Projekt Verwaltungskonzentration
Ende Mai 2012 hat der Gemeinderat grundsätzlich beschlossen, dass an der Fehrenbachallee im Stühlinger, also am jetzigen Standort des Technischen Rathauses, ein neues Verwaltungszentrum geplant und gebaut werden soll.
Das politische Zentrum mit Ratssaal und den wichtigen Ämtern und Dienststellen des Bürgermeisteramtes soll jedoch im Innenstadtrathaus angesiedelt bleiben.
Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudien zur räumlichen Zusammenlegung städtischer Ämter und Dienststellen hatten gezeigt, dass ein zentrales Verwaltungsgebäude wirtschaftlich günstiger ist als der Status Quo mit 16 dezentralen Verwaltungsstandorten. Eine Stadtentwicklungsstudie hatte außerdem die positiven Auswirkungen für die Stadtteile Stühlinger und Innenstadt skizziert, wenn die Verwaltung aus der Innenstadt wegziehen sollte. Rund ein halbes Jahr vor dem Grundsatzbeschluss haben Bürgerinnen und Bürger in einem intensiven Beteiligungsprozess ihre Wünsche, Ideen und Szenarien in das Projekt „Neues Rathaus“ im Stühlinger eingebracht.
Mittlerweile findet ein kombinierter Ideen- und Realisierungswettbewerb statt, dessen Auslobungstext der Gemeinderat Ende September zugestimmt hatte. Über den Siegerentwurf entscheidet der Gemeinderat im Mai 2013. Baubeschluss für Stufe 1 könnte Ende 2013 sein, frühest möglicher Einzug in das Gebäude wäre dann Mitte/Ende 2016.
Der Gewinner des Wettberwerbs für den Rathausneubau steht fest: Die Jury hat den Entwurf des Büros ingenhoven architects mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Der Entwurf überzeugte die Jury mit drei frei angeordneten ovalen Baukörpern im Park, die nach allen Richtungen offen ausgerichtet sind.
Videos zum Ausgang des Architekturwettbewerbs: Interviews mit OB Dieter Salomon, der Vorsitzenden des Preisgerichts, Jórunn Ragnarsdóttir (im Bild) und dem Architekten des Gewinnerentwurfs, Christoph Ingenvoven.
Hinter dem etwas sperrigen Begriff der Verwaltungskonzentration verbergen sich zwei wesentliche Ziele, die mit dem Umzug der Stadtverwaltung in den Stühlinger erreicht werden sollen: die Verbesserung des Service für die Bürgerinnen und Bürger und das Einsparen von Kosten, die für den Unterhalt der vielen Standorte heute anfallen. Das bisherige Konzept sieht vor, den Umzug in drei Stufen umzusetzen.
Der Umzug der Verwaltung in den Stühlinger bringt einige Veränderungen mit sich, die unter den Stichworten Wirtschaft, Verkehr, Wohnen und Städtebau zusammengefasst werden können.
Die Stadt Freiburg hat daher die Bevölkerung früh in den ergebnisoffenen Prozess eingebunden.
Um das Projekt Verwaltungskonzentration auf Verträglichkeit und Vorteilhaftigkeit zu überprüfen, hat die Stadt die Planungsgemeinschaft Pesch und Partner und R+T Topp Huber-Erler Hagedorn mit einer Stadtentwicklungsstudie beauftragt. In dieser sind die Perspektiven, Entwicklungsmöglichkeiten und Risiken betrachtet worden.











