Foto: Axel Killian

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Angelika Zinsmaier
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Kinder führen Kinder – Das Kulturlotsenteam

Die aktuelle Arbeit der Kulturlots_innen

Seit den Anfängen im Jahr 2012 sind die Kulturlots_innen des Jugendclubs Junges Arco aus dem Team nicht wegzudenken. Mit großem Engagement beteiligen sich die 11- bis 18-Jährigen an der Museumsarbeit. Sie übernehmen regelmäßig ehrenamtlich öffentliche Führungen für Kinder und Familien, die unter der Rubrik „Kinder führen Kinder“ fester Bestandteil des Programms geworden sind. Und bei Events wie der Museumsnacht oder bei Aktionstagen sind sie immer für das junge Publikum im Einsatz.

Mit Freude geben die Kulturlots_innen ihre Begeisterung für Archäologie weiter. Sie übernehmen Verantwortung für andere und erweitern damit ihre soziale Kompetenz. Die erste Generation schult und betreut inzwischen den Nachwuchs. Neuzugänge sind jederzeit willkommen.

Das Spektrum der Aufgaben wächst ständig: Bei der Entstehung und Konzeption der Ausstellung „Tales and Identities. Deine Entscheidung – Deine Geschichte“, die am 26. September 2018 eröffnet wurde, spielte das Kulturlotsenteam eine entscheidende Rolle. Die Gruppe war von Anfang an mit im Boot. Gemeinsam wurden ihre Wünsche und Ideen umgesetzt. Eine Menge Innovationskraft, Kreativität und wissenschaftliches Know-How wirkten hier zusammen. Sowohl bei der Konzeption als auch bei der Umsetzung hat das Museumsteam „Partizipation“ groß geschrieben. Die von jungen Menschen mitkonzipierte Ausstellung soll vor allem junge Menschen erreichen und begeistern.

Mit App in der Ausstellung
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Römisches Mädchen und Keltischer Junge @ Jomatan Alcina
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Mit App im Treppenhaus
Foto: Axel Killian

Die Geschichte des Projekts

Die Basis für die Arbeit der Kulturlots_innen wurde 2012 durch die Teilnahme am Projekt „Ein Kind an die Hand nehmen – Kulturlotsinnen und -lotsen für Kinder“ der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg gelegt. Das Projekt richtete sich gezielt an Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und aus einem bildungsfernen Umfeld. Ihnen sollte ein Zugang zum Museum eröffnet und dadurch die Teilhabe an kultureller Bildung ermöglicht werden.

Am 23. Februar 2016 feierte die Stiftung mit einer Veranstaltung in Stuttgart den Abschluss des Programms. Von 14 geförderten Projekten wurden drei Best-Practice-Beispiele – darunter „Von Kind zu Kind“ des Archäologischen Museums Colombischlössle – zu einer kleinen Podiumsdiskussion eingeladen. Die zu diesem Termin erschienene Publikation fasst die Ergebnisse der Evaluation aller teilnehmenden Projekte zusammen, wobei das Freiburger Beispiel an erster Stelle vorgestellt wurde.

Das Projekt im Archäologischen Museum Colombischlössle wurde vom 1. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2015 mit 60.000 Euro gefördert. Durch eine enge Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen wie Kinderhorten und Jugendzentren sowie dem Migrationsbeirat der Stadt Freiburg gelang es, während der Förderungsdauer die gewünschte Zielgruppe zu erreichen.

Ziel des Projekts von „Von Kind zu Kind“ war, durch die Vermittlung auf Augenhöhe für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher gesellschaftlicher und nationaler Herkunft das Museum als einen Raum der Begegnung zu öffnen. Ihnen sollte ermöglicht werden, gemeinsam in die Vergangenheit einzutauchen und dabei verbindende kulturelle Wurzeln zu entdecken. Sie konnten erleben, dass in Südbaden nicht erst heute, sondern auch in der Ur- und Frühgeschichte Menschen unterschiedlicher Glaubensvorstellungen und Nationalitäten wohnten und dass der gegenseitige Respekt eine wesentliche Grundlage des Zusammenlebens bildet.

Seit dem Ende der Förderung durch die Stiftung Kinderland wird das Projekt vom Museum in Zusammenarbeit mit dem Förderverein in leicht veränderter Form weitergeführt.

 
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