Niedrigwasser in Freiburgs Bächen
Stadt versetzt Fische in den Dietenbach
Seit Dienstag, 4. August, entnimmt die Stadt gemeinsam mit einem Fachbüro und Ehrenamtlichen vom Angelsportverein Freiburg Fische aus dem Gewerbekanal. Denn in diesem fließt derzeit kein Wasser mehr, sodass die Fische in den verbleibenden Pfützen stecken bleiben und ersticken.
Schwierige Bergung aus dem Gewerbekanal
Die Fische setzt die Stadt im Dietenbach aus, der aktuell noch ausreichend Wasser führt. Ziel ist es, möglichst viele Fische zu retten.
Die Bergung gestaltet sich aber schwierig, da Schlamm die Sicht behindert und die Tiere sich in Verdolungen zurückziehen. Es ist deshalb davon auszugehen, dass leider nicht alle Fische geborgen werden können.
Kaltwasserpools auf Höhe der Brauerei Ganter nicht betreten
Wichtig ist zudem, dass die Freiburger*innen auf Höhe der Brauerei Ganter nicht in der Dreisam baden. Die Kaltwasserpools dort sind einige der letzten Rückzugsorte für die geschwächten Fische im Fluss.
Die Verwaltung prüft daher in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium gerade ein Betretungsverbot für den Bereich zwischen der Oberaubrücke und der Leo-Wohleb Brücke.
Klimawandel gefährdet Tiere und Pflanzen
Die durch den Klimawandel bedingte extreme Hitze und Trockenheit macht nicht nur uns Menschen, sondern auch den Tieren und Pflanzen zu schaffen. Denn fast alle Bäche in Freiburg sind gerade von extremem Niedrigwasser betroffen. Daher nimmt die Verwaltung die Situation in den städtischen Bächen genau in den Blick.