Rahmenkonzept Schildacker

Luftbild mit großen Dächern von Gewerbebetrieben und grünen Bereichen
Luftbild Schildacker (Foto: Michael Spiegelhalter)

Das ca. 48ha große innerstädtische Quartier Schildacker in den Stadtteilen Haslach und St. Georgen ist ein innerstädtisch gelegenes, gemischt genutztes Gebiet mit dicht nebeneinander bestehenden Wohn‑, Gewerbe‑ und Freiflächen. Vor dem Hintergrund vorhandener Entwicklungspotenziale der nicht mehr sanierungsfähigen ECA Siedlung sowie dem Flächenpotenzial der Polizeiakademie BW wurde das Gebiet vertieft untersucht und im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung (2014 -2015) mit intensiver Bürger*innenbeteiligung ein Rahmenkonzept als strategische Leitlinie und langfristiges Entwicklungskonzept erarbeitet. 
Der Beitrag des Büro ASTOCs wurde vom Bewertungsgremium als Grundlage für das Rahmenkonzept empfohlen und das Konzept 2015 vom Gemeinderat als informelle Leitlinie beschlossen.

Wohnen Arbeiten und Kultur im Gleichgewicht 

Das Rahmenkonzept ordnet das Nebeneinander von Wohnen, Gewerbe, Kultur und Verkehr räumlich und funktional: Im Norden auf dem Gelände der ehemaligen ECA Siedlung wurde der Schwerpunkt auf Wohnentwicklung gelegt, im Kern sollen im Gewerbegebiet weiterhin produktive und kulturelle Nutzungen erhalten und aktiviert werden. Ziel ist, Nachverdichtung behutsam zu ermöglichen, Grün‑ und Freiräume aufzuwerten, Lärm‑ und Immissionsschutz zu verbessern sowie die stadträumliche Vernetzung zu stärken. Neben der Entwicklung des ECA-Areals zu einem Wohnquartier wurde auch das Kreativquartier – die sogenannte „Kreativspange“ – als Verbindung von Gewerbe und Kultur, basierend auf dem Rahmenkonzept, gestärkt. Mit dem Verein Kreativpioniere Schildacker wurde 2022 eine leerstehende Immobilie zu Kultureinrichtung Schopf 2 aktiviert. An der Lörracherstraße übernahm die Stadt eine der Morathallen, als Städtische Galerie und wird zusätzlich Bandübungsräume errichten. Die zwischenzeitlich verstetigte LEA‑Nutzung an der Akademie begrenzt flächenhafte Wohnumwandlungen und trägt zur Stabilisierung des Nutzungsmixes bei. Insgesamt verfolgt die Stadt Freiburg auf Grundlage des Rahmenkonzepts einen schrittweisen, anpassungsfähigen Entwicklungsansatz, der Wohnen, Arbeiten, Kultur gliedert und in einem ausgewogenen Nutzungsmix zusammenführt und Grünräume auch im Sinne der Klimaanpassung aufwerten soll. 

ECA-Siedlung

Vom alten Wohngebiet zum modernen Quartier

Die ECA‑Siedlung ist ein zentraler Teilbereich des Rahmenkonzepts Schildacker. Mit der 8. Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Schildacker (ECA‑Siedlung)“, Plan‑Nr. 6‑17h, wurde die planungsrechtliche Grundlage für die Neubebauung des Gebiets geschaffen (vgl. Drucksache G-16/143). Auf dem Gelände der ehemaligen ECA‑Siedlung aus den 1950er Jahren im Freiburger Stadtteil Haslach ist ein modernes, grünes und lebenswertes Quartier entstanden. Das rund 4,2 Hektar große Plangebiet ist ein zentraler Teilbereich der Rahmenkonzepts Schildacker, das zuvor durch eine gemischte Nutzung von Gewerbe und Wohnen gekennzeichnet war.
Heute umfasst das Quartier 306 Mietwohnungen, davon rund 80 Prozent öffentlich gefördert, sowie eine Kindertagesstätte. Zwischen 2017 und 2023 wurden die einfachen Nachkriegsbauten durch energieeffiziente Neubauten in Holz‑ und Massivbauweise im Effizienzhaus‑Standard 55 ersetzt. Durch die Neubauten konnte die Wohnungszahl gegenüber dem Bestand verdoppelt und die Wohnfläche von etwa 7.000 auf rund 21.000 Quadratmeter vergrößert werden.

Mehr Wohnungen, mehr Grün, mehr Lebensqualität

Die Neuordnung des Quartiers wurde vom renommierten Büro ASTOC aus Köln entwickelt. Das Konzept gliedert das Gebiet in drei Zonen, leitet die neue Struktur aus dem Bestand ab und ermöglicht eine stärkere Wohnnutzung bei hoher städtebaulicher Qualität. Entlang der angrenzenden Hauptverkehrsader bildet ein längerer Baukörper lärmschützende Kanten, der durch seine gefaltete Struktur abwechslungsreicher und weniger streng wirkt. Im Inneren entstanden hofartige Bereiche mit Spiel‑ und Aufenthaltsflächen, kurzen Wegen und günstigen Bedingungen für Fuß‑ und Radverkehr. Der vorhandene Baumbestand und zentrale Grünflächen konnten weitgehend erhalten und naturnah aufgewertet werden. Durch zusätzliche Baumpflanzungen und artenreichen Blühwiesen und Strauchpflanzungen lädt der Park zum Verweilen ein wovon der ganze Schildackerbereich profitiert.

Downloads


Drucksache G-14/118 vom 03.06.2014
Drucksache BA-15/025 vom 23.09.2015

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