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Revier Günterstal

Was passiert im Revier?

Im Revier Günterstal wird den kommenden Monaten der Wonnhaldeweiher saniert und ökologisch aufgewertet. Die Arbeiten bis in den Winter 2026/2027. Wegen großer Sicherheitsrisiken bittet das Forstamt alle Waldbesucher*innen, sich an die Absperrungen zu halten.

Im Video spricht die Waldnaturschutzbeauftragte des Forstamts, Vanessa Tschöpe.

Der Wonnhaldeweiher wird ökologisch aufgewertet

Der Wonnhaldeweiher – ein in der 70 ern künstlich angelegter Teich und Teil eines kartierten Waldbiotops – wird in den nächsten Monaten ökologisch aufgewertet (im Fachjargon "saniert") werden. Ohne wiederkehrende Gewässersanierungsmaßnahmen trocknen Teiche aus, werden im Siedlungsbereich vermüllt oder verschlammen.Deshalb pflegen das Umweltschutzamt und das Forstamt die vorhandenen Lebensräume und Laichplätze von Kröte & Co. jedes Jahr in regelmäßigen Abständen. Die Kosten am Wonnhaldeweiher werden durch die Stiftung Naturschutzfond Baden-Württemberg getragen, was in Zeiten knapper Kassen bei den Kommunen sehr hilfreich ist.

Gezieltes Trockenlegen hilft heimischen Amphibien

Zwar sind Fische und Amphibien oft auf die gleichen Gewässerlebensräume angewiesen, jedoch stellt sich dort nur selten und kurzzeitig eine stabile Koexistenz ein. Viel häufiger sind die Amphibien die Verlierer und fallen den oft durch den Menschen verursachten Fischvorkommen zum Opfer. So auch im Wonnhaldeweiher. Eine von Umweltschutzamt und Forstamt begleitete Untersuchung des Weihers im Herbst/Winter 2024 zeigte, dass im Gewässer vor allem Rotfedern und Rotaugen vorkommen, aber auch nicht heimische Arten wie z.B. der Goldfisch. Ebenso wie die Europäischen Sumpfschildkröten und Höckerschildkröten, die man beim Waldspaziergang um den Weiher bei ihren Sonnenbädern beobachten kann, stammen die Zierfische ursprünglich aus Hausteichen oder Aquarien und wurden ausgesetzt oder als Laich eingeschleppt.

Die heimischen Fische werden nun durch ein Fachbüro tierschutzgerecht geborgen und in ein Gewässer in der Nähe der Talstation Schauinsland umgesiedelt, auch aufgrund des witterungsbedingten sehr niedrigen Wasserstandes. Die Schildkröten finden in der Reptilienauffangstation DragonShelter e.V. Freiburg ein neues Zuhause. Danach wird das noch verbleibende Restwasser über das technische Bauwerk in der Teichmitte ("Teichmönch") vollständig und langsam abgelassen: Damit sollen mögliche Beeinträchtigungen des nachgelagerten Bodelsaubachs und dessen Lebensgemeinschaften (z.B. Groppen, Bachforellen, Krebse) verhindert werden.

Bagger- und Gehölzarbeiten im Winterhalbjahr

Nach einer etwa zweiwöchigen Abtrocknungsphase entfernt ein Bagger Schlamm und Abfall aus dem Wonnhaldeweiher, die fachgerecht entsorgt werden. Anschließend werden strukturreiche Tiefenprofile im Gewässer und abgeflachte Uferbereiche geschaffen, die den Amphibien den Ein- und Ausstieg erleichtern. Der Gehölzbewuchs am Gewässerrand sowie auf der mittigen Gehölzinsel werden zurückgeschnitten. Dadurch wird die Wasserfläche aufgelichtet, was den Biotopwert des Wonnhaldeweihers für Amphibien erhöht. Denn  je mehr Sonne ans Gewässer gelangt, desto besser ist das für eine erfolgreiche Laichablage. Aber auch Insekten profitieren von dem Rückschnitt.
Die Bagger- und Gehölzarbeiten finden im Winterhalbjahr 2026/2027 stattf, bevor der Wonnhaldeweiher, rechtzeitig zur Amphibienlaichzeit, wieder mit Wasser gefüllt sein wird.


Revierförster Klaus-Peter Echle
Schauinslandstraße 125
79100 Freiburg
0761 2 95 19
klaus.echle@freiburg.de

Im Freiburger Stadtwald gibt es noch fünf weitere Forstreviere, in denen sich ausgebildete Teams um die Pflege des Waldes, der Biotope und Erholungseinrichtungen kümmern.

Mehr Infos zur Bewirtschaftung des Stadtwaldes, den Zielen und zum Forstamt gibt es auf der Homepage.

Kontakt

Forstamt
Wonnhaldestr. 8
79100 Freiburg
Telefon +49 761 2016201
Telefon +49 761 2016202
Mobiltelefon (Wochenendnotfalldienst) +49 175 9322476

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