Neue Radvorrangroute
Mit dem FR3 von Zähringen bis in den Stühlinger
In diesem Herbst verändert sich einiges auf dem Straßenzug vom Stühlinger über das Güterbahnhofareal nach Zähringen: Der FR3 führt dort künftig als Radvorrangroute entlang, die Stadt passt die Ampelschaltungen an und außerdem gilt rund um die Uhr Tempo 30.
Weniger Lärm und flüssigerer Verkehr
Am Montag, 14. September, beginnen die Markierungsarbeiten für den FR3, und ab Montag, 21. September, stellt das Garten- und Tiefbauamt (GuT) die Tempo-30-Schilder auf und passt die Ampelschaltungen an.
Damit macht Freiburg auf dieser Straßenachse den nächsten Schritt: mehr Sicherheit und Komfort für Radfahrer*innen, weniger Lärm für die Anwohnenden und ein möglichst flüssiger Verkehr für alle.
Neue Radvorrangroute FR3
Der Gemeinderat hat 2023 mit dem Radnetz-Plus beschlossen, die Radvorrangrouten in Freiburg weiter auszubauen. Nachdem FR1 und FR2 schon seit einigen Jahren fester Bestandteil des Freiburger Radnetzes sind, kommt im Herbst der erste Abschnitt des FR3 hinzu.
Im September wird der Abschnitt nördlich der Dreisam auf 3,3 Kilometern fertig. Dieser führt vom FR1 (Dreisam-Radweg) über Eschholzstraße, Friedhofstraße, Waldkircher Straße und Stuttgarter Straße bis nach Zähringen. Dort schließt der FR3 am Burgdorfer Weg künftig an den Radschnellweg RS6 an.
Breitere Radstreifen und mehr Abstand zu Autos
Entlang der Strecke hat das Garten- und Tiefbauamt in den vergangenen Jahren viel verbessert: Die Radstreifen sind jetzt breiter, unter anderem in der Waldkircher Straße und in der Friedhof- und Hohenzollernstraße. In der Eschholzstraße sorgen neu eingerichtete Abstandsstreifen für mehr Sicherheit zwischen Radverkehr und parkenden Autos.
Mit diesen Verbesserungen erfüllt dieser Abschnitt jetzt die Qualität einer Radvorrangroute und wird als solche markiert. Blaue FR3-Piktogramme auf der Fahrbahn machen die Route künftig sichtbar.
Bis zu 5.000 Radfahrende pro Tag
Der FR3 verbindet im Endausbau St. Georgen und Vauban über Haslach und Stühlinger mit Zähringen. Entlang ihrer Strecke leben zehntausende Menschen, zudem befinden sich dort zahlreiche Arbeitsplätze.
Die Erfahrungen mit den bestehenden Radvorrangrouten FR1 und FR2 zeigen, dass so ein Angebot sehr gut angenommen wird. Auf dem FR3 werden bis zu 5.000 Radfahrende pro Tag erwartet.
Weniger Lärm durch Tempo 30
Zeitgleich mit dem FR3 kommen weitere Änderungen: Auf dem gesamten Straßenzug von der Eschholzstraße über Hohenzollernstraße, Friedhofstraße und Waldkircher Straße gilt künftig rund um die Uhr Tempo 30. Bisher galt die Geschwindigkeitsbegrenzung dort nur nachts.
Die Stadt setzt damit eine Maßnahme aus dem vom Gemeinderat beschlossenen Lärmaktionsplan um. So sinkt die Lärmbelastung für die Anwohnenden auch tagsüber. Gleichzeitig steigt die Verkehrssicherheit.
Weitere Informationen zum Lärmaktionsplan
Abgestimmte Ampeln für flüssigeren Verkehr
Zudem passt das GuT die Ampelschaltungen an. Zwischen Haslacher Straße und Zähringen gibt es an 17 Kreuzungen und Fußgängerquerungen Ampeln. Mit der neuen Geschwindigkeitsbegrenzung stimmt die Stadt die Ampeln neu aufeinander ab – die Anlagen erkennen mittels Induktionsschleifen oder Videokameras, wie viel Verkehr gerade unterwegs ist.
Dabei orientiert sich die Stadt an Geschwindigkeiten, die sowohl für Radfahrende mit etwa 20 km/h als auch für Autofahrende mit etwa 30 km/h gut funktionieren. Ziel ist es, die Zahl der Ampelstopps für beide Verkehrsarten zu verringern.
"Grüne Welle" für alle ist nicht möglich
Auch wenn es Verbesserungen geben wird – eine durchgehende „Grüne Welle“ für alle ist nicht möglich. Grund dafür sind die unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die vielen Querungen und die unterschiedlichen Verkehrsströme.
Außerdem kann eine Grüne Welle nicht gleichzeitig in beiden Fahrtrichtungen optimal abgestimmt werden. Stattdessen werden einzelne Gruppen von Ampeln gezielt miteinander koordiniert. So soll der Verkehr auf diesem ganzen Straßenzug sowohl für Radfahrer*innen als auch für Autofahrer*innen flüssiger werden.