Drei Fragen an...

Gabi Lebherz vom Stadtplanungsamt

Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr
Die Neugestaltung der Adolf-Reichwein-Schule ist Teil der Stadtplanung in Weingarten. Dafür hat eine Jury jetzt Stadtplanerin Gabi Lebherz ausgezeichnet.

Alle drei Jahre zeichnet die Architektenkammer Baden-Württemberg Projekte, Prozesse und Positionen aus, die durch gestalterische Qualität, gesellschaftliche Relevanz und zukunftsweisende Ansätze überzeugen. Eine der Preisträgerinnen in diesem Jahr ist Dr. Gabi Lebherz, die stellvertretende Leiterin des Stadtplanungsamts.

Gabi Lebherz vom Stadtplanungsamt

1. Glückwunsch! Wofür wurden Sie ausgezeichnet?

Den Preis in der Kategorie Interdisziplinäre Prozessgestaltung / Innovation habe ich für die langjährige stadtplanerische Begleitung des Stadtteils Weingartens erhalten.

2. Welche Rolle hatten Sie bei dem Projekt? Wo in Weingarten kann man Ihren Einfluss sehen?

Als Stadtplanerinnen haben wir oft eine vorbereitende Rolle, die anders als bei meinen Kolleginnen aus den freien Architekturbüros nicht einfach im Sinne von „Das schöne Gebäude habe ich entworfen“ identifizierbar ist. Aber wir sorgen schon ganz am Anfang vom Prozess dafür, dass etwas an der richtigen Stelle in der erforderlichen Qualität entstehen kann, in dem wir beispielsweise einen Wettbewerb fordern oder eine Beratung im Gestaltungsbeirat empfehlen.

3. Was ist denn in Weingarten besonders gelungen?

Ein Beispiel ist das kleine Stadtteilzentrum rund um den aufgewerteten Else-Liefmann-Platz. Dass es dort wieder einen Supermarkt gibt, war ein großer Wunsch aus dem Stadtteil. Und so selbstverständlich er heute in einem innovativen Holzbau steht, so schwierig war es, hierfür die richtigen Akteure und eine gute städtebauliche Lösung zu finden. Da darf man nicht aufgeben, wenn es beim ersten Anlauf nicht funktioniert. Ich freue mich auch über die Gestaltung der Adolf-Reichwein-Schule und über den erweiterten Campus der Evangelischen Hochschule. Nicht zuletzt tut dem Stadtteil die neue Fassadengestaltung der Hochhäuser sehr gut. Ich bin überzeugt, dass die Menschen in Weingarten die sorgfältige Gestaltung von Gebäuden und Freiraum als wertschätzenden Umgang mit ihrem Zuhause wahrnehmen.

Dieser Artikel erschien im Amtsblatt Nr. 918 vom 26. September 2026. Wer auf dem Laufenden bleiben will, wird alle zwei Wochen per Newsletter über das neue Amtsblatt informiert. Jetzt anmelden!

Veröffentlicht am 25. September 2026