Jahresbilanz 2025

Besucher*innenrekord auf dem Mundenhof

Vier kleine Zackelschafbabys grasen auf der Weide. Dahinter stehen ein männliches, dunkles und ein ein weibliches, helles Zackelschaf.
Vier kleine Zackelschafbabys gibt es auf dem Mundenhof. Sie sind nicht die einzigen Neuzugänge.

Zum vierten Mal in Folge knackt der Mundenhof den Rekord: Mehr als 570.000 Menschen besuchten 2025 den Tier- und Naturerlebnispark. Nicht nur die Besucher*innenzahl wächst, auch die tierischen Bewohner*innen haben sich vermehrt. Bei der Jahresbilanz gibt es aber nicht nur positive Meldungen. Mit Einbrüchen, Diebstahl und Brandstiftung musste der Mundenhof auch einige Rückschläge meistern.

Seit 2013 hat sich die Besucher*innenzahl fast verdoppelt. Darüber freut sich auch Bürgermeisterin Christine Buchheit. Sie betont aber, dass der Mundenhof sich auch weiterentwickeln müsse. Veränderungen gibt es bereits in der Hofverwaltung: Seit Mai 2025 ist Hannah Stark neue KonTiKi-Leiterin und seit April 2025 kümmert sich Melinda Schlegel um die Tiergehege.

Das ist ein riesiger Erfolg und eine große Auszeichnung für die tolle Arbeit, die am Mundenhof jeden Tag geleistet wird.

Christine Buchheit, Bürgermeisterin

Eine Menge Störche und weiterer Nachwuchs

Wie gewohnt haben es sich auch die Störche wieder auf dem Mundenhof bequem gemacht. Vor lauter Nestern sieht man kaum die Dächer der Gebäude. Neben den Vögeln freute sich der Mundenhof im letzten Jahr über 76 neue Tiere, die das Licht der Welt erblickten. Nachwuchs gab es unter anderem bei den Erdmännchen, Straußen, Kamerunschafen und Javaneraffen.

Auf dem Mundenhof haben die Tiere eine besonders enge Beziehung zu den Mitarbeitenden. Tode und Verluste sind daher mit vielen Emotionen verbunden. Besonders schmerzlich war der Verlust von Zabrina, der Mutter einer Kamerunschafs, die eingeschläfert werden musste. Bei den Straußen gab es einen weiteren traurigen Abschied: Henne Kia verstarb nach mehreren schweren Krankheiten. Auch der Verlust von älteren Tieren wie einer Bisonkuh, einer Wollschweinsau und einem Wasserbüffelbullen trübte die Stimmung.

Dennoch konnte der Mundenhof seinen Tierbestand durch Tierkäufe und Schenkungen aufstocken. So kamen zwei Zackelschafe, zwei Kaschmirziegen und auch ein paar Pfauen neu nach Freiburg. Außerdem wurden ein Wasserbüffelbulle und ein Heidschnuckenbock zu Züchtungszwecken angeschafft. Seit gut zwei Wochen lebt auch Lamahengst Ulrich auf dem Mudenhof. Benannt ist er übrigens nach dem ehemaligen Ersten Bürgermeister Ulrich von Kirchbach. Die Patenschaft war ein Geschenk seiner einstigen Kollegin Bürgermeisterin Buchheit.

Ein Stall für die Nandus, ein Picknickhäuschen für die Gäste

Die größte bauliche Neuerung bei den Tieren war im vergangenen Jahr der brandneue Nandustall. Die großen Laufvögel können dort getrennt von Lamas und Heidschnucken, die auf der Koppel nebenan leben, untergebracht werden. Sie erhalten dort ungestört ihr Futter und müssen nicht mit den Vierbeinern konkurrieren. Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Stall soll ihnen ein artgerechtes, ungestörtes und geschütztes Brüten ermöglichen.

Für die Besucher*innen gibt es auch etwas Neues: Aus dem alten Kamerunschafstall wurde ein Picknickhäuschen gezimmert, in dem sie auch bei Regen eine kleine Pause machen können.

Aktuell entsteht in der Nähe der Hofwirtschaft der Zukunftsgarten. Hier sollen Schulklassen und Gruppen klimagerechtes Gärtnern erleben und erlernen können. Bislang wurde ein Recyclingbeet eingesetzt, ein Fahrradstellplatz gebaut und ein Folientunnel für Jungpflanzen gesetzt.

KonTiKi-Programm weiter beliebt

Das umweltpädagogische Aushängeschild des Mundenhofs, das KonTiKi-Programm (Kontakt-Tier-Kind), erfreute sich 2025 unveränderter Beliebtheit. Zu den KonTiKi-Nachmittagen kamen etwas mehr Kinder als im vergangenen Jahr und auch das Angebot für Schulklassen wurde unverändert gut angenommen. Insgesamt kamen 62 Gruppen mit über 1000 Kindern und Jugendlichen.

Abschied nehmen musste der Mundenhof von Alpaka-Urgestein Moni. Dafür kamen zwei Hausesel und drei Alpaka-Stuten neu zur Herde hinzu.

Das KonTiKi-Programm wird auch 2026 in gewohnter Weise fortgeführt. Informationen zum aktuellen Angebot gibt es unter www.freiburg.de/kontiki.

Geklaute Eier und weitere Rückschläge

So erfreulich die Besucher*innenzahlen auch sind, bringen sie auch Herausforderungen mit sich. Seit Jahren kommt es immer wieder zu Vandalismus, Brandstiftung und anderen Dummheiten. Die Gesamtzahl der Schäden liegt in manchen Jahren deutlich im fünfstelligen Euro-Bereich; nicht zu beziffern ist das Ausmaß der Verunsicherung für Menschen und Tiere, aber auch der Frust des Hofpersonals, das viel Aufwand und Arbeitszeit investieren muss, um die Schäden zu beseitigen.

Jüngst wurde das Fütterungsverbot missachtet, was zu Krankheiten bei den Tieren geführt hat. Zudem erlitten die Pfauen und Nandus tragische Verluste durch Raubtiere und menschliche Diebstähle. Insgesamt wurden 16 Nandu-Eier entwendet, in der neuen Werkstatt wurden in einer Nacht mehrere Geräte gestohlen und im Dezember kam es zu einem Brand im Eingangsbereich, der viel Zeit und Ressourcen erforderte.

Die Leiterinnen Susanne Eckert und Birte Boxler heben hervor, dass alle Fälle von Vandalismus, Brandstiftung und Einbrüchen konsequent zur Anzeige gebracht werden: "Neben dem finanziellen Schaden durch solche Handlungen sind es vor allem die Folgeerscheinungen, die uns langfristig beschäftigen."

Das sind Kapazitäten, die uns dann an anderer Stelle fehlen und die wir viel lieber in ein schönes Aufenthaltserlebnis für Besuchende, weitere pädagogische Angebote für Kinder oder auch betreuungsintensive Gebäudeumbauten investieren würden.

Susanne Eckert, Mundenhof-Leiterin

Trotzdem soll der Mundenhof öffentlich zugänglich und kostenlos bleiben. Aktuell wird über ein verändertes Sicherheitskonzept nachgedacht.

Was ist 2026 geplant?

Für das Jahr 2026 hat der Mundenhof erneut ein vielfältiges Programm geplant, das die Besucherinnen und Besucher begeistern wird. Neben den etablierten Festen wird am Sonntag, 10. Mai, der „Markt für Morgen“ stattfinden – ein großes Fest der Bildung für nachhaltige Entwicklung, das zahlreiche Mitmach-Aktionen und Aussteller aus den Bereichen Klimaschutz, Artenvielfalt und soziale Gerechtigkeit vereinen wird.

Zudem freut sich der Mundenhof bereits auf den inklusiven Kinder-Kunst-Workshop der „Gemischten Tüte“ am 21. Juni, der Kindern einen kreativen Zugang zur Drucktechnik mit Naturmaterialien und Licht ermöglicht.

Baulich wird aktuell der Umbau der Alten Schmiede zur „Zukunftsschmiede“ als Lernraum weiter vorangetrieben, um den stark nachgefragten pädagogischen Angeboten des Mundenhofs zusätzlichen Raum zu bieten.

Weitere Infos zum Mundenhof gibt es auf www.freiburg.de/mundenhof.

Veröffentlicht am 16. April 2026