Reichtum und Macht - Eisenzeit

Wie hat sich das Leben der Menschen in der Eisenzeit verändert und welche Geschichten erzählen ihre Hinterlassenschaften? Antworten geben international bedeutende archäologische Funde zur Eisenzeit in Südbaden.

Die Menschen, die von Griechen und Römern als „Kelten“ oder „Gallier“ bezeichnet wurden, hinterließen wahre Schätze: Herausragend ist die älteste Glasschale nördlich der Alpen, die als Grabbeigabe in Ihringen am Kaiserstuhl in die Erde gelangte – ein aus dem Orient importiertes Trinkgefäß, zur damaligen Zeit wertvoller als Gold.

Das Prunkgrab aus Kappel am Rhein ist als begehbare Kammer inszeniert. Die hier bestattete Person bekam von ihren Zeitgenossen eine fürstliche Ausstattung: Einen vierrädrigen Wagen, neun Trinkeimer aus Bronze sowie ein 1,10 Meter hohes Bronzegefäß. Die Prunkgräber zeigen sehr anschaulich, wie die Beherrschung des neuen Werkstoffes Eisen die damalige Welt veränderte.

Die Arbeitsteilung und die gesellschaftlichen Unterschiede verstärkten sich. Einzelnen gelang es, sehr reich zu werden. Befestigte Höhensiedlungen waren Ausdruck ihrer Macht und ihres Schutzbedürfnisses. In diesen regionalen Zentren entwickelte sich ein florierendes Kunsthandwerk mit charakteristischem Stil: Schmuck mit Pflanzen- und Maskenmotiven, Tierfiguren, Glasperlenketten und Gewandspangen mit Korallen- oder Glaseinlagen. Eine genaue Vorstellung der ersten stadtartigen Siedlungen veranschaulicht den Besucherinnen und Besuchern eine raumhohe Wandgrafik in der Ausstellung.

Dolch, frühes 6. Jh. v. Chr., Magdalenenberg, Foto: M. Schreiner
Stierköpfchen, 1. Jh. v. Chr., Altenburg-Rheinau, Foto: M. Schreiner
Trinkhorn, spätes 7. Jh. v. Chr., Kappel am Rhein, Foto: M. Schreiner
Goldschmuck, Beginn 5. Jh. v. Chr., Ihringen, Foto: M. Schreiner
Glasschale, Beginn 5. Jh. v. Chr., Ihringen, Foto: M. Schreiner
Detail Halsreifen, 4./3. Jh. v. Chr., Kehl-Bodersweiher, Foto: M. Schreiner
Werkzeuge, 1. Jh. v. Chr., Altenburg-Rheinau und Breisach-Hochstetten, Foto: M. Schreiner
Trinkgeschirr, spätes 7. Jh. v. Chr., Kappel am Rhein, Foto: M. Schreiner
Münzen, Ende 2. Jh. v. Chr., Kegelriß, Foto: M. Schreiner

Öffnungszeiten

Dienstag–Sonntag, 10–17 Uhr
Mittwoch, 10–19 Uhr

Eintrittspreise

5 Euro / erm. 3 Euro

Eintritt frei unter 27 Jahren oder mit dem Museums-PASS-Musées.

Kontakt

Archäologisches Museum Colombischlössle

Rotteckring 5
79098 Freiburg im Breisgau
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