Pressemitteilung vom 17. Juni 2026

Freiburg stellt Weichen für die Zukunft der Abfallwirtschaft

  • Remondis bleibt Gesellschafter der ASF
  • 21 Millionen Euro Einnahmen sollen in neue Schule am Tuniberg fließen
  • Keine Änderungen für Bürger*innen bei Müllabfuhr und Stadtreinigung

Die Stadt Freiburg hat das europaweite Ausschreibungsverfahren für die Zukunft der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung erfolgreich abgeschlossen. Neuer und zugleich bewährter Partner der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) wird erneut das Unternehmen REMONDIS. Das Unternehmen hält weiterhin 47 Prozent der Anteile an der ASF. Für Bürger*innen ändert sich dadurch nichts: Müllabfuhr und Stadtreinigung laufen auch künftig zuverlässig weiter. Die hohe Servicequalität sowie die sozialen und ökologischen Standards bleiben erhalten. Auch die rund 500 Arbeitsplätze der ASF sind damit langfristig gesichert.

Die Ausschreibung war notwendig geworden, um die Zusammenarbeit rechtssicher neu aufzustellen. Hintergrund sind europäische Wettbewerbsvorgaben für langfristige öffentliche Dienstleistungsverträge. Die Stadt Freiburg hatte die Anteile und einzelne abfallwirtschaftliche Leistungen deshalb europaweit ausgeschrieben.

Oberbürgermeister Martin Horn sagt: „Mit Remondis haben wir weiterhin einen starken und verlässlichen Partner an unserer Seite. Die Zusammenarbeit hat sich über viele Jahre bewährt. Gleichzeitig konnten wir das Verfahren rechtssicher, transparent und wirtschaftlich erfolgreich
abschließen. Besonders wichtig ist: Der Erlös aus dem Verfahren kommt direkt den Menschen in Freiburg zugute. Die 21 Millionen Euro fließen vollständig in die unsere neue Schule am Tuniberg – also in Bildung und die Zukunft unserer Stadt.“

Die neue Verbundschule am Tuniberg umfasst eine dreizügige Gemeinschaftsschule und ein dreizügiges Gymnasium für bis zu 1200 Schüler*innen. Geplant sind außerdem eine Mensa sowie eine große Sporthalle. Mit ihrem innovativen und flexiblen Konzept stärkt die Schule den Freiburger Westen und die Gemeinden am Tuniberg und schafft dringend benötigte Plätze an weiterführenden Schulen.

Umwelt- und Schulbürgermeisterin Christine Buchheit: „Für Freiburg ist das eine gute und langfristige Lösung. Wir sichern damit nicht nur die hohe Qualität der Abfallentsorgung und Stadtreinigung, sondern auch wichtige ökologische Standards und die Zukunftsfähigkeit der ASF. Die Bewerbung hat uns mit Konzepten insbesondere in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Innovation und Reduktion von Umweltbelastungen überzeugt. Remondis ist ein deutschland- und weltweit tätiges Unternehmen mit großer Expertise im Abfallsektor. Dieses Know-how kommt uns in Freiburg durch diese Öffentlich-Private Partnerschaft zugute.“

Thomas Conzendorf, Vorstand von Remondis: „Öffentlich-Private Partnerschaften bieten Kommunen zahlreiche Vorteile. Mit einem leistungsstarken privaten Partner an der Seite lassen sich die zentralen Aufgaben der Daseinsvorsorge gemeinsam effizient und nachhaltig gestalten. In Freiburg funktioniert das seit mehr als 20 Jahren sehr gut. Die ASF steht für eine moderne und leistungsfähige kommunale Abfallwirtschaft. Für uns ist sie vor allem ein Musterbeispiel dafür, wie mit Entschlossenheit und Offenheit die kommunale Daseinsvorsorge auf zukunftsfähige Beine gestellt werden kann. Wir sind stolz, ein Teil der Freiburger Erfolgsgeschichte zu sein und freuen uns über die Fortsetzung dieser langjährigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Als verlässlicher Partner wollen wir auch in Zukunft unsere Expertise einbringen, um die hohe Servicequalität für die Bürgerinnen und Bürger in Freiburg weiter auszubauen.“

Der neue Bewirtschaftungsvertrag startet zum 1. Januar 2027. Auch für die kommenden Jahre sind damit wichtige Leistungen und Kapazitäten gesichert.

Mit dem Abschluss des Verfahrens schafft die Stadt Freiburg damit langfristige Planungssicherheit – sowohl für die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung als auch für wichtige Zukunftsinvestitionen. Der Erlös aus der Ausschreibung fließt vollständig in die neue Verbundschule am Tuniberg und damit direkt in zusätzliche Bildungsangebote für den Freiburger Westen und die Region.

Veröffentlicht am 17. Juni 2026