Pressemitteilung vom 17. Februar 2026

Freiburg erhält erstmals eine Ramadan-Beleuchtung

  • Beleuchtung im Seepark vom 17. Februar bis 19. März
  • Gemeinschaftsaktion der Stadt mit vier muslimischen Gemeinden
  • OB Martin Horn: "Die Ramadan-Beleuchtung ist ein gelebtes Zeichen der Vielfalt unserer Stadt. Wir wollen muslimisches Leben sowie religiöse Bräuche und Feste sichtbarer machen und ihnen Wertschätzung entgegenbringen. Gleichzeitig setzen wir damit ein klares Zeichen für gegenseitigen Respekt und gegen Diskriminierung.“

In Freiburg wird es erstmals eine Ramadan-Beleuchtung im öffentlichen Raum geben. Während des Fastenmonats Ramadan wird im Seepark eine Beleuchtung zu sehen sein, die muslimisches Leben in Freiburg sichtbar macht und ein Zeichen für ein gutes Miteinander setzt. Die Idee wird gemeinsam mit vier großen Freiburger Moscheegemeinden umgesetzt. Diese sind: BBF - Bildungs- und Begegnungsverein Freiburg e.V., Freiburg DITIB Mevlana Moschee e.V., IGMG - Islamisches Zentrum Freiburg e.V. und IGBD - Gemeinde Freiburg e.V. Ziel ist es, die religiöse Vielfalt der Stadtgesellschaft zu verdeutlichen und die Bedeutung des Ramadans für viele Freiburgerinnen und Freiburger zu würdigen.

„In Freiburg leben viele Menschen muslimischen Glaubens – sie sind fester Bestandteil unserer Stadt. Die Ramadan-Beleuchtung ist ein gelebtes Zeichen der Vielfalt Freiburgs. Wir wollen muslimisches Leben sowie religiöse Bräuche und Feste sichtbarer machen und ihnen Wertschätzung entgegenbringen. Gleichzeitig setzen wir damit ein klares Zeichen für gegenseitigen Respekt und gegen Diskriminierung.“, sagt Oberbürgermeister Martin Horn.

„Als ein aktiver Bestandteil der lokalen Gemeinschaft setzen wir ein Zeichen für ein gemeinsames Miteinander. Mit der Ramadan-Beleuchtung möchten wir unsere Verbundenheit zur Gemeinde unterstreichen und einen konkreten Beitrag für Freiburg leisten. So wie der Monat Ramadan Muslime weltweit vereint, so soll auch unsere Ramadan-Beleuchtung Freiburg einen“, heißt es von den Pressesprechern der Gemeinden.

Lichtmotive und Gestaltung

Die Ramadan-Beleuchtung im Seepark besteht aus mehreren Elementen. Zentrales Motiv ist der Mond, der sich in vier aufeinanderfolgenden Lichtmotiven vom Halbmond zum Vollmond entwickelt und anschließend wieder abnimmt. Der Mond spielt im islamischen Kalender eine zentrale Rolle, da sich Beginn und Ende des Ramadans nach dem Mondzyklus richten.

Ergänzt wird die Installation durch zwei größere Leuchtschilder mit den Schriftzügen „Happy Ramadan“ sowie „Ramadan Mubarak“. Zudem informiert eine Infotafel über den Ramadan, seine religiöse Bedeutung und seine Hintergründe. Die Beleuchtung richtet sich damit nicht nur an muslimische Gläubige, sondern auch an alle Besucherinnen und Besucher des Seeparks.

Aufbau und die technische Organisation der liegt bei der Freiburg Wirtschaft Touristik & Messe GmbH (FWTM). Die Beleuchtung ist für den Zeitraum des Ramadans vorgesehen, Start der Beleuchtung ist der 17. Februar, der letzte Tag ist der 19. März, der letzte Tag des Ramadans.

Impuls durch die Jugendbeteiligung und den Runden Tisch

Die Ramadan-Beleuchtung im Seepark geht auch zurück auf eine Idee von Freiburger Jugendlichen. Im Rahmen des 8er-Rats, einem Schulkooperationsprojekt des Jugendbüros mit drei Freiburger Schulen, hatten Schüler*innen gegenüber der Stadtpolitik und Verwaltung den Wunsch geäußert, muslimisches Leben durch eine Ramadan-Beleuchtung in der Stadt sichtbarer zu machen. Der Wunsch vieler Jugendlichen war es, mit Freiburgerinnen und Freiburgern über ihren Glauben ins Gespräch zu kommen. Der Impuls ist bei der Stadtverwaltung auf offene Türen gestoßen. Denn interreligiöser Dialog und der Einsatz für mehr Toleranz und gegen Diskriminierung sind wesentliche Politikfelder der Freiburger Stadtspitze. Auch bei dem Runden Tisch der Stadtverwaltung mit muslimischen Gemeinden kam die Idee für eine Ramadan-Beleuchtung auf.

Interreligiöser Dialog

In Freiburg soll der Austausch zwischen den Religionen gezielt gefördert werden. Oberbürgermeister Martin Horn initiiert dafür verschiedene Formate, um Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt in der Stadtgesellschaft zu stärken. So hat OB Martin Horn etwa im November 2025 zum ersten interreligiösen Dialog im Freiburger Rathaus eingeladen.

Die Ramadan-Beleuchtung ist ein weiterer Baustein, um das gesellschaftliche Miteinander zu stärken und den Austausch zu fördern. Dieses Jahr sind noch weitere Aktionen geplant. So fallen 2026 das jüdische Pessach-Fest und das christliche Ostern zusammen. Die evangelische und katholische Kirche Freiburg planen gemeinsam mit der Israelitischen Gemeinde einen gegenseitigen Besuch von Gottesdiensten und Feiern am 1. und 2. April 2026. Die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernimmt Oberbürgermeister Horn.

„Gerade in Zeiten weltweiter Spannungen ist es wichtig, dass die Glaubensgemeinschaften im Dialog bleiben. Das ist ein wichtiger lokaler Baustein für gesellschaftlichen Zusammenhalt in Freiburg mit ihrer zum Glück so vielfältigen Stadtgesellschaft“, so Martin Horn.

Veröffentlicht am 17. Februar 2026