Pressemitteilung vom 14. April 2026

Biotopverbundplanung Freiburg-Mitte startet: Infoveranstaltung am 28. April im Bürgerhaus Zähringen

  • Lebensräume vernetzen – biologische Vielfalt erhalten

Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit – weltweit aber auch in Deutschland. Mehr als die Hälfte der Lebensraumtypen befindet sich in einem schlechten Zustand. Dabei ist eine vielfältige Natur wichtig für funktionierende Ökosysteme und damit auch für die Menschen. Die Stadt Freiburg arbeitet deshalb mit ihrem Aktionsplan Biodiversität seit Jahren daran, Lebensräume besser zu vernetzen und die Biodiversität im Stadtgebiet zu stärken. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Herstellung eines funktionsfähigen Biotopverbunds.

Der Biotopverbund schafft ein verknüpftes System aus Lebensräumen.  Er ermöglicht Tieren und Pflanzen zu wandern und genetischen Austausch zwischen Populationen herzustellen. Ein funktionsfähiger Verbund fördert die Wiederbesiedlung von Lebensräumen nach lokalem Aussterben und stärkt die Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel. Zwei neu Biotopverbundpläne gibt es bereits, im Osten der Stadt (Schwarzwald) sowie im Westen (Tuniberg). Jetzt soll durch die Planung des letzten Teilgebiets Freiburg Mitte der Biotopverbund flächenhaft für Freiburg hergestellt werden.

Die Stadt Freiburg startet in diesem Jahr deshalb die Erarbeitung des Biotopverbundplans Freiburg-Mitte und lädt dazu am Dienstag, 28. April, 17 Uhr, zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ins Bürgerhaus Zähringen ein.

Bei der Informationsveranstaltung erläutern die Expert*innen des Umweltschutzamts der Stadt, warum die Biotopverbundplanung Freiburg-Mitte wichtig ist, welchen räumlichen Umgriff sie hat und wie das methodische Vorgehen aussieht. Vorgestellt werden konkrete Beispiele für Maßnahmen sowie Möglichkeiten zur finanziellen Förderung. Außerdem möchte die Stadt mit den Teilnehmenden der Veranstaltung ins Gespräch kommen und lokale Expertise zu Wertigkeiten von Einzelflächen, der Landnutzung auf den Flächen und möglichen Biotopverbund-Maßnahmen einbeziehen.

Eingeladen sind alle interessierten Bürger*innen, insbesondere Bewirtschafter*innen sowie Flurstückseigentümer*innen im Außenbereich, Beschäftigte aus Land- und Forstwirtschaft und Mitglieder der Naturschutzverbände.

Um den Biotopverbundplan zu erstellen, werden insbesondere Offenland-Flächen und vorhandene Wanderhindernisse analysiert, mit dem Ziel, diese ökologisch aufzuwerten oder Barrieren zu beseitigen. Darauf aufbauend entwickelt die Stadt Maßnahmenempfehlungen. Die Umsetzung ist freiwillig und kann finanziell gefördert werden.

Zu den Bausteinen eines wirksamen Verbunds gehören u.a. artenreiche, extensiv genutzte Wiesen und Weiden, blütenreiche Ackerlandschaften, strukturreiche Waldränder sowie Feuchtbiotope. Solche Maßnahmen stärken den Naturhaushalt und bringen zugleich Vorteile für die Menschen – vom besser regulierten Mikroklima über extensive landwirtschaftliche Nutzungen bis zu attraktiveren Landschaftsräumen für Erholung.

Veröffentlicht am 14. April 2026