Energiekosten senken - Wohnwert erhöhen
In Kürze
- Gebäudeart: Doppelhaushälfte
- Wohn- und Nutzfläche: 140 m²
- Jahr der Sanierung: 2022
- Baujahr: 1949
- Maßnahmen: Dachdämmung, Fenster, PV-Anlage
- Denkmalschutz/Erhaltungssatzung: ja
Endenergiebedarf
vorher: 150 kWh/m2a
nachher: 100 kWh/m2a
in kWh/m²a
Einsparung Endenergiebedarf: 33 %
Maßnahmen
Dach
14 cm Mineralfaser WLG 035 + 8 cm PUR/PIR Hartschaum WLS 023 Zwischensparren- und Aufsparrendämmung
Fenster
Tausch aller Fenster gegen dreifach Wärmeschutzverglasung (U-Wert 0,95)
Erneuerbare
Photovoltaik Anlage: 26,25 kWp, gemeinsame Anlage mit angrenzender Doppelhaushälfte; Ausrichtung: Südost und Nordwest und Batteriespeicher (13 kWh)
Förderung
BEG Einzelmaßnahme Gebäudehülle, BAFA & Förderprogramm Klimafreundlich Wohnen: Gebäudehülle, Stromerzeugung erneuerbar (PV+ Speicher)Die Geschichte dahinter
Das Projekt:
Das Wohnhaus aus dem Jahr 1949 wurde als Doppelhaushälfte errichtet und bietet aktuell vier Personen ein zu Hause. Als die Eigentümer beschlossen, dass Haus langfristig zu vermieten, war es ihr Wunsch, den Wohnwert des Hauses zu erhöhen sowie die Energiekosten zu senken. Gleichzeitig war es den Bauverantwortlichen wichtig, das Haus fit für die Zukunft zu machen und durch eine große Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote zu erreichen.
Maßnahmen
Im Rahmen der energetischen Teilsanierung wurde die Dachdämmung sowie die Dachdeckung erneuert. Der Einsatz von Holzfaserdämmstoffen wurde geprüft, jedoch führte die notwendige Dämmstärke des Materials zu Problemen bei den Gauben-Anschlüssen. Als Dämmmaterial wurde daher Mineralwolle verwendet. Das Dach wurde gemäß geltendem Bebauungsplan mit Biberschwanzziegeln eingedeckt und mit einer Photovoltaik-Aufdachanlage versehen. Die Farbe der Ziegel wurde an die Farbe der PV-Module angepasst, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten. Die Module sind auf beiden Dachgiebeln, in südöstlicher (60%) und nordwestlicher (40%) Richtung montiert. So wird eine konstante Stromproduktion über den Tag ermöglicht. Die ursprüngliche Idee, die PV-Anlage bündig in die Dachebene (Indach-Anlage) einzusetzen und hierfür Blechwannen unter die Module zu setzen, entsprach nicht den Vorgaben des Bebauungsplans. Des Weiteren wurden dreifachverglaste Wärmeschutzfenster mit gerundeten Rahmen- und Flügelprofilen eingebaut, die sich am Erscheinungsbild der ursprünglichen Fenster orientieren. Das Gebäude befindet sich im Gebiet einer Erhaltungssatzung.
Ergebnisse
Die Erwartungen der energetischen Teilsanierung haben sich für die Bauherrn voll erfüllt. Der Energiebedarf konnte um ein Drittel reduziert werden. Das Gebäude ist nun gut vorbereitet für weitere energetische Maßnahmen. In naher Zukunft ist der Ersatz der vorhandenen Heizung durch eine Wärmepumpe (Geothermie) und die Dämmung der Gebäudefassade geplant.
Weitere Infos und Kontakt
- Standort: Freiburg-Wiehre
- Energieberatung: Holzbauplanung Peter Schuler Lindenaustr. 13a 79199 Kirchzarten info@ps-holzbauplanung.de Tel: 07661/ 90 59 806
- Planung: Huller + Scheld Architekten Wolfgang Huller Baslser Str. 115 79115 Freiburg w.huller@huller-architekten.de Tel: 0761-452540
