Von den Zukunftsszenarien zum Zielszenario

Die sechs Zukunftsszenarien, die 2020 diskutiert wurden, haben alle sowohl Chancen als auch Risiken aufgezeigt. Es gilt daher, aus den Szenarien und den Rückmeldungen zu lernen und zu überlegen, welche Entwicklungen für Freiburg bis 2040 eintreffen könnten und zukünftig gewünscht sind – welche Ziele wir für Freiburg haben. Dafür werden die aus den Zukunftsszenarien erkannten Chancen und Risiken genau betrachtet.

Zielszenario - was ist das?

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Das Zielszenario soll ein robustes Zukunftsbild für Freiburg entwerfen. Wichtiger Bestandteil ist die Beschreibung der Entwicklungen der acht Stadtfunktionen: Wohnen, Gewerbe, Natur & Erholung, Land- & Forstwirtschaft, Ver- & Entsorgung, Soziale Infrastruktur, Handel und Mobilität.

Das Zielszenario bietet die strategische Basis für die ab 2022 anstehende Flächendiskussion. Dabei werden für die unterschiedlichen Funktionen einer Stadt Flächen ermittelt und hinsichtlich ihrer Nutzungsmöglichkeiten bewertet.

Wie fließen die zahlreichen Beiträge und Hinweise aus der Bürgerschaft nun in den weiteren Prozess ein?

Die zahlreichen Beiträge und Hinweise zu den sechs Szenarien sind in eine abschließende zusammenfassende Bewertung eingeflossen und wurden dem Freiburger Gemeinderat vorgestellt. Außerdem wurde ein Abgleich mit den bestehenden Zielen aus zahleichen Fachkonzepten der Stadt Freiburg vorgenommen und geprüft, wo die Szenarien im Einklang oder im Konflikt mit den Zielen der Freiburger Stadtentwicklung stehen. Dabei ist deutlich geworden, dass nicht eines der sechs Zukunftsszenarien 1 zu 1 umgesetzt werden soll. Vielmehr soll aus dem Prozess und den Erkenntnissen aus allen sechs Szenarien gelernt werden.

Wie erreichen wir die gewünschte Entwicklung? Welche planerischen Handlungsansätze haben wir?

Auf dem Zielszenario aufbauend wird geprüft, welche planerischen Handlungsansätze sich daraus für den Flächennutzungsplan 2040 ergeben. Wie möchten wir in Freiburg im Jahr 2040 leben? Wie muss der FNP 2040 dann aussehen, damit die gewünschten Chancen bis zum Jahr 2040 eintreten können und mögliche Risiken abgeschwächt werden?

In die Erarbeitung der planerischen Handlungsansätze werden ebenfalls viele Akteure einbezogen: Eine Gruppe mit Schlüsselpersonen (rund 75 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Stadtgesellschaft - Vertreter diverser Vereine, Verbände, Organisationen, Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Soziales etc.) sowie die Begleitgruppe (Vertreter der Freiburger Ortschaften sowie der Freiburger Bürgervereine).

Die einzelnen Schritte zur Erarbeitung der Zukunftsszenarien inklusive der Einbindung der verschiedensten Akteure sind der Grafik (1,488 MB) zu entnehmen.

Wie geht es weiter?

Das Zielszenario und die planerischen Handlungsansätze werden durch das Projektteam FNP 2040 finalisiert. Die ausgearbeiteten Ergebnisse sollen im Herbst 2021 dem Gemeinderat  zum Beschluss vorgelegt werden.

Hierbei werden die Bedarfe aller Stadtfunktionen gegen und untereinander hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Stadt von übermorgen abgewogen und die einzelnen Flächennutzungen wieder zu einem Gesamtbild zusammengefasst. Das dadurch entstehende so genannte Flächenlayout dient als Vorentwurf des FNP 2040, welches in darauf aufbauenden rechtlich festgeschrieben formellen Beteiligungsschritten fachlich geprüft werden muss und in den zu genehmigenden FNP 2040 münden soll.