Pressemitteilung vom 29. Januar 2026

Besonderes Projekt für den Klimaschutz: Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Gymnasiums planen eine große PV-Anlage gemeinsam mit der Stadt

  • Impuls der Klima-AG der Schule - Petition als Auftakt für Zusammenarbeit mit der Stadt
  • PV-Anlage soll bis zu den Sommerferien ans Netz gehen
  • OB Martin Horn: "Dieses Projekt verdient große Anerkennung. Auch weil es um noch mehr geht als um Klimaschutz. Nämlich um Engagement, Mitbestimmung und Beteiligung - Themen, die so wichtig sind für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie."

Mit großem Engagement und fachlichem Interesse haben Schülerinnen und  Schüler des Friedrich-Gymnasiums in Freiburg den Anstoß für ein besonderes Photovoltaikprojekt gegeben. Gemeinsam mit der Stadt Freiburg entsteht auf dem Dach der Sporthalle eine neue Photovoltaikanlage, die noch vor den Sommerferien 2026 aufgebaut werden soll und rund ein Drittel des Strombedarfs der Schule decken soll. Die Initiative geht dabei von engagierten Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums aus. Sie haben die Stadt aufgefordert, eine leistungsstarke PV-Anlage auf das Dach zu bauen. Aus diesem Impuls ist ein besonderes Projekt gewachsen, bei dem das städtische Immobilienmanagement (IMF) und die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Anlage planen.

Bereits seit mehreren Jahren setzt sich die Klima-AG des Friedrich-Gymnasiums für eine leistungsfähigere Solaranlage auf der Sporthalle ein. Dafür wurde eine Petition ins Leben gerufen, fast 1500 Menschen haben sie unterschrieben, im Sommer 2025 wurde sie an Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn übergeben. Die Idee und der Einsatz der Klima-AG des Friedrich-Gymnasiums sind bei der Stadt auf offene Türen getroffen. Fachleute aus dem IMF haben den Ball aus der Schule aufgenommen und die Zusammenarbeit angestoßen.

"Wir wollen Klimaschutz wieder auf die Tagesordnung setzen und zeigen, dass jeder etwas bewirken kann", heißt es in einem Statement der Schülerinnen und Schüler aus der Klima-AG.

Oberbürgermeister Martin Horn: „Die Schülerinnen und Schüler zeigen eindrucksvoll, wie viel man bewegen kann, wenn man sich einsetzt. Gemeinsam schaffen wir hier etwas ganz Konkretes für den Klimaschutz. Dieses Projekt verdient Anerkennung, auch weil es um noch mehr geht, nämlich um Engagement, Mitbestimmung und Beteiligung – Themen, die so wichtig sind für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie. Dass die Klima-AG so eng mit unseren Fachleuten zusammenarbeitet, macht dieses Projekt wirklich außergewöhnlich.“

Freiburg verfolgt das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden und Photovoltaik konsequent auf geeigneten Dächern städtischer Gebäude auszubauen. Das Projekt an der Sporthalle passt genau zu dieser Strategie – und geht zugleich einen Schritt weiter.

Die Schülerinnen und Schüler sind nicht nur Ideengeber, sondern aktiv an der Umsetzung beteiligt. In regelmäßigen Treffen mit den Fachleuten der Stadt erhalten sie Einblicke in Planung, Technik und Abläufe eines solchen Bauvorhabens. So lernen sie, welche Anforderungen eine Photovoltaikanlage auf einem öffentlichen Gebäude erfüllen muss, und bringen eigene Überlegungen in den Planungsprozess ein. Doch es geht nicht darum, nur über die Schulter zu schauen. Im Gegenteil: Die Teilnehmenden der Klima-AG erledigen selbstständig Aufgaben innerhalb der Planung. So lernen sie ganz konkret, wie ein solches Projekt umgesetzt werden kann und tragen mit ihrem Engagement und Wissen ihren Teil zum Gelingen bei. Nach derzeitigem Stand der Planung könnte die Anlage rund 65 Kilowatt-Peak (kWp) liefern, damit könnte theoretisch ein Drittel des Stromverbrauchs der Schule gedeckt werden.

Rund 190.000 Euro kostet die Photovoltaikanlage auf der Sporthalle, die Mittel kommen von der Stadt. Die Anlage kann als Blaupause für weitere städtische Gebäude dienen. Die gewonnenen Erfahrungen sollen, wo möglich, auf ähnliche Projekte übertragen werden. Eine so enge Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern ist jedoch als Pilotprojekt angelegt und nicht in dieser Form auf alle Schulen übertragbar.

Für ihren Einsatz wurde die Klima-AG des Friedrich-Gymnasiums mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Freiburg für besonderes Bürgerengagement ausgezeichnet.

Langfristig verfolgt das Friedrich-Gymnasium das Ziel, weitere Dächer der Schule mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Perspektivisch könnte die Schule so einen Großteil ihres Strombedarfs selbst erzeugen.

Mehr Infos gibt es auf dem Blog des Projekts: fg-freiburg.de/fg/seiten/klimablog.php

Veröffentlicht am 29. Januar 2026