THH 25 Immobilienmanagement Freiburg
5.25.00.00
Kurzbeschreibung
Das Immobilienmanagement Freiburg (IMF) wurde zum 01.04.2024 neu gebildet. Darin sind die bisherigen Dienststellen Gebäudemanagement Freiburg (GMF) und die Abteilungen Liegenschaften und Verwaltung des Amtes für Liegenschaften und Wohnungswesen (ALW) miteinander vereint.
Weitere Informationen
Ziel dieser Ämterfusionierung ist unter anderem eine einheitliche Zuständigkeit und Verantwortung für alle städtischen Immobilien und die Bündelung der Fachexpertise in diesem Bereich. Zum 01.09.2024 wurde dem Amt außerdem die Projektleitung für das Baugebiet Kleineschholz hinsichtlich der Säule II Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM), Finanzen, Vermarktung und Kommunikation zugeordnet.
Das Amt ist für den Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung des fiskalischen städtischen Grund- und Immobilienvermögens zuständig. Zu den Aufgabenfeldern gehören auch das Bauen, Instandhalten und Betreiben der stadteigenen und angemieteten öffentlichen Gebäude sowie die gebäudenahen Dienstleistungen wie Reinigung, Energieversorgung, Hausmeister-, Grünpflege- und Bewachungsdienste. Die Verrechnung der internen Mieten und der Nebenkosten mit den Nutzerinnen und Nutzern dient der „Refinanzierung" des Amtes.
Eine Schwerpunktsetzung ist insbesondere die Umsetzung von nutzungsbezogenen wohnungs- und bodenpolitischen Zielsetzungen der Stadt. Mit Beschlussfassung der neuen Erbbaurechtgrundsätze sowohl für den Ein- und Zweifamilienhausbereich (Drucksachen G-20/172 und Drucksache G-22/039) sowie den Geschosswohnungsbau (Drucksache G-22/033) hat die städtische Flächenpolitik einen Paradigmenwechsel erfahren: Grundsätzlich Abgabe von Grundstücken im Erbbaurecht, Verkauf nur in begründeten Ausnahmefällen und bei Gewerbegrundstücken sowie Arrondierungsflächen. Flächen und Gebäude werden für Wohnen, Gewerbe, Landwirtschaft, ökologische, kulturelle, soziale Zwecke und Zwecke des Sports sowie für Veranstaltungen durch Vermietung, Verpachtung, Bestellung von Erbbaurechten und Veräußerungen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Baulandentwicklung werden in erforderlichem Umfang auch Ausgleichsflächen gesichert und der dauerhaften Pflege zugeführt sowie Ausgleichsmaßnahmen zur Umsetzung gebracht. Dieses Aufgabengebiet hat besonders im Hinblick auf die Entwicklung des Baugebietes Dietenbach deutlich zugenommen. Ferner gewinnt die Ersatzflächenbereitstellung von Landwirtschaftsflächen und die Vereinbarung von Ersatzmaßnahmen bei Inanspruchnahme von Landwirtschaftsflächen zunehmend an Bedeutung.
Eine weitere Aufgabe ist die Durchführung und Mitwirkung an Bodenordnungsmaßnahmen auf freiwilliger Basis sowie regelmäßig die Erstellung von Vermarktungskonzepten für städtische Flächen, wie zum Beispiel für das Gebiet Kleineschholz sowie für verschiedene Einzelgrundstücke wie Fuhrmannsgasse Hochdorf, Grundstück Flst. Nrn. 277 und 277/4, Schnewlinstraße 7 (aktuelle Nutzung durch zwei Musikclubs: Crash und Drifters Club); bei der Vorbereitung und Durchführung der Vermarktung im Gebiet Dietenbach wirkt das Amt im Rahmen der Projektgruppe mit.
Dem Amt obliegt die Funktion als Eigentümer des städtischen Gebäudebestandes. Hierzu gehört neben dem Bauen, Instandhalten und Betreiben der stadteigenen und angemieteten öffentlichen Gebäude die Verwaltung von Wohngebäuden sowie von Objekten mit gewerblicher, sozialer und / oder kultureller Nutzung, wie beispielsweise das Historische Kaufhaus, das E-Werk und das Jazzhaus. Zum Aufgabenspektrum gehören auch die Untervermietung von schulischen Einrichtungen z. B. Sporthallen an Vereine (siehe Produktgruppe 21.50), die Unterhaltung der öffentlichen WCs (siehe Produktgruppe 54.90), der Unterhalt der historischen Friedhöfe (siehe Produktgruppe 55.30), aber auch von Denkmalen wie dem Martinstor (siehe Produktgruppe 28.10).
Im Zuständigkeitsbereich werden in den Haushaltsjahren 2025/2026 verschiedene investive und konsumtive Bauprojekte weiter umgesetzt bzw. geplant. Beispiele hierfür sind der Neubau des Rettungszentrums, der Neubau der Kita Im Moos Waltershofen, der Neubau der Kita Violett, 2. Bauabschnitt (BA) Neubau Staudinger-Gesamtschule und der 2. BA Rathaus im Stühlinger (RiS), die Sanierung des Augustinermuseum 3. BA, der Anne-Frank-Schule GTS/Kita, der Steinriedhalle Waltershofen und die Erweiterung der Max-Weber-Schule, die Erweiterung des Wohnheims Merzhauser Straße, die Erweiterung und Sanierung der Kita Breisacher Hof sowie verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Brandschutzprogramm, Energiesparprogramm, Cafeterienprogramm. Zudem wird das Amt die Planungen für eine mögliche Sanierung der Berufsschulzentren Bissierstraße und Gewerbeschule 2 und 3 fortführen. Auch die Fortführung der Sanierungen der Gebäude Turmstraße 8, 12 und 14 sowie der denkmalgeschützten Wohnhäuser auf dem Mundenhofareal wird hier einen Schwerpunkt bilden. Weiterhin werden im Finanzhaushalt Maßnahmen in der Pauschale „Digitalisierung an Schulen" durchgeführt. Der Neubau der Staudinger-Gesamtschule und des 2. BA RiS erfolgt im Auftrag des Eigenbetriebs Neubau Verwaltungszentrum und Staudinger-Gesamtschule (EVS).
Ein weiteres Kernthema für die Haushaltsjahre 2025/2026 ist als Bestandteil der aktiven Liegenschaftspolitik die Mitwirkung an der Entwicklung, Bodenneuordnung und Vermarktung der Gebiete Im Zinklern in Lehen, Hinter den Gärten in Tiengen, Niedermatten in Waltershofen und Höhe in Zähringen zur Entwicklung und Vermarktung, sowie die Vergabe der Grundstücke im Gebiet Kleineschholz. Weitere Maßnahmen sind die Mitwirkung bei der Entwicklung des neuen Stadtteils Dietenbach - hier insbesondere die Ersatzflächenbereitstellung für Landwirte, die Flächensicherung im Rahmen der Verlegung zweier Hochspannungsleitungen, einer Gasleitung und für den Bau von Leitungen zur externen Erschließung - sowie an den Bodenneuordnungen Im Zinklern / Lehen und Höhe / Zähringen zur Entwicklung der Baugebiete und zur Vorbereitung der Vermarktung der städtischen Flächenanteile. Für die Entwicklung dieser Maßnahmen ist zudem der Erwerb und / oder die Sicherung von Ausgleichsflächen und / oder Ökopunkten eine maßgebliche Teilaufgabe. Die Sicherung der Ausgleichsflächen und Flächen für Artenschutzmaßnahmen für die neuen Wohnbauflächen bilden einen weiteren Arbeitsschwerpunkt.
Personal
| Stellen im Amt | Beamt*innen | Beschäftigte | Gesamt 2023/24 | Beamt*innen | Beschäftigte | Gesamt 2025/26 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Immobilienmanagement Freiburg (IMF) | 62,40 | 333,54 | 395,94 | 65,90 | 351,94 | 417,84 |
Hinweis Darstellung 2023/2024 im Zuge der Reorganisation Dez V: Zahlen entsprechen d. bisherigen THH 25/ Gebäudemanagement Freiburg (gesamtes Amt) (351,04 VZÄ) // THH 22/ Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen (Bereich Verwaltung, Grundstücksverkehr, Liegenschaftsverwaltung) (44,9 VZÄ)
Neuschaffungen: +22,65 VZÄ (1,0 VZÄ Erbbaurecht// 0,5 VZÄ aktive Liegenschaftspolitik// 6,45 VZÄ Hausmeister*in// 3,5 VZÄ Projektleitung Dachfl-Photovoltaik, Flüchtlingsunterkünfte u. städt. Dienstleitungsobjekte// 0,5 VZÄ Instandhaltung// 1,0 VZÄ FPL Projekte Theater// 1,0 VZÄ Projektleitung Dietenbach// 1,0 VZÄ Teamleitung Hausmeister*innen// 0,5 VZÄ Sachgebietsleitung Haushalts- und Finanzwesen// 1,0 VZÄ Haustechn. Dienst// 0,7 VZÄ Rechnungsbearbeitung Staudinger u. RiS B// 1,0 VZÄ Köch*in Kantine// 1,0 VZÄ Kassen- und Hilfskraft Kantine// 0,5 VZÄ Spülkraft Kantine// 1,0 VZÄ HB Planung NUE// 2,0 VZÄ ET FPL Projekte)
Unterjährige Änderung der Planstellenzuordnung: -0,75 VZÄ (+2,0 VZÄ von THH 3/Rechtsamt (Organisatorische Änderung der Zuordnung der Stabsstelle Kleineschholz)// +1,0 VZÄ von THH 2/Personalreserve (Umwandlung im Bereich Küchenkräfte// -3,75 VZÄ zu THH 2/Haupt- und Personalamt (Übergang Zentralregistratur Fahnenbergplatz))