Flächennutzungsperspektiv… Bitte was?

Der Reihe nach: Der Perspektivplan wurde in einem umfassenden öffentlichen Beteiligungsprozess erarbeitet und 2017 verabschiedet. In ihm finden sich beispielsweise Aussagen dazu, was Freiburg besonders macht (wie: unterschiedliche Quartiere bieten eine große Vielfalt oder Freiburg ist eine Stadt der kurzen Wege) oder was in der Entwicklung Freiburgs besonders wichtig sein sollte (wie: in einer dichter werdenden Stadt sollten Quartiere durch Freiräume verbunden werden). Der Perspektivplan hat Leitbildcharakter und liefert wichtige Impulse für die Stadtentwicklung. Wer mehr darüber erfahren möchte: www.freiburg.de/perspektivplan

Er kann aber nicht jedes Thema berücksichtigen. Erst der Flächennutzungsplan fügt alle Einzelthemen (unter anderem auch Schulen, Verkehr und Gewerbe) zu einem Gesamtbild zusammen. Der Landschaftsplan dient dabei als Entscheidungshilfe für eine nachhaltige, flächen- und landschaftsschonende Entwicklung. Auf grober Maßstabsebene stellt der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan die Bodennutzung im ganzen Stadtgebiet dar. In Bebauungsplänen, die für bestimmte kleinere Teilbereiche der Stadt aufgestellt werden können, werden daraufhin die planungsrechtlichen Vorgaben für Grundstücke aber erst rechtsverbindlich festgesetzt.

Wer kann schon 20 Jahre in die Zukunft schauen?

Der neue Flächennutzungsplan 2040 ist eine Planung für die Stadt von übermorgen. Eine sichere Vorhersage der Zukunft ist natürlich nicht möglich. Dennoch muss Zukunft geplant und die Weichen müssen gestellt werden. Und deshalb muss die Stadtplanung sich die Fragen stellen: Welche Veränderungen können auf die Stadtgesellschaft bis zum Jahr 2040 zukommen?

Warum müssen wir soweit in die Zukunft schauen?

Freiburg steht vor vielfältigen Herausforderungen, die zu wachsenden Nutzungsansprüchen und Konflikten bei den verfügbaren Flächen führen: zum Beispiel Bevölkerungswachstum, demografische Veränderungen, Mangel an bezahlbarem Wohnraum, wirtschaftliche Dynamik, ein sich verändertes Mobilitätsverhalten, Energiewende, Belange von Natur und Landschaft.

Die Flächenverfügbarkeit ist in Freiburg sehr begrenzt, da derzeit keine freien, ungenutzten Flächen verfügbar sind.  Und deshalb muss die Stadt sich die Fragen stellen: Wie können wir mit dem Flächennutzungsplan (FNP) 2040 frühzeitig die Weichen stellen, um die Stadt weiterzuentwickeln und Freiburg zu bleiben? Um den neuen FNP gut aufstellen zu können, werden vorher Zukunftsszenarien gebildet. Mit diesen soll ein breites Spektrum möglicher Zukunftsentwicklungen aufgezeigt werden, indem gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Chancen und Herausforderungen speziell für die Stadt Freiburg kritisch analysiert werden.

Die Frage, wie zusätzliche Flächen für unterschiedliche Nutzungen möglicherweise gefunden werden müssen, bedeutet daher immer, dass andere Nutzungen eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.

Im Ergebnis kann dies aber auch bedeuten, dass Flächen vermehrt mehrfach genutzt werden müssen, indem  mehrere verträgliche Nutzungen nebeneinander bestehen.

Wie kann man sich weiter informieren?

Per Mail: Mit einem Newsletter zum Flächennutzungsplan 2040 informiert das Stadtplanungsamt der Stadt Freiburg über den Entwicklungsprozess und alle Veranstaltungen.

Auf dieser Website: Wie liefen die Zukunftsforen? Aktuelle Informationen zu den kommenden Schritten, was lief bisher und welche Veranstaltung stehen als nächstes an.