Pressemitteilung vom 4. August 2026
Niedrigwasser in Freiburgs Bächen
- Fische im Gewerbebach werden in den Dietenbach umgesetzt
Die durch den Klimawandel bedingte extreme Hitze und Trockenheit macht den Fischen in Freiburg zu schaffen. In allen Bächen herrscht extremes Niedrigwasser. Der Gewerbekanal wird aus der Dreisam gespeist und führt wegen des geringen Wasserstandes der Dreisam kein Wasser mehr. Die Fische bekommen in den verbleibenden Pfützen zu wenig Sauerstoff und ersticken. Daher fischt die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit einem beauftragten Fachbüro sowie ehrenamtlichen Helfer*innen vom Angelsportverein Freiburg seit heute Morgen Fische im Gewerbekanal ab, um sie in den Dietenbach zu setzen. Dieser führt aktuell noch ausreichend Wasser. Ziel ist es, möglichst viele Fische zu retten. Die Bergung gestaltet sich aber schwierig, da Schlamm die Sicht behindert und die Tiere sich in Verdolungen zurückziehen. Es ist deshalb davon auszugehen, dass leider nicht alle Fische geborgen werden können.
Die Stadtverwaltung hat die Situation auch in den anderen städtischen Bächen im Blick.
Wichtig ist zudem, dass die Freiburger*innen auf Höhe der Brauerei Ganter nicht in der Dreisam baden. Die Kaltwasserpools dort sind einige der letzten Rückzugsorte für die geschwächten Fische im Fluss. Die Verwaltung prüft daher in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium gerade ein Betretungsverbot für den Bereich zwischen der Oberaubrücke und der Leo-Wohleb Brücke.