Mit Förderung von Land und Bund

Neuer Glasfaseranschluss in Ebnet

Bunte Kabel mit dem Etikett "Glasfaserkabel"
Ein Förderprogramm von Bund und Land unterstützt den Ausbau von Glasfaserleitungen in den Ebneter Randlagen.

Der geförderte Glasfaserausbau in den Randlagen von Ebnet ist gestartet. Auf einer Strecke von insgesamt rund 2,5 Kilometern werden 16 bislang unterversorgte Gebäude an das Glasfasernetz angeschlossen. Damit sorgt die Stadt für schnelles und stabiles Internet auch dort, wo sich der privatwirtschaftliche Ausbau nicht rechnet.

Zweiter Stadtteil vollständig mit Glasfaser versorgt

Die neuen Leitungen entstehen im Welchental und im Wildbachweg sowie südlich der Schwarzwaldstraße, so dass auch der Sportplatz und das Wasserwerk angeschlossen werden. Nach Abschluss der Arbeiten wird Ebnet nach dem Rieselfeld der zweite Freiburger Stadtteil sein, der vollständig mit Glasfaser versorgt ist.

Schnelles Internet ist heutzutage eine notwendige Grundlage für zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern realisieren wir hier in Ebnet etwas, das wir uns als Ziel für ganz Freiburg gesetzt haben: digitale Teilhabe für alle Menschen – egal, wo sie wohnen.

Martin Haag, Freiburgs Erster Bürgermeister

Gebäude in Randlagen werden oft nicht berücksichtigt

In Freiburg wird das Glasfasernetz durch privatwirtschaftliche Unternehmen ausgebaut. Allein in diesem Jahr sind sieben neue größere Ausbauprojekte gestartet. Gleichzeitig laufen sieben bereits begonnene Projekte sowie zahlreiche kleinere Maßnahmen weiter.

Doch der Markt regelt nicht alles, die Unternehmen kalkulieren dabei wirtschaftlich. Einzelne Gebäude in Randlagen, die teilweise mehrere hundert Meter vom Ortsrand entfernt liegen, werden wegen hoher Anschlusskosten oft nicht berücksichtigt.

Förderprogramm von Land und Bund unterstützt Ausbau

Um auch diesen Haushalten zeitgemäße Internetanschlüsse zu ermöglichen, nutzt die Stadt Freiburg erstmals das Förderprogramm „Lückenschluss“ von Land und Bund. Das Programm wurde 2024 zunächst als Pilotprojekt aufgelegt und richtet sich gezielt an kleinere, bislang nicht wirtschaftlich erschließbare Gebiete.

Während solche Förderprogramme früher auf den ländlichen Raum zugeschnitten waren, haben jetzt auch Städte gute Möglichkeiten eine Förderung zu erhalten. Freiburg hat einige Gebiete, die zwar Teil des Stadtkreises, aber kein Ballungsgebiet sind. Dazu gehören auch die Randlagen Ebnets.

Eigentümer*innen müssen Gestattungsvertrag abschließen

Ursprünglich waren für das Projekt in Ebnet Gesamtkosten von rund 500.000 Euro veranschlagt worden. Nach Ausschreibung und Planung liegen die voraussichtlichen Baukosten nun bei rund 400.000 Euro. Bund und Land übernehmen zusammen 90 Prozent der förderfähigen Kosten: 50 Prozent trägt der Bund, 40 Prozent das Land. Die verbleibenden zehn Prozent finanziert die Stadt Freiburg.

Eigentümer*innen im Ausbaugebiet, die ihr Gebäude anschließen lassen möchten, müssen hierzu einen Gestattungsvertrag mit der Telekom abschließen, die Firma verlegt die Leitungen. Auch nachträgliche Anschlüsse sind möglich. Bei der Wahl ihres späteren Internetanbieters sind die Haushalte nicht an die Telekom gebunden: Für die öffentlich geförderten Leitungen muss auch anderen Anbietern ein offener Zugang gewährt werden.

Als nächstes sollen Randlagen in Waldsee erschlossen werden

Die Stadt will die neue Fördermöglichkeit künftig regelmäßig nutzen. Für den notwendigen Eigenanteil sind jährlich 100.000 Euro vorgesehen. Gemeinsam mit den Fördermitteln von Bund und Land können damit pro Jahr Ausbauprojekte mit einem Gesamtvolumen von bis zu einer Million Euro ermöglicht werden. 

Als Nächstes sollen unterversorgte Randlagen im Stadtteil Waldsee erschlossen werden. Die Ausschreibung ist bereits abgeschlossen, der Baustart ist ebenfalls für 2026 vorgesehen. Weitere Förderanträge konzentrieren sich auf Gebiete am Tuniberg.

Veröffentlicht am 25. August 2026