THH 10 Forstamt
2.10.00.00
Kurzbeschreibung
Das Forstamt bewirtschaftet im Rahmen der Vorgaben des Bundes- und Landeswaldgesetzes den Stadtwald und Stiftungswald und berät und betreut den Privatwald im Stadtkreis Freiburg.
Weitere Informationen
Im Stadtwald werden bei der Waldbewirtschaftung die Waldfunktionen Nutz-, Schutz-, Erholungs- und Klimaschutzfunktion gleichrangig berücksichtigt.
Darüber hinaus ist das Forstamt untere Forstbehörde und erteilt in dieser Funktion forstrechtliche Genehmigungen und wirkt bei Waldumwandlungsgenehmigungen für Bebauungspläne, Einzelvorhaben und Windenergieanlagen mit. Als Träger öffentlicher Belange wird das Forstamt bei Planungen, die den Wald berühren, beteiligt. Ein weiterer wichtiger Teilbereich forstlichen Handelns ist die Waldpädagogik als gesetzlicher Bildungsauftrag aus dem Landeswaldgesetz.
Das Kreisjagdamt nimmt die Aufgaben der unteren Jagdbehörde wahr und stellt sicher, dass die Jagdausübung nur durch sachkundige und zuverlässige Jägerinnen und Jäger erfolgt. Die Wildbewirtschaftung wird im Rahmen von Zielvereinbarungen mit den Jagenden und der Überwachung der Streckenlisten gesteuert.
Der Tier-Natur-Erlebnispark Mundenhof bietet als stark nachgefragte und beliebte Einrichtung Erholung und Umweltbildung für die gesamte Bevölkerung Freiburgs und für viele Besucher*innen der Region. Die Erhaltung und Bewirtschaftung des denkmalgeschützten Gebäudebestandes fällt auch in den Zuständigkeitsbereich des Mundenhofs. Eine wichtige und zukunftsweisende Aufgabe ist es, den Mundenhof so weiterzuentwickeln, dass er für die Herausforderungen des neuen benachbarten Stadtteils Dietenbach gut aufgestellt ist.
Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt im Rahmen der Waldbewirtschaftung ist die Adaption des Waldes an den Klimawandel. Extremwetterereignisse wie bspw. extreme Trockenheit, der Befall durch Schadorganismen, wie Pilzerkrankungen und auch Insektenkalamitäten nehmen deutlich zu. Dies wirkt sich stark auf die Waldbewirtschaftung aus, da regelmäßig hohe Mengen an Schadholz anfallen. In Folge der entstandenen Waldschäden sind Schadflächen wieder aufzuforsten und künftig zu pflegen. Zur Adaption der Wälder an den Klimawandel wird die Baumartenvielfalt durch Ergänzungspflanzungen klimastabiler Baumarten aktiv erhöht. Ein vielseitiger Mischwald hat dabei die besten Voraussetzungen den Herausforderungen des Klimawandels begegnen zu können. Gleichzeitig kann der Wald durch die Bindung von Kohlendioxid (CO2) in den Bäumen sowie im Boden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im Rahmen der nachhaltigen Waldbewirtschaftung pflegt das Forstamt den Stadtwald und schlägt rund 38.500 Festmeter Holz/Jahr ein, womit überwiegend die heimische Holzindustrie versorgt wird.
Im Bereich der Sozialfunktion wird ein Schwerpunkt auf die Unterhaltung bestehender Einrichtungen gesetzt, darunter auch die drei zuletzt eingerichteten Calisthenics Parks im Freiburger Stadtwald. Punktuell werden in die Jahre gekommene Fitness-Parcours erneuert. Ein weiterer Schwerpunkt sind Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur am Opfinger See und die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf den Kleinen Opfinger See.
Der Bereich ökologische Funktion des Waldes ist weiterhin geprägt durch die Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Bauprojekte, wie bspw. dem neuen Stadtteil Dietenbach. Auch für neue Windräder und Repowering am Roßkopf werden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen realisiert und Kohärenzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Rheintalbahn umgesetzt. Darüber hinaus werden Projekte im Zusammenhang mit der Biodiversitätsstrategie durchgeführt. Nicht zuletzt sind auch das Alt- und Totholzkonzept, der Verzicht auf die Bewirtschaftung in Bannwäldern und in FSC-Referenzflächen in diesem Produktbereich verortet.
Um als Erholungsraum und Umweltbildungseinrichtung bestehen zu können, müssen Maßnahmen ergriffen werden, um den Tier-Natur-Erlebnispark Mundenhof entsprechend anzupassen. Schwerpunkt der Vorhaben am Mundenhof liegen vor allem im Bereich der Innenentwicklung, insbesondere die Realisierung der Zukunftsschmiede. Damit soll auf die stetig steigende Anzahl an Besuchenden reagiert werden. Darüber hinaus sollen auch Klimaschutzmaßnahmen wie die Installation von Photovoltaikanlagen auf Dachflächen umgesetzt werden.
Personal
| Stellen im Amt | Beamt*innen | Beschäftigte | Gesamt 2023/24 | Beamt*innen | Beschäftigte | Gesamt 2025/26 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forstamt | 14,20 | 55,30 | 69,50 | 15,00 | 55,30 | 70,35 |
Neuschaffungen: +2,05 VZÄ (1,5 VZÄ Tierpfleger*in// 0,55 VZÄ Hausmeister*in)
Unterjährige Änderung der Planstellenzuordnung: -1,0 VZÄ (zu THH 2/Personalreserve (Neuzuordnung einer Stellenhülle)
Einsparungen: -0,20 VZÄ (Einsparvorgabe resultierend aus Drucksache G-24/048)