen Erfahrungen sollen, wo möglich, auf ähnliche Projekte übertragen werden. Eine so enge Zusammenarbeit mit Schüler*innen ist in dieser Form allerdings nicht auf alle Schulen übertragbar.

Für ihren Einsatz wurde die Klima-AG des Friedrich-Gymnasiums mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Freiburg für besonderes Bürgerengagement ausgezeichnet.

Mehr Infos gibt es auf dem Blog des Projekts: fg-freiburg.de/fg/seiten/klimablog.php

Veröffentlicht am 02. Februar 2026