Bauleitplanung

Das räumliche Planungsinstrument der Stadtentwicklung ist der Flächennutzungsplan (FNP) 2020. Er stellt die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung der Stadt Freiburg dar. Der Flächennutzungsplan ist ein vorbereitender Bauleitplan, der keine direkte Rechtskraft für Bürgerinnen und Bürger entfaltet. Dargestellt sind vor allem die vorgesehene Art der baulichen Nutzung als bindende Vorgabe für den Inhalt von Bebauungsplänen sowie Hinweise zur Genehmigungsfähigkeit von Vorhaben.



Der Landschaftsplan 2020 stellt als Fachplan zum Flächennutzungsplan die Ziele und Maßnahmen für Naturschutz, Landschaftspflege und Erholungsvorsorge im Innen- und Außenbereich dar. Er wurde mit dem Flächennutzungsplan gemeinsam entwickelt und ist die Beurteilungsgrundlage für die Umweltauswirkungen der Bauflächendarstellungen des Flächennutzungsplans. Die Darstellungen des Landschaftsplans wurden teilweise in den Flächennutzungsplan übernommen.



Während der Flächennutzungsplan als vorbereitender Bauleitplan die grundlegende
Flächennutzung für die Gesamtstadt darstellt, konzentrieren sich Bebauungspläne als verbindliche Bauleitpläne auf ein begrenztes Teilgebiet der Stadt. Bebauungspläne sollen aufgestellt werden, wenn es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist. Die Aufstellung von Bebauungsplänen liegt im Ermessen der Gemeinde. Im Bebauungsplan werden konkrete und allgemein verbindliche Festsetzungen zur Art ("was wird" bzw. "was darf gebaut werden") sowie zum Maß der baulichen Nutzung ("in welchem Umfang darf gebaut werden") getroffen. Darüber hinaus treffen Bebauungspläne auch gestalterische und sonstige Vorgaben.



Die Umweltprüfung ist vollständig in das Bauleitplanverfahren integriert und stellt damit einen obligatorischen Verfahrensbestandteil dar. In der Umweltprüfung werden alle umweltrelevanten Belange und Prüfaufgaben zusammengeführt und in einem einheitlichen Verfahren gebündelt. Dazu gehören auch weitere umweltbezogene Prüfverfahren, wie die Eingriffsregelung, die NATURA 2000 - Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Prüfanforderungen.