Klimaschutzpolitik

Die globale Erwärmung der Erdatmosphäre ist eine belastende Hypothek im 21. Jahrhundert. Das Umweltschutzamt entwickelt Konzepte und Maßnahmen, um die Emissionen klimaschädlicher Gase in Freiburg zu verringern. Auch wenn die Energiewende in Deutschland nur zögerlich vorankommt und weltweit die klimaschädlichen CO2-Emissionen steigen, hält die Stadt an ihrem Klimaschutzziel unbeirrt fest und verschärft es sogar. So beschloss der Gemeinderat 2014 einstimmig, die Emissionen bis zum Jahr 2030 zu halbieren und bis 2050 ganz auf null zu stellen. Bezugswert sind immer die CO2-Emissionen des Jahres 1992.


Kein Jubel trotz guter Zahlen: Die Klimaschutzbilanz der Stadt Freiburg weist einen erheblichen Rückgang der CO2-Emissionen aus, insbesondere wenn man die Zahlen auf die Bevölkerungszahl umrechnet. Doch zugleich wird deutlich: Mit dem bisherigen Tempo sind die hoch gesteckten Klimaschutzziele nicht zu erreichen.



Rund eine Million Euro jährlich fließen in Freiburg seit 2008 in Klimaschutzmaßnahmen, seit 2014 stehen sogar drei Millionen pro Jahr zur Verfügung. Dieses Budget geht über die im regulären Haushalt ohnehin veranschlagten Mittel für Engagement zum Klimaschutz hinaus.



Freiburg hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2030 will die Stadt die klimaschädlichen Emissionen um mindestens 50 Prozent senken und als langfristiges Ziel Klimaneutralität für das Jahr 2050.



Laut der Freiburger Klimaschutzbilanz für 2012 sind die Pro-Kopf-Emissionen erneut leicht zurückgegangen und bestätigen damit den seit 1992 kontinuierlich rückläufigen Trend. Die Reduktion hat sich im 10-Jahres-Vergleich aber deutlich verlangsamt.



Gegenüber dem Bezugsjahr 1992 haben sich bis 2005 die Kohlendioxid-Emissionen in Freiburg um 7,3 Prozent verringert. Angesichts gestiegener Einwohnerzahlen sank die Pro-Kopf-Belastung sogar um 13 Prozent.



Sowohl im Verkehrssektor als auch im Energiebereich konnten die Emissionen insgesamt um absolut 5 Prozent gegenüber 1992 gesenkt werden. Pro Kopf sind die Emissionen im Bilanzzeitraum um 10 Prozent zurückgegangen.


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