Pressemitteilung vom 13. Oktober 2026
Breisacher Hof: Heute war Richtfest für den großen Quartiers- und Jugendtreff mit viergruppiger Kita
- Von den Kleinsten bis zu Senioren: Das 16,5-Millionen-Euro-Projekt kommt allen Generationen zugute
Das Bestandsgebäude Breisacher Straße 76 gehört zum Ensemble der ehemaligen Kasernenanlage „Breisacher Hof“, die heute überwiegend als Wohngebäude genutzt wird. Die Anlage stammt aus der Zeit um 1900 und ist das letzte Militärensemble in Freiburg, das im äußeren Erscheinungsbild noch nahezu vollständig erhalten und erlebbar ist.
Seit Herbst 2025 baut die Stadt gemäß dem gemeinderätlichen Beschluss (G-24/174) für den Breisacher Hof einen großen Quartiers- und Jugendtreffs neu und um. Heute nun stand das Richtfest für das 16,5-Millionen-Euro-Projekt an. Dabei betonte der Erste Bürgermeister Martin Haag: „Was wir als Ausgangspunkt hatten, war eine 125 Jahre alte Kaserne. Die Kolleg*innen bei der Stadt schaffen zusammen mit den Planungsbüros, den Trägern der Einrichtungen, den Handwerker*innen und den Menschen im Quartier daraus einen Ort, an dem Nachbarschaft wirklich gelebt werden kann. Wir freuen uns, dass wir mit dem heutigen Richtfest einen großen Meilenstein feiern können.“
Bürgermeisterin Christine Buchheit: „Hier am Breisacher Hof bekommen 60 Kinder eine neue Kita, Jugendliche Platz für ihre eigenen Ideen und die Nachbarschaft einen gemeinsamen Treffpunkt. Dass all das unter einem Dach zusammenkommt, finde ich besonders schön. So können sich Menschen verschiedener Generationen auch im Alltag begegnen.“ Das bisherige Sozial- und Jugendzentrum hatte eine Kita, die zuletzt und in der Bauzeit zwei U3-Gruppen mit 20 Kindern umfasst, dazu das Jugendzentrum Flash, den Quartierstreff und eine Schulkindbetreuung.
Das städtische Immobilienmanagement (IMF) wird den vom Baubeschluss im Oktober 2024 vorgegebenen Kostenrahmen von 16,5 Millionen Euro voraussichtlich einhalten. Der eingeplante Zuschuss aus dem Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ des Bundes beträgt dank einer Anpassung der Förderrichtlinien inzwischen 8,7 Millionen Euro; das ist knapp mehr als die Hälfte der Gesamtkosten.
Aufgabe des IMF war (und ist) es, ein Gebäude zu planen und zu bauen, das alle Erfordernisse einer modernen Kita erfüllt, aber genauso Raum bietet für ein Jugendzentrum, einen Senioren- und Quartierstreff sowie einen öffentlich nutzbaren Versammlungsraum – und all diese Nutzungen unter einem Dach unterzubringen, ohne dass sie sich gegenseitig stören.
Bei einer Baustellenführung vor Ort war zu erkennen, wie das gelingen soll: Die Kita ist mit allen wichtigen Bereichen im Erdgeschoss organisiert. Dabei waren zum einen die Zugänglichkeit aus den Gruppenräumen direkt in den geschützten Hof und die Lärmbelastung von der Breisacher Straße zu beachten. Der Jugend vorbehalten ist ein großer zusammenhängender Bereich, der flexibel nutzbar und mit wenig Personal zu betreiben ist.
Aktuell werden noch Restarbeiten am Rohbau erledigt. Die Dacheindeckung des Altbaus hat begonnen, der Anbau erhält sein Dach gerade. Seit vergangener Woche wird die Baustelle mit den neuen Fenstern beliefert. Die Grabarbeiten für den Fernwärmeanschluss sind hergestellt, das Lüftungsgerät im Dachspitz ist eingebaut. Der Küchenanbau wird Anfang November geliefert, dann wird auch die Gefälledämmung im Neubau eingebaut. Diese Woche beginnen die Innenputzarbeiten, derweil wird der Außenputz abgeschlagen. Die Haustechnik geht Anfang November an den Start. Die Inbetriebnahme des Gebäudes ist für September 2027 anvisiert, die Freianlagen werden bis Ende 2027 fertig gestellt.
Derweil saniert die Freiburger Stadtbau (FSB) seit Jahren und auch weiterhin die umliegenden Wohngebäude im Breisacher Hof, ebenfalls mit Fördermitteln aus dem Städtebauprogramm „Sozialer Zusammenhalt“, so dass das historische Quartier immer besser an aktuelle Standards angepasst wird und bald eine moderne, stadtnahe Wohn- und Lebensqualität bietet.