Energieeffizienz-Offensive für Blockheizkraftwerke in Freiburg

Aktuelles:

Städtische Fachseminare und BHKW-Solarstrom-Solarwärme-Sonderschau auf der GETEC (17.-19.2.2017)
 

In diesem Jahr bietet die Stadt Freiburg eine thematisch erweiterte Sonderfläche „BHKW – Solarstrom – Solarwärme“ an, die ganz im Zeichen der Eigenversorgung mit Strom und Wärme steht.

Blockheizkraftwerke (BHKW) – die Strom erzeugenden Heizungen – bieten eine effizientere, kostengünstigere Alternative zu Heizkesseln, die nur Wärme liefern. Photovoltaik (PV) – als erneuerbare Energie – liefert Sonnenstrom vom eigenen Dach und stellt eine sichere Investition dar. Solarthermie – ebenfalls eine erneuerbare Energie – bietet die Möglichkeit der Eigenversorgung mit Solarwärme. Alle drei Technologien haben den Bonus, dass sie die Umwelt entlasten, den Charme dezentraler Lösungen mit Eigenversorgung bieten und ihre Nutzer unabhängiger von Strom- und Wärmepreisen machen.

Die Sonderschau bietet Informationen zur technischen, organisatorischen und finanziellen Umsetzung, zu Förderangeboten, Informationsportalen und Best-Practice-Beispielen. Exponate wie Mini-BHWs, PV-Module, Solarkollektoren und Speicher lassen die Technologien begreifbar werden.

Außerdem wird das Pilotprojekt „Solarinitiative Emmendinger Straße“ - eine Kombination aus Solarwärme und Mini-BHKW – vorgestellt. Ebenso die „Photovoltaik-Kampagne der Stadt Freiburg“. Ein Expertenteam steht am Messestand für Fragen zur Verfügung. Fachseminare und geführte Messerundgänge zu allen drei Themen runden das Angebot ab.

·         Fachseminar Solarwärme, 17.02.2017, 13.00 Uhr
·         Fachseminar Solarstrom, 18.02.2017, 11.00 Uhr
·         Fachseminar BHKW, 18.02.2017, 15.00 Uhr

Die Sonderschau befindet sich in der Halle 3, Stand-Nr. 3.2.55 der Gebäude.Energie.Technik Messe Freiburg.


Seit 1. April 2015 sind gratis BHKW-Vor-Ort-Checks über das städtische Förderprogramm "Energiebewusst Sanieren" abrufbar.
Für Gebäudeeigentümer und WEG-Mitglieder gibt es die Möglichkeit, ihr Gebäude auf die grundsätzliche Eignung für die Installation eines BHKW kostenlos untersuchen zu lassen. Die Eigentümer erhalten nach einer Begehung durch einen BHKW-Experten ein Protokoll mit Empfehlungen für die nächsten Schritte. Der Zuschuss durch die Stadt Freiburg beträgt 250 € pro Vor-Ort-Check. Weitere Infos unter: www.freiburg.de/waermeschutz


Stadtteilprojekt "Kraftwerk Wiehre. Strom und Wärme vor Ort"

Umweltausschuss-Drucksache UA-15/007 (106,8 KB)

Foto: Projektteam Kraftwerk Wiehre


Hintergründe zum am 31.12.2014 abgeschlossenen Projekt „Kraftwerk Wiehre“:
BHKWs sind bewährte, besonders effiziente Heizungen, die aus dem eingesetzten Brennstoff (meist Erdgas) neben Wärme für Heizung und Warmwasser gleichzeitig auch Strom erzeugen. Das bringt bis zu 30% Kostenersparnis und reduziert die CO2-Emissionen um bis zu 65%. Außerdem ergänzen BHKWs optimal fluktuierende Energieformen wie Solar- und Windstrom durch gute und schnelle Regelbarkeit der Stromproduktion. Vor allem wegen der gründerzeitlichen Mehrfamilienhausbebauung, dem relativ hohen Anteil denkmalgeschützter Gebäude und der damit verbundenen Restriktionen bei der energetischen Gebäudesanierung sowie dem Fehlen von Fernwärmenetzen wurde die Wiehre im Rahmen dieses Pilotprojektes besonders fokusiert.

Zielgruppe des Projekts waren u.a. Gebäudeeigentümer, Eigentümer-Gemeinschaften und Verwalter. Die Stadt hatte dazu finanzielle Unterstützung auf dem Weg zum eigenen BHKW über ein Förderprogramm angeboten.

Den ökonomischen und ökologischen Vorteilen von BHKWs stehen relativ komplexe Anforderungen bei der organisatorischen/rechtlichen Umsetzung gegenüber. Darüber hinaus besteht ein genereller Informationsmangel bei Gebäude- und Wohnungsbesitzern. Insgesamt wird dadurch die breite Erschließung des wirtschaftlichen Potenzials von BHKWs derzeit erschwert.
 
Um diese Hemmnisse zu adressieren wurde über das Projekt zunächst ein dreistufiges Förderangebot für Gebäudebesitzer bereitgestellt, das aus den aufeinander aufbauenden Instrumenten Vor-Ort-Checks (VOC als niederschwellige Einstiegsberatung), Förderung von Energiekonzepten (detaillierte ökonomische und ökologische Untersuchung) und Förderung von Modellprojekten (Förderung von Mehrkosten für Planung und rechtliche Beratung) bestand. Dieses Förderprogramm wurde ergänzt durch Informations- und Beratungsangebote wie z.B. zielgruppenspezifische Informationsveranstaltungen und BHKW-Führungen. Informationsbroschüren und eine Web-Präsenz rundeten das Angebot ab.

Das Projekt hatte Vorbildcharakter für ähnliche Aktivitäten in anderen Stadtteilen, daher ist eine Weiterführung einer stadtweiten BHKW-Kampagne grundsätzlich geplant. Im Laufe des Jahres 2015 (EWärme G Novelle per 01.07.2015) und zum 01.01.2016 (KWK-G Novelle) haben sich gesetzliche Änderungen für den Einsatz von BHKWs auf Bundes- und Landesebene ergeben, die es zu berücksichtigen gilt. Neuigkeiten zum weiteren Vorgehen in Sachen BHKW in Freiburg werden u.a. hier veröffentlicht werden.

Bis dahin können sich Interessierte, Gebäudeeigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften und deren Vertreter rund um das Thema BHKW hier informieren:
www.bhkw-jetzt.de
U.a. werden dort ökonomische u. ökologische Vorteile eines BHKW dargestellt, die Organisation der BHKW-Eigenstromversorgung in der eigenen Immobilie erläutert und Projektportraits mit Beispielen bestehender Anlagen bereitgestellt.

Hier gelangen Sie zur BHKW-Expertenliste (32,7 KB).

Kontakt

Bei allgemeinen Fragen zum Projekt kontaktieren Sie bitte:

Stadt Freiburg, Umweltschutzamt Energiefachstelle
Herr Kraft
Talstr. 4
79102 Freiburg
Tel. 0761 / 201-6144
e-mail:Rouven.Kraft@stadt.freiburg.de
Mo.-Fr. (außer Mittwoch) 8.00-14.30 Uhr

Bei Fragen zu den Fördermöglichkeiten wenden Sie sich bitte an unsere Hotline:

fesa e.V.
Gerberau 5
79098 Freiburg
Tel. 0761-767-1644
kww@fesa.de