Richtfest im Stühlinger

Rohbau für RiS B steht

Richtfest-Kranz an einem Kran, im Hintergrund neues Rathaus-Gebäude

An der Seite des bundesweit beachteten, mehrfach preisgekürten Rathauses im Stühlinger (RiS A) sprießt seit Monaten ein zweites Verwaltungsgebäude empor – das sogenannte RiS B. Mittlerweile sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass am heutigen Montag, 21. Juli, der nächste Meilenstein gefeiert werden konnte: das Richtfest.

Serviceleistungen am einem Ort

Mit dem Bürgerservicezentrum (Bauteil A), dem Familienrathaus (Bauteil B) und dem benachbarten Bestandsbau (RiS C) werden künftig die meistnachgefragten Leistungen an einem Ort angeboten.

Über das RiS B

Es entsteht nicht einfach ein Verwaltungsgebäude, das neue Rathaus ist Teil eines städtebaulichen Gesamtkonzepts und ein modernes Gebäude für die Menschen und Mitarbeitenden der Stadt.

Fläche

Die Kubatur von RiS B entspricht etwa der von RiS A (allerdings ohne die Halle im Erdgeschoss). Die Bruttogrundfläche über alle Etagen beträgt rund 22.000 Quadratmeter, das ist eine Nettoraumfläche von 19.622 Quadratmeter. Auch diese Werte ähneln dem bestehenden Rathaus.

Energiebedarf

Bei der Nachhaltigkeit macht RiS B dagegen einen weiteren Sprung gegenüber dem bereits als ökologisch vorbildlich geltenden Nachbarn: Rechnerisch ist der Energiebedarf für die Wärme- und Kälteversorgung beim Neubau 30 Prozent geringer.

Innenleben

Auch beim Innenleben unterscheidet sich RiS B in feinen Details von RiS A. Im Untergeschoss wird nicht nur die Haustechnik untergebracht sondern auch eine große Tiefgarage für rund 600 Fahrräder, samt Duschen und Spinden. Das Erdgeschoss wird (neben Räumen für Gemeindevollzugsdienst und Vollzugsdienst) ein Beratungszentrum mit über 30 individuellen Beratungsräumen umfassen.

Die fünf Obergeschosse sind der Büroarbeit vorbehalten, und zwar in Form des „aktivitätsorientierten Arbeitens“: Es gibt hier also verschiedenartige, für unterschiedliche Anforderungen gestaltete Arbeitsplätze, unter denen die Mitarbeitenden ortsflexibel wählen können. Dazu zählen optimierte Räume für Videokonferenzen, Telefonboxen, Teambereiche mit mehreren Schreibtischen auf einer offen gestalteten Fläche, aber auch kleine Rückzugsbüros. Ob Teilzeitarbeit, Fortbildung, Urlaub oder Homeoffice: nie sind alle Beschäftigten gleichzeitig im Büro. Dank des neuen Konzeptes sind künftig weniger Schreibtische nötig.

Künftig alles zum Verwaltungsbereich Familien unter einem Dach

RiS A und RiS B nebeneinander
Das RiS B gleicht von der Größe und Optik her dem bestehenden Rathaus.

Zum Einzug vorgesehen sind folgende Ämter beziehungsweise Dienststellen:

  • das Amt für Kinder und Jugend,
  • das Amt für städtische Kindertageseinrichtungen,
  • das Amt für Schule und Bildung,
  • das Amt für öffentliche Ordnung,
  • das Sportreferat,
  • die Stadtkämmerei,
  • das Dezernatsbüro von Bürgermeister Breiter,
  • das Referat für Chancengerechtigkeit,
  • der Gesamtpersonalrat,
  • Teile des Amtes für Wohnraumentwicklung und Vermessung sowie
  • das Baurechtsamt.

Damit erreicht die Verwaltung gleich zwei Ziele: familiennahe Leistungen werden im RiS B, inoffiziell auch „Familienrathaus“ genannt, gebündelt – und die Stadt spart sich die Mietkosten etwa für das Gebäude am Fahnenbergplatz, in dem derzeit noch viele Ämter untergebracht sind. Damit werden im zweiten Oval rund 800 Mitarbeitende der Stadtverwaltung ihren Arbeitsplatz haben.

Beratungszentrum

Im Beratungszentrum finden Familien künftig die meisten Services an einem Ort vor und können ihre Anliegen effizient klären. Hier entstehen viele helle und freundliche Räume, die ebenerdig und somit einfacher mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl zu erreichen sind. Zudem ist auch das RiS B für alle Menschen der Stadt gut erreichbar.

Nutzung ab 2027 angedacht

Noch bleibt aber einiges zu tun. Parallel zum Abschluss der Rohbauarbeiten haben bereits die Arbeiten am Dach und den Fassaden begonnen, ebenso der Innenausbau. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2026 geplant. Dann geht es ans Regulieren der Haustechnik und das Einrichten der Büros. Die Nutzung beginnt dann voraussichtlich im Jahr 2027.

Kosten

Der Kostenrahmen von 111 Millionen Euro wird voraussichtlich eingehalten – das ist keine Selbstverständlichkeit in einem Bauprojekt von dieser Größe und diesem Zeitraum zwischen ersten Planungen und Fertigstellung.

Mehr zum Bauprojekt gibt's hier.

Veröffentlicht am 21. Juli 2025