Aktuelle Ausstellungen

15.09.2022

Peter Dreher – Malen, um zu malen

16. September 2022 – 19. Februar 2023

Museum für Neue Kunst

Was passiert, wenn man das gleiche Motiv über einen Zeitraum von über 40 Jahren immer und immer wieder malt? Peter Dreher (1932-2020) ist insbesondere für seine Gläser-Bilder bekannt, denen er den Titel Tag um Tag guter Tag gab: Fast 5000 Mal malte er in den Jahren 1972 bis zu seinem Tod 2020 dasselbe schlichte Glas vor demselben Hintergrund in seinem Atelier. Das Malen selbst war es, das Dreher interessierte, das er befragte und diese Frage als Professor an der Außenstelle der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in Freiburg an viele junge Künstler_innen weitergab. 

25.07.2022

Typisch!? Freiburg und die Region in Fotos von Willy Pragher

23. Juli – 16. Oktober 2022

Augustinermuseum – Haus der Graphischen Sammlung

Am Münsterplatz gibt’s heiße Würste für 70 Pfennig, Studierende protestieren auf der Kaiser-Joseph-Straße, eine Schafherde grast vor der Stadthalle und der Schauinsland wird zur Autorennstrecke. Willy Praghers Schwarz-Weiß- und frühe Farbfotografien erzählen vom Leben der Nachkriegszeit bis in die 1980er Jahre. Der in Berlin geborene Pressefotograf machte Freiburg zu seiner Wahlheimat. Seine Bilder von Stadt und Region sind historisch aufschlussreich und überaus unterhaltsam.

23.08.2022

Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute!

25. Juni 2022 – 11. Juni 2023

Augustinermuseum

Was hat Freiburg, was haben wir mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Noch immer profitieren wir ökonomisch, politisch und kulturell von den Strukturen der Unterdrückung und Ausbeutung, die vor 1919 geschaffen wurden. Damals waren Menschen aller Bevölkerungsschichten von der Rassenideologie überzeugt. Ein Gefühl geistiger und kultureller Überlegenheit gegenüber anderen, insbesondere nichteuropäischen Menschen war weit verbreitet. Und heute? Welche Vorurteile und Verhaltensmuster wurden – unbewusst oder sogar bewusst – über Generationen hinweg weitergegeben? Wie äußern sie sich in unserem Alltag? Die Ausstellung arbeitet Freiburgs koloniale Verflechtungen auf und regt dazu an, das eigene Handeln zu hinterfragen.

14.07.2022

Handle with care – Sensible Objekte der Ethnologischen Sammlung

1. Juni 2022 – 22. Januar 2023

Museum Natur und Mensch

Koloniale Raubkunst und Provenienzforschung: Ethnologische Museen stehen in den letzten Jahren wie nie zuvor im Fokus einer kritischen Öffentlichkeit. Doch warum sind ihre Objekte so „sensibel“? Der Begriff umfasst viele Aspekte: Wie kamen die Exponate in die Sammlung? Wem gehörten sie ursprünglich? Was ist ihre kulturspezifische Bedeutung? Und wie gehen wir heute mit ihnen um? „Handle with care“ zeigt, welche ethischen und praktischen Fragen auch das Freiburger Museum Natur und Mensch beschäftigen und ergänzt damit die Ausstellung "Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute!" im Augustinermuseum.

15.09.2022

Someone Else. Die Fremdheit der Kinder

25. März – 9. Oktober 2022

Museum für Neue Kunst

Wir alle sind Kinder, jemandes Kind, ein Leben lang. Manche von uns sind selbst Eltern. Wir wachsen in unterschiedlichen familiären Konstellationen, kulturellen und sozialen Kontexten auf, die uns prägen. Wir gehören dazu, ob wir wollen oder nicht. Trotzdem sind wir alle grundsätzlich verschieden, das trennt uns und macht uns fremd – auch Kinder und Eltern, Liebende und Freunde. 

Vorschau

16.09.2022

Untergang und Aufbruch – Frühmittelalter am südlichen Oberrhein

Ab 6. Oktober 2022

Archäologisches Museum Colombischlössle

Wie die Zeit der Römer und Ritter aussah, können sich fast alle vorstellen. Aber was passierte in den rund 500 Jahren dazwischen in unserer Region? Der neue Ausstellungsraum im Colombischlössle präsentiert Erkenntnisse aus dieser spannenden Epoche. War es nur eine Zeit des Untergangs? 

Lange Zeit ging die Forschung davon aus, die Gesellschaft am südlichen Oberrhein wäre nach dem Ende des Weströmischen Reiches zusammengebrochen. Archäologische Funde wie kostbarer Schmuck, Schwerter von höchster Qualität und Importgüter aus fernen Ländern erzählen eine ganz andere Geschichte. Innerhalb von drei Jahrhunderten verändert sich das Leben der Menschen in vielen Bereichen: Auf den Anhöhen werden Plätze befestigt und ausgebaut, in der Ebene entwickeln sich Höfe und Dörfer. In ihrer Nähe wachsen aus kleinen Friedhöfen über Generationen hinweg große Gräberfelder mit mehreren hundert Bestattungen.
 
Die Ausstellung Untergang und Aufbruch bietet die Gelegenheit, den Übergang in ein neues Zeitalter in den Blick zu nehmen!

31.08.2022

Phänomen Großmann trifft auf künstlerische Fotografie

28. Oktober 2022 – 19. Februar 2023

Museum für Neue Kunst

Neue Medien verändern unser Sehen. Der Freiburger Maler und Zeichner Rudolf Großmann (1882–1941) lebte in einer Zeit, in der sich die Fotografie als Massenmedium durchzusetzen begann. Wie beeinflusste sie seine Wahrnehmung und wie stark kommt dies in seinen Grafiken zum Ausdruck? Welche Wechselwirkungen entstanden? Die Ausstellung nimmt dabei auch die Gegenwart in den Blick und lässt Großmanns Zeichnungen in Dialog mit aktuellen fotografischen Ausdrucksformen aus der Kunststiftung DZ BANK treten.

11.01.2022

Kammerspiel: Die Sammlung Gabriele Rauschning

26. November 2022 – 14. Mai 2023

Haus der Graphischen Sammlung – eine Ausstellung des Museums für Neue Kunst

Was bedeutet es, Kunst zu besitzen? Wie lebt man mit ihr? Und wie verändert sich der eigene Blick auf die Kunst im Laufe des Lebens? Die Hamburgerin Gabriele Rauschning trug über viele Jahre eine umfangreiche Grafiksammlung zusammen – vom Impressionismus über die Klassische Moderne bis hin zur Gegenwartskunst. Rund 150 Werke vermachte sie dem Museum für Neue Kunst und dem Augustinermuseum. Erstmals zeigt das Haus der Graphischen Sammlung nun das lebendige Neben- und Miteinander unterschiedlicher Arbeiten, unter anderem von Gerhard Altenbourg, Lovis Corinth, Erich Heckel, Käthe Kollwitz, Max Pechstein, Malte Spohr und Hana Usui.