Nachtmediator*innen unterwegs
Für ein respektvolles Miteinander in der Stadt
Seit Mitte April sind die Nachtmediator*innen wieder auf Freiburgs öffentlichen Plätzen unterwegs und setzen sich für ein rücksichtsvolles und respektvolles Miteinander ein. Für die engagierten Teams ist es nun schon die dritte Saison. Wenn es wieder mehr Menschen nach draußen zieht, sprechen die fünf Frauen und drei Männer, die in ihren roten T-Shirts und mit den leuchtenden Rucksäcken gut sichtbar sind, Feiernde auf Plätzen und in Parks an.
Vermittlung und praktische Hilfe vor Ort
Sie machen auf die Interessen der Anwohnenden aufmerksam, dabei geht es vor allem um Themen wie Lärm, Müll und Wildpinkeln. Gleichzeitig sind sie Ansprechpartner*innen für Anwohnende und suchen mit diesen vor Ort für Probleme gemeinsam Lösungen. Zudem leisten sie praktische Unterstützung, indem sie beispielsweise Frauen zur nächsten Bahn- oder Bushaltestelle begleiten oder Erste Hilfe anbieten. Bei Bedarf geben sie auch Müllbeutel aus, damit die Lebensmittelreste, Flaschen oder Verpackungen nicht liegenbleiben, sondern ordentlich entsorgt werden.
Jetzt auch mobile Teams für weitere Plätze
Die Night Owls sind donnerstags, freitags und samstags sowie vor Feiertagen zwischen 17 und 23 Uhr insbesondere am Seepark, Platz der Alten Synagoge und Augustinerplatz anzutreffen. Neu in diesem Jahr: Mobile Teams kommen bei konkreten Konflikten auch zu anderen Plätzen. Das ist möglich, da der Gemeinderat die Stellenanteile für die Nachtmediator*innen erhöht hat.
Die positiven Erfahrungen aus den Vorjahren bestätigen das Konzept der Nachtmediation zur Konfliktprävention im öffentlichen Raum: Dieses hat das Amt für öffentliche Ordnung 2023 entwickelt. Seither zeigt sich: Das Gesprächsangebot wird sehr gut angenommen, und die meisten Menschen zeigen Verständnis für die Bedürfnisse der Anwohner*innen. Viele berichten, dass sich die Situation deutlich verbessert habe und es abends und nachts ruhiger geworden sei.
Weitere Infos: www.freiburg.de/kkm
