Pressemitteilung vom 26. Mai 2026
Hohe Waldbrandgefahr (mindestens) bis zum Wochenende: Offenes Feuer und Rauchen im Wald sind verboten
- Wer einen Waldbrand bemerkt, soll unverzüglich die Feuerwehr (112) oder die Polizei (110) informieren
Für die kommenden Tage bis mindestens Samstag, 30. Mai, gilt für Freiburg die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe 4. Das geht aus der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes hervor, die weite Teile Baden-Württembergs, Bayerns und Ostdeutschlands im roten Bereich sieht (Quelle: Waldbrandgefahrenindex auf www.dwd.de).
Dank des besonnenen Verhaltens der Freiburger Bevölkerung sind bisher noch keine Vegetationsbrände entstanden. Damit das so bleibt, bitten das Forstamt und das Amt für Brand- und Katastrophenschutz alle Waldbesucherinnen und -besucher eindringlich um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit.
Rauchen und offenes Feuer
Rauchen und offenes Feuer sind im Wald und in einem Abstand von 100 Meter zum Wald außerhalb eingerichteter Grillstellen verboten (§ 41 Landeswaldgesetz). Beides stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann von Förstern, Polizei und Vollzugsdienst geahndet werden. Dafür können Verwarnungs- und Bußgelder erhoben werden. Waldbrandgefahr geht auch von achtlos aus dem Fenster geworfenen Zigarettenkippen aus.
Grill-Regelungen
Bei einem Waldbrandgefahrenindex von 4 wie derzeit werden im Stadtwald darüber hinaus Holzfeuer innerhalb der offiziellen Grillstellen verboten. Der Funkenflug kann bei aufkommendem Wind trockene Vegetation entzünden und einen Waldbrand verursachen. Innerhalb eingerichteter Grillstellen – und nur dort – ist dann nur das Grillen mit Grillkohle erlaubt. Glühende Kohle muss bis zum vollständigen Erlöschen beaufsichtigt bzw. vor dem Verlassen der Grillstelle mit Wasser gelöscht werden. Auf der Grundlage des Polizeigesetzes können Polizei und Vollzugsdienst bei einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit auch an den eingerichteten Grillstellen einschreiten.
Bei einem Waldbrand-Gefahrenindex von 5 (sehr hoch) wird im Freiburger Stadtwald auch das Grillen mit Holzkohle innerhalb der offiziellen Grillstellen untersagt. Eine solche Verschärfung der aktuell angespannten Lage prognostiziert der Deutsche Wetterdienst aber bislang nicht.
Grün- und Parkanlagen
In Grün- und Parkanlagen sind Feuermachen und Grillen derzeit wegen der Brandgefahr komplett verboten. Beides ist gemäß Polizeiverordnung und Parkanlagensatzung grundsätzlich nur auf zugelassenen Feuerstellen und in ausgewiesenen Grillzonen erlaubt - ab einem Waldbrand-Gefahrenindex von 4 (also zurzeit) im Stadtgebiet aber untersagt. Eine Missachtung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit Geldbußen geahndet werden.
Regeln für Autos
Waldbesuchende sollen Zufahrtswege in die Wälder nicht mit ihrem Fahrzeug blockieren. Pkw dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Sie sollen nicht auf trockenem Bodenbewuchs, laubbedeckten Flächen oder trockenem Gras stehen, da heiße Katalysatoren oder Auspuffteile die trockene Vegetation leicht entzünden können.
Hinweise der Feuerwehr Freiburg
Waldbrände sind meist von Menschen verursacht. Die strikte Einhaltung der Waldregeln hilft Brände zu verhindern. Zunehmend stellen aber Feuerwehr, Forst- und Umweltbehörden fest, dass Freizeitflächen in der Natur, auch im Wald, vermüllen. Dies erhöht die Brandlast und erschwert die Bekämpfung eines Brandes – in einer Zeit, da nach langer Trockenheit die Wasserressourcen ohnehin knapp sind.
Wer einen Waldbrand bemerkt, soll unverzüglich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die Polizei (110) informieren.
Nichts hilft besser, das Ausmaß eines Brandes einzuschränken, als die schnelle Information über den Brandherd und seine sofort eingeleitete Bekämpfung. Nur so lassen sich Gefahren für Natur und Mensch vermeiden.
Um die Feuerwehr gezielt zum Einsatzort zu führen, ist eine präzise Ortsbeschreibung wichtig. Zur Beschreibung bieten sich die Rettungspunkte des Forstamtes an, allgemein bekannte Parkplätze, Namen von Waldwegen und die Wegweiser von Wanderwegen oder Mountainbikestrecken.
Die Feuerwehr Freiburg befasst sich seit 2012 intensiv mit dem Thema Vegetationsbrände und hat mit dem Forstamt einen Einsatzplan abgestimmt. Große Unterstützung kam dabei vom Waldbrandexperten Prof. Johann
Georg Goldammer von der Universität Freiburg. In den vergangenen Jahren hat die Feuerwehr Freiburg viel in die waldbrandgemäße Ausbildung und Ausstattung investiert. Die Abteilungen Waltershofen und Kappel der Freiwilligen Feuerwehr sind als Sondereinheiten speziell trainiert.