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Die fünf größten Parks

Geschichte der Freiburger Parks

Zur Zeit der Stadtgründung im Jahr 1120 waren keine Grünflächen vorgesehen. Der begrenzte Raum innerhalb der Stadtmauer wurde für Häuser, Straßen und Plätze gebraucht. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann die Stadt über ihre historischen Grenzen hinaus zu wachsen und die Stadtplanenden jener Zeit fanden auch Platz für Grünflächen und Parkanlagen.

Historisch bedingt liegen die ältesten öffentlichen Parkanlagen Freiburgs am Rande der Altstadt, nicht selten auf den Trümmern der vom französischen Baumeister Vauban errichteten Befestigungsanlagen, die vor dem Abzug der französischen Truppen im Jahr 1744 geschleift wurden. Auf den dadurch entstandenen Hügeln wurden zunächst Obstanlagen, später auch Reben angepflanzt.

Erste Parks ab dem 19. Jahrhundert

Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden auf diesen Flächen Parkanlagen, zum Beispiel der Colombipark, der Stadtgarten, die Hochallee bei der Universitätsmensa und der Wallgraben am Greiffeneggring (Schlossberg).

Zunächst entwickelte sich die Stadt nach Norden, wie es der Plan des damaligen Stadtbaumeisters vorsah. Die aufblühende Stadt verlangte aber nach mehr Wohn- und Gewerbeflächen. Die Entwicklung erfaßte auch den Westen und Süden der Stadt. Es entstanden weitere Parks wie der Stühlinger Kirchplatz vor der Herz-Jesu-Kirche im Stadtteil Stühlinger. An der Dreisam wurden die Uferbereiche gärtnerisch gestaltet und mit Baumreihen bepflanzt. Es entstand die Dreisamuferanlage (heute: Schreiberanlage).

Zu Beginn des 20. Jahrhundert bemühte sich insbesondere der damalige Oberbürgermeister Winterer um die Schaffung von Parkanlagen. In dieser Zeit wurde vor allem der Schlossberg mit einem ausgedehnten Wegesystem erschlossen und auf den Ruinen der ehemaligen Vauban`schen Festungsanlage zum Park umgestaltet. Es gibt nirgends einen schöneren Ausblick über die Stadt als vom Schlossberg aus. Es entstanden aber auch weitere schöne Parks wie der Möslepark mit seinem ausgedehnten, lichten Eichenbestand und die Grünanlage um den Waldsee, die wegen der bewirteten Uferterrasse und der schattigen Waldrandlage vor allem im Sommer viele Besucher*innen anlockt.

Neue Stadtteile mit neuen Grünflächen

Die großen Parkanlagen moderner Prägung entstanden aber erst mit der vehementen Ausdehnung der Stadt nach Westen. Ab den 60er- bis in die 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden große Siedlungsareale in den Stadtteilen Landwasser, Weingarten und Betzenhausen mit den damals typischen Wohnblöcken und Hochhäusern erschlossen. Es entstanden weitläufige Anlagen wie der Dietenbachpark, die Joseph-Brandel-Anlage und die Grünanlage um den Moosweiher am nord-westlichen Stadtrand. Am bekanntesten ist aber der Seepark, der aus der Landesgartenschau von 1986 entstanden ist. Viele Elemente der damaligen Gartenschau, wie der ganz aus Holz errichtete Aussichtsturm, die schwimmende Pontonbrücke oder der Rosengarten, sind heute noch Bestandteile des Parks. Auch die Ökostation mit ihren Gartenanlagen ist weit über die Grenzen Freiburgs hinaus bekannt.

In den 90er-Jahren wurden die Stadtgrenzen wieder zu eng und es wurden zwei neue Stadtteile errichtet, das Rieselfeld im Westen und der Stadtteil Vauban im Bereich der ehemaligen französischen Kaserne an der südlichen Gemarkungsgrenze. Auf der Grundlage moderner Bebauungspläne wurde eine intensive Durchgrünung mit Grünspangen und Grünkeilen vorgenommen, in die meist Spielplätze integriert sind. Aufgrund ihrer Vielfältigkeit in Struktur und Gestaltung stehen sie in ihrer Beliebtheit den etablierten Parks in nichts nach.

Kontakt

Garten- und Tiefbauamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg