30. Juni – 30. September 2018

Japanische Holzschnitte aus der Sammlung Ernst Grosse

Eine Ausstellung der Ethnologischen Sammlung des Museums Natur und Mensch im

Haus der Graphischen Sammlung

Geishas und Schauspieler, lyrische Landschaften und phantastische Szenerien: Eine heitere und doch vergängliche Welt entfaltet sich auf kostbaren japanischen Holzschnitten. Vor etwa hundert Jahren gelangte dieser besondere Schatz in die Ethnologische Sammlung, jetzt ist er erstmals umfassend zu sehen. Unter den rund 60 Arbeiten sind erlesene Werke von Hokusai und Hiroshige, aber auch rare Bildnisse schöner Frauen aus dem 18. Jahrhundert.

Dass die Graphiken von höchster Qualität ihren Weg in die Freiburger Museen fanden, ist dem Ethnologen Ernst Grosse zu verdanken. Er lehrte an der hiesigen Universität, wirkte am ehemaligen Museum für Natur- und Völkerkunde mit und wurde später Direktor der Städtischen Kunstsammlungen. Durch gute Verbindungen zu dem in Paris ansässigen japanischen Kunsthändler Tadamasa Hayashi konnte er eine außergewöhnliche Sammlung aufbauen. Sie war auch Inspirationsquelle für den Künstler Julius Bissier, mit dem Grosse eine enge Freundschaft verband. Seine Werke sind in der Ausstellungshalle des Augustinermuseums zu sehen.

Kuratiert wird die Ausstellung von dem Ostasien-Spezialisten Hans Bjarne Thomsen aus Zürich, der die zum größten Teil noch nie gezeigten Drucke neu bewertet und interpretiert.


Utagawa Kunisada, Dancing in the Bizenya from Furuichi in Ise (Ise Furuichi Bizenya odori no zu) © Städtische Museen Freiburg - Museum Natur und Mensch. Foto: Axel Killian

 
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