Theater Freiburg
Letzte Konzertsaison mit André de Ridder

Mit acht Sinfoniekonzerten, Kammer- und Sonderkonzerten starten Generalmusikdirektor André de Ridder und das Philharmonische Orchester im Herbst in die neue Spielzeit 2026/2027 – die letzte unter de Ridder, bevor er im kommenden Sommer an die English National Opera in London wechselt.
Eröffnungskonzert am 27. September
Auftakt ist am 27. September im Großen Haus des Theaters Freiburg mit dem Eröffnungskonzert: ein musikalisches „Willkommen in der neuen Saison“, das Lust auf die nächsten Monate machen soll. Mit dabei: das Philharmonische Orchester und das Opernensemble sowie die Dirigenten André de Ridder und Artem Lonhinov.
Die neue Saison sei „busier denn je“, sagt de Ridder: „Natürlich laufen die Vorbereitungen für London täglich parallel, aber ich habe mir vorgenommen, Stadt, Theater und die Zusammenarbeit mit alten und neuen Kolleg*innen bis zum letzten Tag zu genießen.“
Acht Sinfoniekonzerte
Beim ersten Sinfoniekonzert am 20. Oktober stehen dann die Haydn-Variationen von Johannes Brahms, Gerald Finzis Klarinettenkonzert und Edward Elgars Enigma-Variationen auf dem Programm, Dirigent ist Gerhard Markson. Beim zweiten Sinfoniekonzert (3.11.) dirigiert de Ridder Karol Szymanowskis „Sinfonia concertante“ – mit Solistin Tamara Stefanovich am Klavier – und Anton Bruckners Sinfonie Nr. 9. „Ein Atem vor dem Fallen – und keiner fängt dich auf.“
Mit diesen Worten ist das dritte Sinfoniekonzert (15.12.) beschrieben: Im Mittelpunkt stehen das Cellokonzert „Before we fall“ der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir (*1977) mit Solistin Valerie Fritz, außerdem Dmitri Schostakowitschs 1943 entstandene 8. Sinfonie – als Requiem für alle Opfer des Kriegs. Beim vierten Sinfoniekonzert (16.2.2027) erklingen neben Werken von Arnold Schönberg Richard Strauss’ sinfonische Dichtung „Tod und Verklärung“ und Alban Bergs Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“: „Das für mich ultimative Violinkonzert“, so de Ridder; Solistin ist Antje Weithaas.
Das fünfte Sinfoniekonzert (23.3.) steht unter einem nordischen Stern: mit den Midnight Sun Variations der zeitgenössischen finnischen Komponistin Outi Tarkiainen sowie Jean Sibelius’ Violinkonzert und Sinfonie Nr. 1; Dirigent ist Artem Lonhinov, Violinist Dmytro Udovychenko. „Schumann – Ein Frühling“ lautet das Motto für die Konzerte Nummer sechs und sieben. An zwei Abenden (13./14.4.) erklingen alle vier Sinfonien, jeweils abwechselnd dirigiert von André de Ridder und Izabelė Jankauskaitė.
Finale am 6. Juli
Beim Finale für den scheidenden Generalmusikdirektor am 6. Juli, dem achten und letzten Sinfoniekonzert, zieht Freiburgs Musikszene schließlich „alle Register“. Das Philharmonische Orchester, das Ensemble Recherche und das Freiburger Barockorchester wagen gemeinsam Neues mit einer Auftragskomposition der 1966 geborenen australischen Komponistin Liza Lim: „Living Waters, Vital Song“.
Für de Ridder wird damit „ein lang gehegter Plan und Traum“ Wirklichkeit, der Abend ist für ihn „ein Geschenk an die Musikstadt Freiburg“, zu dem darüber hinaus Gustav Mahlers gigantische 1. Sinfonie gehört.
Ausgewählte Stücke ergänzen die Saison
Ergänzt wird die Saison durch Kammerkonzerte, bei denen Musiker*innen des Philharmonischen Orchesters an Sonntagvormittagen in kleineren Gruppen ausgewählte Stücke präsentieren, und durch ein schwungvolles Neujahrskonzert mit Werken von George Gershwin sowie Songs von Cole Porter, Ella Fitzgerald und Nina Simone.
Große Leinwandmomente – ohne Leinwand,aber mit Klängen in 3D – verspricht das Filmmusikkonzert am 12. Mai 2027. Am 14. und 17. Juli folgen die Stummfilmkonzerte mit dem Schwarzweiß-Klassiker „Ausgerechnet Wolkenkratzer!“ Wieder mit im Repertoire sind die Konzerte in den Stadtteilen „Phil.On.Tour“, der Freiburg.Phil Club, die Liedkonzerte „Concert & Crémant“ sowie „Pinsa & Jazz“, die Kombi aus Live-Jazz-Acts und Pinsas in der Theaterbar.
Fanpost für den Freiburg.Phil Club
Als „aufgeschlossen und dankbar“ habe er das Freiburger Publikum erlebt, sagt de Ridder. Die neuen Formate seien dankbar angenommen worden, „für den Freiburg.Phil Club erhalte ich sogar regelmäßig Fanpost“.
Und das Orchester? Das ermuntere sich gegenseitig zu Höchstleistungen und wolle sich immer verbessern. „Eine Familie. Ein Orchester, das vom Wechsel zwischen Oper und Konzert, Graben und Konzerthaus immer wieder aufs Neue inspiriert ist.“