Praktiziertes Flächenmanagement in der Region Freiburg

Nachhaltige Siedlungsentwicklung in Freiburg und der Region mit PFIF

Die Stadt Freiburg beteiligte sich als Verbundpartner am Forschungsvorhaben „Praktiziertes Flächenmanagement in der Region Freiburg“ (PFIF). Das Projekt wurde vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg im Rahmen des Forschungsprogramms „Baden-Württemberg Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung (BWPLUS)“ gefördert. Der Projektzeitraum war auf zwei Jahre (01.10.2008 - 30.09.2010) angelegt.

Unter der Leitung des Öko-Instituts e.V. arbeiteten die Stadt Freiburg, das Institut für Angewandte Forschung an der Hochschule Nürtingen-Geislingen und das Planungsbüro Baader Konzept GmbH als Verbundpartner. Darüber hinaus waren die Landkreise und Kommunen der Region Freiburg, der Regionalverband Südlicher Oberrhein, das Regierungspräsidium Freiburg sowie weitere regionale Akteure (z.B. Immobilienwirtschaft) in das Projekt eingebunden.

Mit der Anwendung innovativer Instrumente zur Steuerung der Siedlungsentwicklung und durch die Zusammenführung bisher nicht kooperierender Akteure im Handlungsfeld Flächenmanagement und Innenentwicklung soll ein konkreter Beitrag zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme in einer Wachstumsregion geleistet werden.

Die Hauptziele des Projektes:

  • Weiterentwicklung von qualitativen und methodischen Standards nachhaltiger Siedlungsentwicklung für die Bauleitplanung,
  • Anwendung und Erprobung von Umsetzungsinstrumenten des regionalen und kommunalen Flächenmanagements,
  • Verstetigung des bestehenden Dialogs und Ausweitung der bisherigen Kommunikationsstrukturen zum Flächenmanagement in der Region Freiburg,
  • Förderung des Bewusstseinswandels für die Notwendigkeit eines haushälterischen Umgangs mit Flächen und einer aktiven Innenentwicklung bei allen Akteuren.

Das vom Land geförderte Forschungsprojekt PFIF läuft nach zwei erfolgreichen Jahren aus

Regierungspräsidium Freiburg Gastgeber der Abschlussveranstaltung

Am 22.09.2010 fand im Regierungspräsidium Freiburg die Abschlussveranstaltung des Forschungsvorhabens PFIF (Praktiziertes Flächenmanagement in der Region Freiburg) statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung der Projektergebnisse.

Zu den etwa 50 Teilnehmern der Veranstaltung gehörten neben dem gastgebenden Regierungspräsidenten Julian Würtenberger, der Ministerialrat Stefan Gloger vom Umweltministerium Baden-Württemberg als Förderer des Projekts, Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon sowie weitere Bürgermeister und Repräsentanten der Region Freiburg.

www.baulueckenboerse.de geht online!

Die Stadt Freiburg und neun weitere Pilotkommunen aus der Region Freiburg eröffneten am 17. Februar 2010 das neue Internetportal.

Es muss nicht die grüne Wiese sein. Die neue Baulücken-Börse vermarktet freie Baugrundstücke in den Innenbereichen der Gemeinden in der Wohnungsmarktregion Freiburg. Das Angebot soll kontinuierlich erweitert werden. Allen Städten und Gemeinden der Region steht die kostenfreie Teilnahme an der Börse offen. Die bislang an der Börse vertretenen Kommunen sind zudem darum bemüht, weitere Flächen anzubieten. Dies können sowohl Privatgrundstücke also auch Bauflächen in kommunaler Hand sein.

Feierliche Unterzeichnung der 'Allianz zum Nachhaltigen Flächenmanagement'

Am 7. Dezember 2009 unterzeichneten neben Oberbürgermeister Salomon und Erstem Bürgermeister Neideck für die Stadt Freiburg die beiden Landräte, Verbandsdirektor Karlin vom Regionalverband Südlicher Oberrhein sowie weitere 13 Kommunen der Region Freiburg die "Allianz zum Nachhaltigen Flächenmanagement".

Die Allianz bildet ein freiwilliges Bündnis zwischen Städten und Gemeinden der Region mit dem Ziel, durch die Anwendung von Standards im Rahmen der Bauleitplanung eine zukunftsfähige, bedarfsorientierte und qualitätsvolle Siedlungsflächenentwicklung in der Region zu fördern und zu etablieren. Die Allianz steht unter der Schirmherrschaft des Regierungspräsidenten Julian Würtenberger.

Projektarbeit: Bausteine und Instrumente von PFIF

Standards der Siedlungsflächenentwicklung

  • Methodik zur Erfassung und Bemessung vorhandener Innenentwicklungspotenziale und deren Berücksichtigung im Rahmen der vorbereitenden und verbindlichen Bauleitplanung
  • Methodik zur Bilanzierung der Siedlungsflächenentwicklung (Monitoring) auf Grundlage der Indikatoren der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW)
  • Qualitativer Prüfkatalog für potenzielle Bauflächen (Berücksichtigung von städtebaulichen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten)

Umsetzungsinstrumente regionalen Flächenmanagements

  • Internetbasierte Bestandsflächenbörse (Baulückenbörse)
  • Regionaler Wohnbauflächenpool

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