Pressemitteilung vom 27. Oktober 2026
Freiburger Umweltgespräche: "Wie gelingt eine faire Wärmewende?"
- Zwei Vorträge am Dienstag, 3. November, um 19 Uhr im Jazzhaus
Ein Großteil der Wohnungen in Freiburg wird weiterhin mit Erdgas und Öl beheizt. Dabei ist der Umstieg auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung wichtig für die Zukunft: Sie hilft, CO₂-Emissionen zu senken und macht unabhängiger von fossilen Energien. Dafür sind Schritte wie ein Heizungstausch oder die Sanierungen von Gebäuden notwendig. Doch wie kann dieser Übergang sozial gerecht gestaltet werden?
Damit beschäftigen sich die nächsten Freiburger Umweltgespräche unter dem Titel „Wie gelingt eine faire Wärmewende?“. Dabei werden verschiedene Gruppen von Bürger*innen in den Blick genommen und die Auswirkungen für sie, wenn sich immer mehr Haushalte vom Gasnetz abtrennen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg und findet am Dienstag, 3. November, um 19 Uhr im Jazzhaus statt. Der Eintritt ist frei.
Den Abend eröffnet Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit mit einem Grußwort. Anschließend beschäftigt sich die Umweltpsychologin Charlotte Schmid von der Universität Bremen mit der Lebenssituation verschiedener Bevölkerungsgruppen und ihren Herausforderungen im Kontext der Wärmewende. Dazu gehören hohe Investitionskosten, wechselnde Förderbedingungen und komplexe Entscheidungen. Ihr Vortrag wirft einen differenzierten Blick auf Förder-, Beratungs- und sonstige Unterstützungsbedarfe: zum Beispiel von älteren
Immobilieneigentümer*innen, Alleinerziehenden oder Wohnungseigentümergenossenschaften.
Prof. Dr. Philipp Späth von der Universität Freiburg spricht aus seiner Perspektive der Politikwissenschaft und Humangeographie über gerechte Umweltpolitik auf städtischer Ebene und die Zukunft der Gasnetze. Je mehr Gebäude auf klimafreundliche Heizsysteme umsteigen, desto weniger Menschen nutzen künftig das Gasnetz, dessen Betrieb und Erhalt weiterhin Kosten verursacht. Wie diese Übergangsphase gerecht gestaltet werden kann, beleuchtet Philipp Späth in seinem Vortrag und berichtet auch von Erfahrungen aus Mannheim und Zürich.
Moderiert wird die etwa zweistündige Veranstaltung von Astrid Schaffert von Zukunft KlimaSozial / Institut für Klimasozialpolitik. Im Anschluss an die Fachvorträge gibt es eine Austauschrunde. Die Freiburger Umweltgespräche richten sich an interessierte Bürger*innen, insbesondere auch an Studierende. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, komplexe Umweltfragen und aktuelle Informationen zum globalen Klimawandel leicht verständlich zu vermitteln. An die Veranstaltung schließt sich ein Get-Together an.