Handelsverband Südbaden e.V.

Beitrag der Institution zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt Freiburg und zu den Freiburger Nachhaltigkeitszielen

Der Klimawandel, die begrenzte Verfügbarkeit fossiler Energieträger und natürlicher Ressourcen sowie die Ernährung einer immer weiter wachsenden Weltbevölkerung - das sind die größten Herausforderungen unserer Zeit. Wir alle sitzen in einem Boot, wenn es darum geht, die Lebensgrundlagen für heutige und kommende Generationen zu verbessern und zu bewahren. Die Unternehmen im deutschen Einzelhandel nehmen ihren Teil der Verantwortung an und engagieren sich auf vielerlei Weise für eine nachhaltige Gesellschaft.

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An der Schnittstelle zwischen Herstellern und Verbrauchern trägt der Handel wesentlich zur Verfügbarkeit eines nachhaltigen Produktangebots für breite Einkommensschichten bei. Wie kaum eine andere Branche kann der Einzelhandel deshalb Nachhaltigkeitstrends setzen und durch sein eigenes Engagement mit gutem Beispiel vorangehen. Nachhaltigkeit hat sich außerdem zu einem echten Wettbewerbsvorteil entwickelt, denn eine wachsende Zahl von Verbrauchern legt großen Wert darauf, sozial und ökologisch verantwortlich zu konsumieren. Sichtbar wird das beispielsweise an den seit Jahren steigenden Umsätzen mit Bio- und Fair-Trade-Waren. So wurden im vergangenen Jahr 2013 in Deutschland 784 Millionen Euro für Waren ausgegeben, deren Anbieter besonderen Wert auf gerechte Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern legen. Im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 21 Prozent.

Die Umsetzung weltweit fairer Arbeitsbedingungen beginnt am Standort Deutschland und führt bis in ferne Produktionsländer. Alle Zulieferer weltweit sollen langfristig unterstützt und kontrolliert werden, damit die Integration von Sozialstandards entlang der Lieferkette garantiert werden kann. Dafür engagieren sich viele Einzelhandelsunternehmen in Deutschland in der Business Social Compliance Initiative (BSCI) und entwickeln zusätzlich eigene verbindliche Richtlinien.

Zu den großen Herausforderungen gehören darüber hinaus der Klimawandel und die Endlichkeit fossiler Ressourcen. Hier setzt sich der Einzelhandel für eine maßvolle Ressourcennutzung, die Steigerung der Ressourceneffizienz, die Senkung der Verbräuche sowie die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien ein. Die Händler haben so bereits Effizienzsteigerungen von fünf bis sieben Prozent erreicht. Das entspricht Einsparungen im Umfang von bis zu zwei TWh jährlich. Dabei ist die Branche im europäischen Vergleich Vorreiter im Bereich des Klima- und Umweltschutzes. Die Branche hat sich das Ziel gesetzt, dass alle Bereiche nachhaltig vom Erfolg des Einzelhandels profitieren – Mensch, Umwelt und Gesellschaft.

Der Einzelhandel übernimmt aber auch Verantwortung für einen ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Vertrieb der Produkte. Durch die ständige Optimierung bspw. von Verpackungen können wertvolle Rohstoffe eingespart und Abfall bereits vor seiner Entstehung vermieden werden. Darüber hinaus nehmen zahlreiche Händler freiwillig Produkte von ihren Kunden zurück (z. B. Elektroaltgeräte) und führen diese einem hochwertigen Recycling zu.

Mit über drei Millionen Mitarbeitern und etwa 400.000 Unternehmen in Deutschland übernimmt der Handel eine große Verantwortung für Mensch, Umwelt und Gesellschaft. Die aktuellen Herausforderungen machen einen langfristigen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft notwendig. Dieser kann nur zusammen und im Schulterschluss mit Verbrauchern, Herstellern und der Politik erreicht werden.



Zuordnung zu den Politikfeldern und den Nachhaltigkeitszielen


Beispielhafte Projekte der Institution

  • Entlang der Lieferkette: Handelswege verantwortungsvoll gestalten
    (pdf herunterladen (18,578 MB))
  • Der Einzelhandel als Vorreiter eines modernen Energieeffizienzmanagements
    (pdf herunterladen (5,756 MB))

Handelsverband Südbaden e.V.