Autofahrer*innen aufgepasst

Risiko für Wildunfälle im Frühjahr besonders hoch

Ein Auto fährt an einem Waldrand.
Vorsicht vor allem an Wald- und Feldgrenzen: Hier ist die Gefahr für einen Wildunfall besonders hoch.

Alle 90 Sekunden passiert in Deutschland ein Wildunfall. Besonders im Frühjahr sind die Wildtiere - vor allem Rehe - besonders aktiv. Das Forstamt bittet daher alle Autofahrer*innen um erhöhte Vorsicht: Wegen der Zeitumstellung fällt für viele der Weg zur Arbeit in die besonders wildtier-aktive Dämmerungszeit. Damit steigt auch das Risiko für Wildunfälle.

Die Zahl der Wildunfälle steigt in der Woche nach der Zeitumstellung im Frühjahr um 30 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Wildtierinstitutes der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA). Nach der Zeitumstellung im Herbst gibt es dagegen "nur" sieben Prozent mehr Unfälle. 

Was tun bei Wildunfällen?

Die Wahrscheinlichkeit für Wildquerungen ist an Wald-Feld-Grenzen zwar am höchsten, es gibt sie aber grundsätzlich überall. In Baden-Württemberg passieren die meisten Unfälle mit Rehen: Rund 15.00 fallen jährlich dem Straßenverkehr zum Opfer, gefolgt von Füchsen (etwa 1500), Wildschweinen (1200) und Dachsen (1000).

Wenn ein Zusammenstoß mit einem Wildtier nicht mehr verhindert werden kann, sollten Autofahrer*innen bremsen und das Lenkrad festhalten. Generell gilt: Lieder die Kollision riskieren, als unkontrolliert in den Gegenverkehr kommen. Nach einem Unfall muss die Unfallstelle gesichert werden. Warnblinker einschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen und die Polizei verständigen. Diese meldet den Unfall dann dem örtlichen Forstrevier oder den Jagdpächter*innen.

Bereitschaftsdienst am Wochenende

Normalerweise kommt der*die zuständige Förster*in oder Jagdpächter*in zur Unfallstelle dazu, birgt das tote Tier, tötet verletztes Wild schmerzlos und stellt eine Wildunfallbescheinigung aus. In den seltenen Fällen, in denen verletzte Tiere von der Unfallstelle flüchten können, muss es mithilfe von Jagdhunden gesucht werden. Das Leid der Tiere soll so kurz wie möglich sein.

Für Unfälle am Wochenende hat das städtische Forstamt einen Bereitschaftsdienst eingerichtet. In jedem Fall sollen Autofahrer*innen vorsichtig fahren, nichts riskieren und immer die Polizei verständigen.

Veröffentlicht am 02. April 2026