Pressemitteilung vom 8. Juli 2026
Freiburg kommt beim Thema Wohngeld weiter voran
- Vollständige Anträge beschleunigen die Bearbeitung massiv – am besten Anträge online stellen
Wer sich Sorgen macht, ob nach der Mietzahlung das Geld noch bis zum Monatsende reicht, mag ungeduldig werden, wenn der Wohngeldbescheid nicht so schnell kommt, wie erhofft. Das weiß auch das Team der Wohngeldstelle im Amt für Soziales. Die Kolleg*innen arbeiten seit der Gesetzesreform 2023 unter Hochdruck. Die gute Nachricht: Die Rückstände haben sich mehr als halbiert, die Zahl der offenen Anträge lag Anfang 2024 bei über 5.400, inzwischen sind es noch rund 2.400. Das mag immer noch nach viel klingen, zur Einordnung: Pro Monat kommen etwa 900 neue Anträge hinzu. Eine gewisse Zahl an offenen Fällen wird es also immer geben.
Sozialbürgermeister Roland Meder betont: „Dass wir die Zahlen der offenen Anträge halbieren konnten, ist eine gute Nachricht. Ich danke allen Mitarbeitenden der Wohngeldstelle ausdrücklich für ihren großen Einsatz. Wir wissen, wie wichtig Wohngeld für viele Menschen in unserer Stadt ist. Die aktuellen Fortschritte zeigen, dass wir weiterhin auf dem richtigen Weg sind.“
Antragsteller*innen können selbst Einfluss auf die Dauer der Bearbeitung nehmen. Ganz wichtig ist dabei, Anträge von Anfang an mit vollständigen Unterlagen einzureichen. Unerlässlich sind Mietvertrag und Mietanpassungsschreiben, Nachweise zum Einkommen der letzten drei Monate, hierzu zählen auch zum Beispiel aktuelle Bafög-, Renten- oder Elterngeldbescheide und Nachweise über Unterhaltszahlungen. Wer Unterstützung bei der Antragstellung benötigt, kann sich auch an eine der Beratungsstellen unter www.freiburg.de/sozialberatung wenden. Für vollständige Anträge beträgt die Bearbeitungszeit aktuell in der Regel vier bis sechs Wochen.
Außerdem gilt: Anträge am besten online unter www.freiburg.de/wohngeld einreichen, denn seit Oktober 2025 bereitet eine datenschutzkonforme KI-Anwendung die Unterlagen für die Entscheidung auf. Dazu gehören das automatische Sortieren und Anlegen einer Akte wie auch eine Analyse der fehlenden Unterlagen. Über den Fall entscheidet dann nach wie vor ein Sachbearbeiter.
Neben den neuen Anträgen hat das Team noch einige komplizierte Fälle aus den Vorjahren zu bewältigen, die weiterhin offen sind. Ziel der Wohngeldstelle ist, künftig alle Fälle mit geringeren Wartezeiten zu bearbeiten. Familien werden wegen der Leistungen für Bildung und Teilhabe, wie zum Beispiel der Kostenübernahme des Mittagessens in der Schule oder Kita, besonders berücksichtigt.
Der Bundestag hatte Ende 2022 eine Wohngeldreform beschlossen, die zum 1. Januar 2023 in Kraft trat. Seither sind deutlich mehr Menschen wohngeldberechtigt. Entsprechend stieg die Zahl der Anträge sprunghaft an. Seither wurde die Wohngeldstelle mit mehr Personal ausgestattet, Abläufe wurden optimiert und digitalisiert. Gleichzeitig bleiben Wohngeldanträge aufgrund bundesweiter Vorgaben aufwändig. Die Stadt Freiburg arbeitet intensiv daran, die Bearbeitungszeiten weiter zu verbessern.