Klimamobilitätsplan

Stand der Umsetzung

Straßenbaustelle mit zahlreichen Spaten für symbolischen Spatenstich
Baustelle für den Radschnellweg RS6 in der Nähe des Stadtgartens.

Der Klimamobilitätsplan wurde im Juli 2023 mit großer Mehrheit vom Gemeinderat beschlossen. Und obwohl bereits in der Erstellung viel Arbeit, Fachexpertise und Beteiligung steckte, war der Beschluss erst der Startschuss für die Umsetzung. 

Transparent für alle

Um transparent zu machen, welche Maßnahmen umgesetzt wurden, welche in Planung sind und wo es noch hakt, gibt es alle zwei Jahre eine Fortschrittsüberprüfung, auch Monitoring genannt. Im ersten Monitoring (6,216 MB) 2025 wurden die Jahre 2023 und 2024 untersucht. Von den 65 Maßnahmen des Klimamobilitätsplans liefen 40 weitgehend nach Plan, bei 18 bestand Nachsteuerungsbedarf und bei weiteren sieben war keine Bewertung möglich.

Auf gutem Weg in allen Bereichen

Mobilitätsinfrastruktur

Beispiel: Realisierung von vier Radschnellwegen

Grüne Fahne mit Fahrradicon und Schriftzug "Rad Schnellweg"
Ziel bis 2030 Vier Radschnellwege sollen Freiburg mit Waldkirch/Emmendingen (RS6), Bad Krozingen, Kirchzarten und Breisach verknüpfen. Bis 2030 sollen 50 Prozent der Strecke realisiert werden.
2023/2024 Geplant: Planung von rund 2 Kilometern Radschnellweg.
Umgesetzt: RS6 von Freiburg nach Waldkirch / Emmendingen (RS6): Entwurfsplanung für den 2,5 km langen Abschnitt A (Leopoldring – Hinterkirchstraße) weitgehend abgeschlossen
Aktuell Erster Bauabschnitt (Bernhardstraße - Starkenstraße):  Ausführungsplanung abgeschlossen, Bau im November 2025 begonnen
Angrenzende Bereiche (bis Leopoldring bzw. Jacobistraße): Ausarbeitung Ausführungsplanung
Angestrebte Fertigstellung des Abschnitts A in Neuburg und Herdern: Ende 2027.
Mehr Infos www.breisgau-y.de

Mobilitätsangebot

Beispiel: Neuausschreibung Fahrradvermietsystem (Frelo)

Hinterrad eines frelo-Fahrrads
Ziel bis 2030 Der Vertrag mit dem Betreiber des Fahrradvermietsystems Frelo endete Ende 2024. Ziel der Neuausschreibung war eine Ausweitung auf 130 Stationen im Stadtgebiet, eine regionalen Erweiterung sowie eine Vergrößerung der Flotte auf 800 bis 1000 Standardfrelos und 50 bis 100 Lastenfrelos sowie gegebenenfalls weiterer Fahrradmodelle.
2023/2024 Geplant: Vorbereitung Ausschreibung neues Fahrradmietsystem ab 01/2026
Umgesetzt: Der bestehende Vertrag mit der nextbike GmbH wurde zunächst bis Ende 2025 verlängert. Die neue Ausschreibung wurde von der Freiburger Verkehrs AG gemeinsam mit dem Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg, dem Regio-Verkehrsverbund Freiburg, der Stadt Freiburg sowie den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald durchgeführt.
Aktuell Im Februar 2025 erhielt erneut die nextbike GmbH den Zuschlag. Insgesamt beteiligten sich 19 Kommunen an der Ausschreibung, wodurch das Fahrradvermietsystem deutlich in die Region ausgeweitet wird. Die Flotte wurde ab 2026 auf rund 160 Stationen mit etwa 900 Standard-Frelos, 200 E-Frelos und 20 Lastenfrelos ausgeweitet.
Mehr Infos www.frelo.de

Regulierung der Kfz-Mobilität

Beispiel: Ausweitung der Bewohnerparkgebiete

Parkschild mit Hinweis "Bewohner mit Parkausweis"
Ziel bis 2030 Bis 2030 sollen 50 Prozent des öffentlichen Parkraums bewirtschaftet werden.
2023/2024 Geplant: Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf 15 Prozent des öffentlichen Parkraums
Umgesetzt: Von der rund 21,5 Quadratkilometer großen Gesamtfläche der Stadtbereiche der Kernstadt, die grundsätzlich für eine Parkraumbewirtschaftung mit Bewohnerparkregelungen in Frage kommen, waren Ende 2022 ca. 20,5 Prozent (4,4 km²) bewirtschaftet. Bis Ende 2024 stieg diese Fläche auf 5,2 km², was 24,2 Prozent der genannten Gesamtfläche entspricht. Hinzugekommen sind 2024 die Gebiete Oberau, Herdern, Neuburg und Beurbarung.
Aktuell Die Bewohnerparkgebiete werden fortlaufend ausgeweitet. Im Jahr 2025 wurde die Offenburger Straße als Bewohnerparkgebiet ausgewiesen. Zusätzlich gab es Erweiterungen in Brühl-Ost / Beurbarung sowie im Sternwaldquartier in der Wiehre. Damit steigt der Anteil der bewirtschafteten Fläche auf 5,9 km².
Mehr Infos www.freiburg.de/bewohnerparken

Stadtentwicklung und Raumordnung

Mobilitätskonzepte bei größeren Wohnbauvorhaben

Präsentationsfolie mit der Überschrift "städtbauliches Konzept"
Ziel bis 2030 Bei größeren Wohnneubaugebieten wie Kleineschholz und Dietenbach sollen verbindliche Mobilitätskonzepte den Kfz-Bestand reduzieren und umweltfreundliche Verkehrsmittel fördern. Der ruhende Kfz-Verkehr wird in zentralen Quartiersgaragen mit Ladeinfrastrukturen gebündelt. So werden öffentliche Verkehrsflächen für den Umweltverbund, Sharing-Angebote sowie Begrünungsmaßnahmen freigehalten.
2023/2024 Geplant: Planung verbindlicher Mobilitätskonzepte in Kleinescholz und Dietenbach
Umgesetzt: Für Kleineschholz und Dietenbach hat der Gemeinderat ambitionierte Mobilitätskonzepte beschlossen. Um klimafreundliche Mobilität zu ermöglichen und Straßenräume mit Aufenthaltsqualität zu schaffen, wurde der Stellplatzschlüssel reduziert und Alternativen zum privaten Autobesitz gefördert. Im Jahr 2024 hat sich die Stadt Freiburg erfolgreich um Mittel aus dem Förderprogramm „E-Zonen” des Landes beworben. So werden in Kleineschholz bei einem Modellprojekt die Ausstattung mit Ladeinfrastruktur gefördert und in Dietenbach eine Machbarkeitsstudie zur Ladeinfrastruktur erstellt.
Aktuell Geplant werden gerade für beide Quartiere zentrale Quartiersgaragen anstelle einzelner, privater Stellplätze. In Kleineschholz ist die Planung der Quartiersgarage bereits vorangeschritten: Der Baubeginn ist für 2027 geplant.
Mehr Infos www.freiburg.de/kleineschholz

Kommunikation

Beispiel: Schulische Mobilitätsmanagement

Kinder mit Schultüte auf einem Zebrastreifen
Ziel bis 2030 Das Land Baden-Württemberg unterstützt mit dem Programm „MOVERS – Aktiv zur Schule“ Schulen bei der Umsetzung eines schulischen Mobilitätsmanagements. Die Stadt Freiburg unterstützt die Schulen bei der Teilnahme.
2023/2024 Geplant: Freiburger Schulen nehmen am Landesprogramm „MOVERS – Aktiv zur Schule“ teil.
Umgesetzt: Die Beteiligung Freiburger Schulen am MOVERS-Programm ist weiter gestiegen. Im Jahr 2023 nahmen 35 Schulen am Schulradeln teil, 2024 36. Darüber hinaus beteiligten sich 2024 erstmals fünf Schulen am Format Schulwegprofis. MOVERS-Vor-Ort-Beratungen wurden bisher noch nicht in Anspruch genommen. 
Aktuell Die Beteiligung der Freiburger Schulen am MOVERS-Programm ist weiterhin gestiegen, 2025 haben 46 Schulen am Schulradeln teilgenommen. Ab März 2026 startet im Rahmen eines Pilotprojekts eine Schulstraße in Tiengen. So sollen sichere Schulwege entstehen.
Mehr Infos www.freiburg.de/sichereschulwege

Illustration Kleineschholz: Dietrich, Untertrifaller Architekten