Neues Dach, neuer Boden
Sanierung der Gerhard-Graf-Halle liegt gut in der Zeit

Ein neues Dach hat sie schon, jetzt fehlen nur noch die PV-Module und der neue Boden: Die 36 Jahre alte Gerhard-Graf-Halle in der Friedrichstraße wird aktuell umfassend saniert.
Erst das Dach, dann der Boden
„Der Ablauf ist immer der gleiche: Erst ist das Dach undicht, dann geht der Boden kaputt“, sagte Ulrich Becht, der Leiter des städtischen Immobilienmanagements (IMF) zu Beginn des Presserundgangs. In derselben Reihenfolge müsse man daher auch sanieren: „Erst das Dach, dann der Boden.“
Wie komplex der aufgebaut ist, zeigt vor Ort IMF-Produktmanager Sebastian Hüttl. Nachdem der alte Boden bis zur Betonplatte entfernt wurde, kamen eine Schüttung, Dämmplatten und zuletzt ein Holzboden drauf. Jetzt fehlt noch der finale Belag, der in mehreren Schichten aufgetragen wird.
Boden und Dach gedämmt
Der mächtige Aufbau sorgt nicht nur für gelenkschonendes Federverhalten des Bodens, sondern dient auch als Dämmung zur Parkgarage, die sich unter der Sporthalle befindet. „Ein bisschen kühler im Sommer und ein bisschen wärmer im Winter“ könne es dadurch werden, erklärt Jürgen Mayer, der IMF-Projektleiter Hochbau.
Zumindest beim Pressetermin scheint das glaubhaft: Trotz glühender Hitze draußen ist es innen angenehm frisch. Das liegt auch am neu gedämmten und abgedichteten Dach, das im Anschluss auf der Besichtigungstour steht.
Beste Voraussetzungen für die PV-Anlage
Derzeit montiert eine Fachfirma die Halterungen für die 170 kw-Peak-Solaranlage. Das große, von der Umgebungsbebauung völlig unverschattete Dach bietet dafür beste Voraussetzungen.
Die Kombination aus baulicher und energetischer Sanierung nannte Baubürgermeister Martin Haag das „Standardprogramm, allerdings nicht in einer Standardhalle“. Denn die 1990 erbaute Gerhard-Graf-Halle ist nicht nur eine der größten, sondern auch eine der wichtigsten städtischen Sporthallen.
Arbeiten liegen vor dem Zeitplan
Für den Schulsport und als Heimspielstätte der HSG, dem höchstklassigen Frauen-Handball-Team Freiburgs, musste ein eng getakteter Bauzeitenplan her, um den Liga- und Schulbetrieb möglichst wenig zu stören. Nur drei Monate durfte die Bodensanierung dauern – direkt nach der letzten Abiprüfung am 20. Mai rückten die Bautrupps an, ab August sollen die Bälle hier wieder in Tore fliegen. Die Chancen, dass das gelingt, stehen gut, denn: „Aktuell liegen wir vor dem Zeitplan“, sagte Produktmanager Hüttl.
Dass die Stadt aktuell so viel Power in die Hallensanierung stecken kann, ist auch dem Hallenbündnis verschiedener Sportvereine sowie der Unterstützung des Gemeinderats zu verdanken, erklärte Bürgermeister Haag. „Hier sehen wir ein Ergebnis davon.“
Zähringer Jahnhalle wird als Nächstes saniert
Genau vor einem Jahr hatte die Stadt die Wentzinger-Sporthalle am Seepark auf Vordermann gebracht, auch hier waren Dach und Boden nach jahrzehntelanger Nutzung ein Fall für eine Rundumerneuerung. Als Nächstes ziehen die IMF-Fachleute dann zur Jahnhalle nach Zähringen weiter: Auch dort brauchen Dach und Boden ein Update. Zunächst müssen aber die Arbeiten am Innenstadtring beendet werden.