Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 15. Mai 2025

Start für den DATEN:RAUM:FREIBURG

Neue Plattform macht städtische Daten nutzbar für alle

Die Stadt Freiburg wird im Rahmen des Freiburger Digitaltags am Freitag ihr zukunftsweisendes Digitalprojekt vorstellen: den DATEN:RAUM:FREIBURG (D:R:F). Die urbane Datenplattform vernetzt Daten aus unterschiedlichen Bereichen und macht sie öffentlich zugänglich. Ziel ist es, mithilfe digitaler Werkzeuge bessere Entscheidungen zu treffen, Verwaltung zu modernisieren, regionale Innovationen zu fördern und den Bürger*innen neue Möglichkeiten zur Information und Beteiligung zu eröffnen.

"Der DATEN:RAUM:FREIBURG steht für eine moderne, datengestützte Stadtentwicklung – verständlich, transparent und gemeinwohlorientiert", sagt Oberbürgermeister Martin Horn. "Er hilft uns, Herausforderungen wie Klimaanpassung, Mobilität oder soziale Gerechtigkeit zielgerichteter anzugehen. Die richtigen Daten in der richtigen Form helfen uns, noch bessere und passgenauere Entscheidungen zu treffen."

Öffentliche Daten für Verwaltung, Bürgerschaft, Forschung und Wirtschaft

Die Plattform macht Daten, die bislang in separaten Systemen lagen, erstmals gemeinsam nutzbar und bildet mit ihren Daten damit auch eine Basis für künftige KI-Anwendungen. Über einfach bedienbare Dashboards und Visualisierungen können Nutzerinnen und Nutzer konkrete Informationen erhalten – etwa zur Luftqualität, zur Verkehrslage oder zur Altersstruktur in Stadtteilen. Einige der Daten sind ab sofort in Dashboards ersichtlich. Außerdem sollen Daten so ausgespielt werden, dass sie einen Nutzwert bieten. Ein Beispiel ist etwa der neue Mobilitätsmonitor. Das Dashboard liefert aktuelle Daten zur Verkehrssituation, zur Belegung von Parkhäusern oder zur Luftqualität.

Die Plattform macht Daten, die bislang in separaten Systemen lagen, erstmals gemeinsam nutzbar und bildet mit ihren Daten damit auch eine Basis für künftige KI-Anwendungen. Über einfach bedienbare Dashboards und Visualisierungen können Nutzerinnen und Nutzer konkrete Informationen erhalten – etwa zur Luftqualität, zur Verkehrslage oder zur Altersstruktur in Stadtteilen. Einige der Daten sind ab sofort in Dashboards ersichtlich. Außerdem sollen Daten so ausgespielt werden, dass sie einen Nutzwert bieten. Ein Beispiel ist etwa der neue Mobilitätsmonitor. Das Dashboard liefert aktuelle Daten zur Verkehrssituation, zur Belegung von Parkhäusern oder zur Luftqualität.

Der neue Stadtbezirksatlas zeigt hingegen übersichtlich Daten zur Bevölkerung, zur Wohnsituation, zu sozialen Indikatoren – aufgeschlüsselt nach Stadtteilen.

Diese Informationen stehen nicht nur der Öffentlichkeit zur Verfügung, sondern helfen auch der Verwaltung: Mitarbeitende können auf der Datengrundlage planen, Berichte automatisiert erstellen (etwa den Nachhaltigkeitsbericht) oder Dienstleistungen verbessern. So wird Digitalisierung zur Grundlage einer vorausschauenden und wirksamen Stadtpolitik.

Sicherheit, Datenschutz und Kooperation im Fokus

Der Schutz von Daten genießt im D:R:F oberste Priorität. Die Plattform ist so konzipiert, dass keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden. Datensparsamkeit, Transparenz und Kontrolle stehen im Zentrum. Die Datenhoheit liegt bei der Stadt Freiburg. Gehostet wird die Plattform ausschließlich in zertifizierten deutschen Rechenzentren; sie entspricht höchsten Sicherheitsstandards.

Gleichzeitig setzt Freiburg auf Kooperation. Der D:R:F ist offen für Beiträge von Hochschulen, Kliniken, Unternehmen oder auch Bürger*innen. Künftig sollen weitere Institutionen eingebunden werden und ihre Daten einpflegen können. Auch überregional wird zusammengearbeitet – etwa mit den Nachbarstädten Basel und Mulhouse –, um Lösungen gemeinsam zu entwickeln und für andere Kommunen nutzbar zu machen.

Das Potential des Datenraums ist groß. In Zukunft sollen noch viele weitere Anwendungen entstehen. Es soll eine gemeinsame Infrastruktur für die Stadtgesellschaft entstehen, vergleichbar mit einem Betriebssystem, auf dem viele weitere Anwendungen entstehen können.

Hohe Fördermittel für ein beispielhaftes Projekt

Der DATEN:RAUM:FREIBURG ist Teil der städtischen Digitalstrategie und wird als bundesweites Pilotprojekt vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit der KfW-Bank mit 8,3 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert. Die Stadt Freiburg selbst trägt einen Eigenanteil von 4,5 Millionen Euro. Nur wenige Kommunen in Deutschland entwickeln aktuell ähnliche Projekte – Freiburg zählt damit zu den digitalen Vorreiter*innen. Andere Städte sollen von der Erfahrung profitieren, die Technik wird anderen interessierten Kommunen gerne zur Verfügung gestellt.

Hintergrund: Was ist der DATEN:RAUM:FREIBURG?

Der DATEN:RAUM:FREIBURG ist eine neue digitale Infrastruktur, mit der Freiburg Daten aus verschiedensten Quellen zentral zusammenführt, intelligent vernetzt und verständlich aufbereitet. Ziel ist es, Wissen zu schaffen, das für die Stadtgesellschaft nutzbar ist – für Bürger*innen, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft.

Bisher liegen Daten oft in verschiedenen Systemen oder Formaten vor. Der D:R:F macht aus diesen isolierten Dateninseln ein vernetztes System. Über eine zentrale Plattform werden Informationen auffindbar, verknüpfbar und anschaulich dargestellt. Komplexe Sachverhalte können so schneller analysiert, Szenarien simuliert und Entscheidungen fundierter getroffen werden.

Ein Beispiel: Es könnte ein "digitaler Zwilling" entwickelt werden – eine digitale Repräsentation der Stadt. Damit ließen sich etwa Verkehrssperrungen, Starkregenereignisse oder Bauprojekte in ihren Auswirkungen simulieren. Das spart Zeit, Geld und erlaubt vorausschauendes Handeln.

Die Plattform ist aber nicht nur für Expertinnen und Experten gedacht. Sie wurde so konzipiert, dass sie möglichst barrierefrei, verständlich und benutzerfreundlich ist. Künftig soll eine "Super-Suche" es ermöglichen, auch ohne spezielles Vorwissen gezielt Antworten auf konkrete Fragen zu erhalten: Lohnt sich eine Solaranlage auf meinem Dach? Wie viele Grünflächen gibt es in meinem Viertel? Wann wird der nächste Glascontainer geleert? Der D:R:F versteht sich dabei nicht als Datenkrake, sondern als Datenkellner: Er liefert Informationen auf Abruf – sicher, gezielt und verständlich.

Mit dem Projekt schafft Freiburg den Schlüssel zur Smart City und gleichzeitig eine neue Grundlage für gemeinwohlorientierte, datengestützte Stadtentwicklung.

Pressemitteilung vom 4. August 2023

Pop-Up-Store zur digitalen Stadtentwicklung

Konkrete Beispiele: Was macht eine „Smart City“ aus

Eine smarte und digitale Stadt – was heißt das eigentlich konkret? Das Projekt DATEN:RAUM:FREIBURG wird in einem Pop-Up-Store vorstellen, an welchen digitalen Projekten in der Stadtverwaltung Freiburg derzeit gearbeitet wird und welche Anwendungen es heute schon gibt. Vom 4. bis zum 31. August wird in Unterlinden 9 (ehemalige Depot Filiale) darüber informiert, wie Städte Daten nutzen, um sich weiterzuentwickeln.

„Klimawandel, Verkehr, Wohnen – Städte stehen heute vor komplexen Herausforderungen. Die Digitalisierung eröffnet Kommunen neue Möglichkeiten, um mit diesen Entwicklungen umzugehen und bessere Lösungen zu finden. Hierfür machen sich Städte auf den Weg zu einer sogenannten „Smart City“. Mit dem Pop-up-Store wollen wir zeigen, welche innovativen digitalen Angebote es in Freiburg schon gibt und an welchen spannenden und bundesweit beachteten Projekten gearbeitet wird“, so Oberbürgermeister Martin Horn. 

In dem Store gibt es viele informative und interaktiven Aktivitäten zu entdecken, die den Besucherinnen und Besuchern zeigen, wie wichtig Daten für eine smarte Stadt sind. Ein Highlight ist etwa das Quiz, bei dem das Wissen über die Stadt getestet werden kann – die richtigen Antworten lassen sich über das Datenportal FR.ITZ herausfinden, es gibt attraktive Preise zu gewinnen. Daneben kann Freiburg mit dem 3-D-Stadtmodell digital erkundet werden oder die heutige Stadt mit Plänen von 1838 verglichen werden. Städtische Ämter stellen vor, wie sie Daten nutzen, um Freiburg weiterzuentwickeln, außerdem werden digitale Beteiligungsmöglichkeiten gezeigt. Spannend ist auch der Blick hinter die Kulissen, wie mit Drohnen und 3D-Laserscannern Daten für einen digitalen Zwilling der Stadt Freiburg erhoben werden und wie digitalisierte Fachkonzepte wie das Klimaanpassungskonzept Hitze angewendet werden können.

Blick über den städtischen Tellerrand

Der Pop-up-Store wird nicht von der Stadtverwaltung allein bespielt, auch weitere Partnerinnen und Partner sind an Bord. Etwa die badenovaNETZE, die vorstellt, wie sie das Internet der Dinge nutzt und welchen Mehrwert diese Daten für Bürgerinnen und Bürger liefern. Zudem werden interessante Projekte und digitale Tools anderer Städte und Behörden vorgestellt, die zeigen wie andere Städte digitale Lösungen nutzen, um ihre Stadtentwicklung voranzutreiben. Darunter sind etwa Pilotprojekte des Landes Baden-Württembergs sowie das Klimadashboard der Städte Heidelberg und Münster.

Ein weiteres Highlight ist der digitale Planungstisch mit Multitouchscreen, der etwa in Hamburg zur Partizipation genutzt wird. Auf dem Display können Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Expertinnen und Experten auf öffentlich zugängliche Daten zugreifen. Anhand von Luftbildern, Geodaten oder 3D-Modellen kann dann interaktive Beteiligung stattfinden. Auch die Wissenschaft ist vertreten, die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, das Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) die FH Furtwangen als auch die UniBw München zeigen Datenprojekte. Das Forschungsprojekt Intelligence for Cities (I4C) der Universität Freiburg und Fraunhofer stellt vor, wie digital-ökologische Innovationen in Form von Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) entwickelt und zur Anpassung von Städten an die Herausforderungen des Klimawandels eingesetzt werden. Auch die zivilgesellschaftliche Mitmach-Plattform der Stadtwandler ist vertreten. (Hinweis: Mehr Details in der Übersicht, die mit dieser Pressemitteilung verschickt wird).

Öffnungszeiten

Der Pop-up-Store ist geöffnet vom 4. bis zum 31. August, Mittwoch bis Freitag immer von 13 bis 18 Uhr und Samstag von 11 bis 18 Uhr. Während des Pop-Up-Stores wird das Projekt DATEN:RAUM:FREIBURG bei Projektsprechstunden erläutert. Erstmals am 4. August von 17 bis 18 Uhr und danach bis zum 30. August jeden Donnerstag und Freitag von 16 bis 18 Uhr.

Hintergrund

Federführend für den Pop-up-Store ist das Team des Projekts DATEN:RAUM:FREIBURG. Der DATEN:RAUM ist ein wegweisendes Projekt der Stadt Freiburg im Rahmen der bundesweiten Modellprojekte Smart City Initiative, das vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit der KfW-Bank gefördert wird. Das Projekt zielt darauf ab, eine Infrastruktur aufzubauen, um Daten für eine nachhaltige und intelligente Stadtentwicklung besser zu erschließen. Dieser Weg und die Förderung des verantwortungsvollen Umgangs mit Daten machen Freiburg zu einer Vorreiterstadt in der digitalen Transformation in diesem Bereich.

Pressemitteilung vom 10. Februar 2022

Freiburger Smart-Cities-Modellprojekt startet in die Entwicklungsphase

Basismaßnahme der Freiburger Digitalstrategie für ein modernes, digitales Daten- und Serviceangebot

„Deine Daten. Deine Stadt.“ ist das Motto des Freiburger Smart-City-Projekts, das 2022 in die Entwicklungsphase startet. Mit dem DATEN:RAUM:FREIBURG will die Stadt einen modellhaften Weg bei der Datennutzung und –haltung gehen: Gebündelt sollen Daten aus verschiedensten Quellen in einer Infrastruktur bereitstehen, ausgewertet werden können und zahlreiche Anwendungen ermöglichen. Know-How aus Sektoren wie Ökologie, Ökonomie oder Gesellschaft wird zusammengeführt und beispielsweise für Simulationen bereitstehen. Die zunehmend komplexe Aufgabe einer integrierten Stadtentwicklung soll der Daten:Raum lösen helfen.

Das Smart-City-Projekt stellt Daten für Bürger_innen, Unternehmen, Wissenschaft und Medien bereit. Verwaltung und Politik können Entscheidungen auf der Grundlage einer aussagekräftigen und qualitativ hochwertigen Datenbasis treffen. Oberbürgermeister Martin Horn: „DATEN:RAUM:FREIBURG ist ein Schlüsselprojekt unserer Digitalisierungsstrategie. Es wird uns helfen, die komplexen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Mit den Prototypen kommen wir einen bedeutenden Schritt im Smart-City-Projekt weiter.“

Schwerpunkte aus dem Daten:Raum:Freiburg sind einerseits Anwendungen zur Mobilitätssteuerung und Verkehrssicherheit. Über die Erhebung, Erschließung und Bereitstellung von umfangreichen Verkehrsdaten ermöglicht das Projekt nachhaltige und effektive Lösungen für einen menschenfreundlichen Verkehrsraum. Andererseits liegt ein Schwerpunkt auf der Stadtsimulation: Realitätsnahe digitale Abbilder der Stadt werden geschaffen mit dem Fokus auf einem „digitalen Zwilling“ des neuen Stadtteils Dietenbach, also einem digitalen Modell, mit dem zahlreiche Zusatzinformationen wie z.B. Umweltdaten verknüpft sind. Das Ganze wird unter Beteiligung der Zielgruppen entwickelt. Gleichzeitig werden innovative Anwendungen im Feld Öffentlichkeitsbeteiligung mit dem Daten:Raum (weiter)entwickelt.

Zahlreiche Datensätze und Auswertungsmöglichkeiten stellt die Stadt Freiburg heute schon bereit. Die verschiedenen Datensätze sind allerdings in der Regel nicht miteinander verknüpft. So können potentielle Zusammenhänge bei komplexen Fragenstellungen oft nicht erkannt werden. Für die Zukunft soll das anders werden. Dafür steht der Daten:Raum:Freiburg. Um digitale Souveränität zu gewährleisten, bleibt die Kommune stets Eigentümerin der Daten, und es wird absolut datenschutzkonform gearbeitet. Offene Standards und Open Source werden genutzt, nach dem Grundsatz: "Public money - public code". Projektleiter Ivan Acimovic vom Fachamt Digitales und IT meint dazu:  „Die Stadt Freiburg engagiert sich schon lange im Bereich Open Data, bei der Bereitstellung von Daten der Kommune im Sinne der Transparenz. Mit dem Daten:Raum:Freiburg gehen wir diesen Weg konsequent weiter – aber auf einem ganz neuen Level.“

Derzeit werden die Anforderungen an Technologien und Software-Architekturen für das Projekt erarbeitet. Hierbei möchte das Projektteam ein möglichst optimales System finden und erproben. Dafür werden bis voraussichtlich September 2022 zwei Prototypen entwickelt und getestet: eine digitale Vermarktungsplattform für städtische Grundstücke und eine Übersicht für Mobilitätsdaten in Freiburg. Dieses Erproben an konkreten Beispielen hilft, benötigte Elemente für den großen DATEN:RAUM:FREIBURG ausfindig zu machen und potentielle Probleme bereits frühzeitig aufzudecken. Mit der Umsetzung der Prototypen werden noch keine vollwertigen Anwendungen erstellt. Sie stellen aber sicher, dass keine zu frühe Vorentscheidungen über Plattformtechnologien und architektur getroffen werden. 

Die Stadt Freiburg nutzt für dieses Projekt daher zum ersten Mal die Möglichkeit einer „innovativen Vergabe“. Sie ist ein EU-Instrument, um europaweite Ausschreibungen speziell für digitale Projekte angemessen gestalten zu können: statt konkrete Endergebnisse vorzugeben, werden die teilnehmenden Unternehmen in aufeinanderfolgenden Schritten Teilergebnisse abliefern. Nach jedem dieser Schritte kann die Stadt als Auftraggeberin ihre Beauftragung nachsteuern. Sollte eine Richtung überhaupt nicht zu den Projektzielen passen, kann die Vergabe auch gestoppt werden. Der Grund für dieses Vorgehen ist eine Unzulänglichkeit bisheriger Vergabeinstrumente vor allem im digitalen Bereich: Dynamisch und schnell sich verändernde Anforderungen verlangen ein angepasstes Vorgehen. Bisher sind nur sehr wenige Kommunen in Deutschland den Weg der „innovativen Vergabe“ gegangen.

Bernd Mutter, Leiter des Amts für Digitales und IT: „Mit unserem Vorgehen bei der Vergabe unterstreichen wir unseren Willen zur Innovation, der das Projekt vor allem auszeichnet. Damit schaffen wir die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige, langfristig nutzbare kommunale Daten-Infrastruktur.“

Der Zeitplan und das weitere Vorgehen:

  • Vergabe der Prototypen-Entwicklung bis April 2022
  • Entwicklung der Prototypen gemeinsam mit den ausgewählten Unternehmen bis September 2022
  • Ausschreibung der finalen Plattform des DATEN:RAUM:FREIBURG ab Ende 2022.

Ziel des Gesamtprojekts ist, bis zum Jahr 2025 eine funktionierende Dateninfrastruktur zu schaffen, von der Freiburg nachhaltig profitieren kann, und die sich auf andere Kommunen übertragen lässt. Der DATEN:RAUM:FREIBURG ist die zentrale Basismaßnahmen der Freiburger Digitalstrategie, die im Jahr 2019 vom Gemeinderat verabschiedet wurde. Bei der Umsetzung konzentriert sich das Fachamt für Digitales und IT besonders auf strategische Basismaßnahmen die zentrale Bausteine für eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung darstellen. Das Projekt erhält vom Bundesministerium des Inneren eine Förderung von 8,3 Millionen Euro. Dabei hat der Gemeinderat einem Eigenanteil von 4,5 Millionen Euro zugestimmt. Der Förderzeitraum dauert bis Ende 2025.

Pressemitteilung vom 8. September 2020

Freiburg in das Programm Modellprojekte Smart Cities 2020 des Bundesinnenministeriums aufgenommen

Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, hat heute 32 ausgewählte Projekte für die zweite Staffel der „Modellprojekte Smart Cities“ bekanntgegeben. Die Stadt Freiburg konnte sich unter 86 Städten, Kreisen und Gemeinden sowie interkommunalen Kooperationen aus ganz Deutschland mit seinem Vorhaben durchsetzen und erhält eine Fördersumme von rund 8,3 Millionen Euro.

Das Projekt baut auf der Freiburger Digitalstrategie (digital.freiburg.de) und einer Basismaßnahme “Freiburger Datenraum” auf. Dieser ist für die Antragstellung konkretisiert und als sog. “Connected Urban Data Architecture“ (CUDA) beschrieben.

OB Martin Horn: „Es ist ein Riesenerfolg, dass wir mit unserer Digitalisierungsstrategie in das Förderprogramm Smart Cities des Innenministeriums aufgenommen wurden. Das freut mich persönlich sehr – auch für unser neues Amt für Digitales und IT. Es ist auch eine tolle Bestätigung unserer Arbeit, vor allem unseres Ansatzes, Digitalisierung als nachhaltigen Prozess zu verstehen, der dem Gemeinwohl nützen muss.“

Das Projekt CUDA ist Ausgangspunkt für eine integrierte nachhaltige, auch soziale Stadtentwicklung, in dem die wirkungs- und ressourcenorientierte politische Steuerung kommunaler Prozesse erheblich vereinfacht wird. Es sieht das „System Stadt“ gesamtheitlich: Daten zu Klima, Wohnen, Gesellschaft, Gewerbe, Infrastruktur, Natur und Landschaft, Verkehr oder Tourismus werden gemeinsam betrachtet und zugänglich gemacht. Ein solcher Datenraum, mit einer offenen urbanen Datenarchitektur ist ein grundlegender Bestandteil digitaler Infrastruktur.

CUDA soll bei Entscheidungsprozessen im Bereich der Stadtplanung, bei Bauleitverfahren und für den künftigen gesamtstädtischen Flächennutzungsplan 2040 mit seinem digitalen Datenraum helfen. Besonders der geplante Stadtteil Dietenbach für mehr als 15.000 Bewohner_innen als eines der bundesweit größten Stadtentwicklungsprojekte soll von innovativen Maßnahmen profitieren, die auf der CUDA erprobt werden.

Die Anwendungsfälle sind dabei:

  • Multilayer-3D-Stadtmodellierung und –simulation
  • Mobilitätssteuerung und Verkehrssicherheit
  • Mit-Wirkung durch „Connected Participation“

Mit diesem Vorhaben soll Digitalisierung weiterhin strategisch und zielgeleitet im Sinne einer integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung und des Gemeinwohls gestalten.

Ein paar Fakten:

  • 43 Organisationen unterstützen das Vorhaben der Stadt Freiburg
  • Am 24. Juli hat der Gemeinderat in mit der Drucksache G-20/084 der Bewerbung zugestimmt
  • Die Kostenschätzung sieht ein Gesamtvolumen von rd. 12.8 Mio. Euro vor. Gemäß dem auszuweisenden Eigenanteil entfallen davon 35 %, d.h. 4,48 Mio. Euro auf die Stadt. Zugrunde gelegt wird ein Förderzeitraum von 5 Jahren.