DATEN:RAUM:FREIBURG

Jahresrückblick 2025

3 Personen vor einer Leinwand mit Datenraum-Präsentation

Bildnachweis: Patrick Seeger / Stadt Freiburg

Das Jahr 2025 geht für das Smart City Modellprojekt DATEN:RAUM:FREIBURG zu Ende und wir können auf großartige Fortschritte zurückblicken. 2025 war ein Jahr der Veranstaltungen, ein Jahr voller innovativer Ideen und gemeinsamer Anstrengungen, um Freiburg als Modellstadt für die Zukunft weiter zu gestalten. In unserem Jahresrückblick möchten wir einen Blick auf die Highlights werfen, Erfolge teilen und einen Ausblick geben, wohin uns der DATEN:RAUM:FREIBURG im kommenden Jahr führen wird. Vielen Dank, dass Sie diesen Weg auch dieses Jahr mit uns gegangen sind!

Das waren unsere Highlights 2025:

Offizieller Start für den DATEN:RAUM:FREIBURG

Ein Meilenstein im Smart City Projekt: Am diesjährigen Digitaltag in der Lokhalle in Freiburg fiel der offizielle Startschuss für unsere urbane Datenplattform DATEN:RAUM:FREIBURG. Der D:R:F ist das digitale Herzstück unseres Smart City Projekts. Seit Mai steht die digitale Plattform, die städtische Daten zentral bündelt und vernetzt, allen Interessierten endlich zur Verfügung. Die dort vorhandenen Daten sind der Zugang zu einer „neuen“ Art der Stadtplanung und -verwaltung. Dadurch ergeben sich viele spannende Anwendungsmöglichkeiten. Der D:R:F ist seit dem 13.11.2025 auch als OpenSource Projekt auf OpenCode gelistet und kann damit als Produkt von anderen Kommunen weiterverwendet werden.

Schauen Sie rein und klicken Sie sich durch den Datenkatalog, den Mobilitätsmonitor, den Stadtbezirksatlas und entdecken Sie den Datenschatz, den Freiburg birgt.

DATEN:EXZELLENZ in Freiburg

Bereits zu Beginn des Jahres fiel der Startschuss für die Umsetzung der Daten:Exzellenz:Strategie (DX-Strategie) und kurz darauf folgte dann auch der nächste wichtige Meilenstein auf dem Weg zu einer datengestützten Verwaltung: Das Freiburger DX-Office hat seine Türen geöffnet! Es ist innerhalb der städtischen Verwaltung für die kontinuierliche Umsetzung der DX-Strategie zuständig und steht Ihnen als zentrale Anlaufstelle für datenbezogene Anfragen, Probleme und Unterstützungsgesuche zur Seite. Freiburg zählt damit zu den ersten Kommunen in Deutschland, die ein amtsübergreifendes, operativ agierendes DX-Office ins Leben gerufen haben.

Daten:Exzellenz in der Stadtverwaltung bedeutet, dass Daten nicht nur vorhanden, sondern so hochwertig organisiert sind, dass sie als strategischer Erfolgsfaktor genutzt werden können und die tägliche Arbeit in der Stadtverwaltung erleichtern. Dafür müssen die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung befähigt werden, „datenexzellent“ zu handeln. Um das zu erreichen, haben wir ein Angebot geschaffen. Informieren Sie sich im stadtinternen DX-Teamwork-Bereich oder sprechen Sie uns gerne an unter: dx-office@freiburg.de

Lassen Sie uns gemeinsam das Potenzial unserer Daten entfalten!

Zahlreiche Use Cases vorangebracht

Mit der Veröffentlichung unserer urbanen Datenplattform steigt auch die Anzahl unserer Use Cases kontinuierlich an. Ein Use Case beschreibt ein konkretes, wiederkehrendes Problem, das wir mithilfe des D:R:F nachhaltig lösen. 2025 haben wir 11 Use Cases angestoßen, 9 haben wir vorangebracht und 5 Use Cases wurden erfolgreich zum Abschluss gebracht. Diese Entwicklungen zeigen, wie konsequent wir unseren Kurs verfolgen und welchen Mehrwert wir gemeinsam schaffen können. Auch im letzten Projektjahr wollen wir diesen Weg entschlossen weitergehen und unsere Aktivitäten noch stärker fokussieren, um weitere Use Cases wirksam umzusetzen und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

"Interkommunale Zusammenarbeit: Vom DATEN:RAUM:FREIBURG zum DATEN:RAUM:KARLSRUHE"

Die Städte Freiburg im Breisgau und Karlsruhe stehen seit Jahren für Innovationskraft und nachhaltige Stadtentwicklung. Nun wird die Zusammenarbeit der beiden Kommunen weiter intensiviert: Im Fokus steht die Übertragbarkeit der Projektergebnisse aus dem DATEN:RAUM:FREIBURG nach Karlsruhe. Damit soll ein wichtiger erster Schritt zur Schaffung einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur für kommunale Datenräume in Baden-Württemberg eingeleitet werden. Die Übertragbarkeit des D:R:F nach Karlsruhe ist mehr als ein rein technisches Produkt. Sie ist ein Bekenntnis zu interkommunaler Zusammenarbeit und zeigt, dass die digitale Transformation nur durch Partnerschaften nachhaltig gelingen kann. Mit diesem Schritt setzen Freiburg und Karlsruhe ein starkes Signal für die gesamte Region Oberrhein: Kommunale Digitalisierung gelingt am besten gemeinsam.

Wirkungsvolle Kommunikationsaktivitäten machen unsere Projektergebnisse sichtbar

Im vergangenen Jahr haben wir eine Kommunikationsstrategie entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Dadurch konnten wir den Start des D:R:F noch stärker in Szene setzen und seine Besonderheiten klar hervorheben. Gleichzeitig hat der D:R:F innerhalb wie auch außerhalb der Stadtverwaltung spürbar an Aufmerksamkeit gewonnen und ist dadurch deutlich anschlussfähiger geworden. Die gezielte und lebendige Kommunikation via Website, Newsletter, Veranstaltungsformaten und Pressearbeit hat wesentlich dazu beigetragen, unsere Vision greifbar zu machen und den D:R:F erlebbarer denn je zu präsentieren. 

Drei Highlights unseres erfolgreichen Veranstaltungsjahres

Das vergangene Jahr war für unser Projekt ein außergewöhnlich starkes Eventjahr – geprägt von inspirierenden Begegnungen und wertvollen Impulsen. Besonders drei Veranstaltungen bleiben uns in herausragender Erinnerung.

1. Zukunftsdialog

Im Frühjahr durften wir gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Freiburg und dem Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) in Baden-Württemberg unsere Köpfe zusammenstecken und den "Zukunftsdialog: Neue (digitale) Wege für die öffentliche Verwaltung" ausrichten. Gemeinsam mit vielen Vertreter*innen aus der Verwaltung haben wir über die Zukunft der Verwaltung gesprochen. Die Veranstaltung war so erfolgreich, dass wir bereits jetzt mitten in den Planungen für die Folge-Veranstaltung am 15. April stecken – Termin also direkt vormerken!

2. Käpsele

Im Sommer waren wir Teil des Käpsele Innovation Festival in Freiburg – und sind immer noch begeistert von der großartigen Atmosphäre, den vielen Besucher*innen bei unserer Erlebnisstation und dem inspirierenden Input rund um Innovation, Nachhaltigkeit und Unternehmertum in der Region. Unsere eigene Erlebnisstation war eine tolle Gelegenheit, um den DATEN:RAUM:FREIBURG auf eine neue, so noch nie da gewesene Art und Weise zu präsentieren. Das Festival war nicht nur eine tolle Möglichkeit, um unser Netzwerk zu erweitern, sondern auch, um uns und unsere Arbeit bekannt zu machen – und vor allem, um gemeinsam Spaß zu haben!

3. NExT e. V. Herbstkonferenz

Zum Jahresabschluss durften wir in Freiburg als langjähriges institutionelles Mitglied des NExTnetzwerk die jährliche Herbstkonferenz ausrichten – eine große Freude und Ehre! Die durchweg positive Stimmung und das hohe Engagement aller Beteiligten machten die Konferenz zu einem würdigen Highlight des Jahres.

Wir blicken mit Stolz auf diese drei Veranstaltungen zurück – und mit großer Vorfreude auf das, was im kommenden Jahr vor uns liegt.

Teilnahme an diversen Veranstaltungen

Auch wenn Eigenveranstaltungen großen Spaß machen, so ist es auf der anderen Seite doch auch wichtig, an bewährten Formaten teilzunehmen. So waren wir auch 2025 wieder bundesweit auf verschiedenen Veranstaltungen unterwegs um den DATEN:RAUM:FREIBURG und unsere Arbeit bekannt zu machen, aber auch um sie voranzutreiben und unser Netzwerk auszubauen. Nicht nur bei den beiden MPSC Kongressen in München & Kiel, sondern auch bei der diesjährigen Smart Country Convention in Berlin waren wir vor Ort und haben einige Impulse mit zurück nach Freiburg genommen. Was alle diese Reisen miteinander vereint war vor allem die Erkenntnis: Bund, Länder und Kommunen müssen an einem Strang ziehen, um digitale Daseinsvorsorge als Basis-Infrastruktur zu sichern – die Themen Smart City und Verwaltungsdigitalisierung müssen zusammengedacht werden.

Erfolgreiche Kooperation zwischen der Stadt und dem Uniklinikum Freiburg

Aus Sicht des Amt für Digitales und IT (DIGIT) der Stadt Freiburg markiert das jüngste Stadt-Uni-Gespräch einen wichtigen Meilenstein: Auf Basis des DATEN:RAUM:FREIBURG und der angelaufenen strategischen Kooperation mit dem Universitätsklinikum können wir Gesundheits-, Umwelt- und Mobilitätsdaten künftig verlässlich und datenschutzgerecht verknüpfen und für Steuerung, Prävention und Versorgung nutzbar machen. Besonders hervorzuheben ist der gemeinsame Pilot zur datenbasierten Versorgungsplanung, krankheitsbezogene Übersichten und Analysen („Disease Maps“) sowie die Perspektive, ein multimandantenfähiges stadtweites Datenökosystem aufzubauen. Damit setzen wir einen zukunftsorientierten Impuls für eine strategisch breite, kollaborative Zusammenarbeit zwischen Stadt und Uniklinikum (sowie Universität) und stärken Freiburg als Innovationsstandort. Das DIGIT unterstützt die nächsten Schritte ausdrücklich und bringt seine Expertise z. B. in Datenintegration, Datenschutz und Wirkungsrelevanz ein.

Innovation Team (i-Team) von Bloomberg Philanthropies in der Stadtverwaltung Freiburg

Die Stadt Freiburg startet ein von Bloomberg Philanthropies unterstütztes Innovation Team (i-Team) und gehört damit zu 18 neuen europäischen Städten in der internationalen Initiative. Oberbürgermeister Martin Horn sieht darin eine große Chance, komplexe Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung, Wohnraumknappheit und soziale Ungleichheit gemeinsam besser zu bewältigen.

Das Freiburger i-Team besteht aus drei spezialisierten Mitarbeitenden und arbeitet für drei Jahre eng mit Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Es soll datenbasiert und sektorenübergreifend neue Lösungen entwickeln, Ressourcen bündeln und Maßnahmen gestalten, die spürbar das Leben der Bürger*innen verbessern. Unterstützung erhält das Team durch internationale Expert*innen sowie durch den Austausch mit anderen teilnehmenden Städten.

Europaweit konzentrieren sich die neuen i-Teams auf Themen wie Katastrophenschutz, Jugendarmut oder Energiebelastung. Insgesamt erreicht das Programm bereits über 100 Städte in 16 Ländern und gilt als Motor für Verwaltungsinnovation. Bloomberg Philanthropies fördert weltweit Projekte in den Bereichen Kunst, Bildung, Umwelt, Regierungsinnovation und öffentliche Gesundheit.

Teilprojekt Mobilität: Doppelte Forschungskooperation mit dem Fraunhofer IPM in Freiburg

In diesem Jahr konnten wir gleich zwei Forschungskooperationen mit dem Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik angehen. Im Projekt „KI4Straßenbreite“ wurde gemeinsam ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, aus den der Stadt vorliegenden Befahrungsdaten „auf Knopfdruck“ die Fahrbahnbreiten der Freiburger Straßen über einen KI-Ansatz auf den Laserpunktwolken abzuleiten. Das Projekt konnte im November gemeinsam abgeschlossen werden – die Daten liegen nun der Stadt, und in Kürze auch der Öffentlichkeit, vor und gehen in die Verkehrs(wege)planung ein, stehen aber auch anderen potentiellen Anwendungsfällen zur Verfügung, z.B. Schwertransport-Planung, Oberflächenabfluss-Modellierung u.ä. Im zweiten Projekt „Mobile Mapping“ geht es darum, eine mobile Sensorbox in zwei Anwendungsfällen zu erproben: Der Erfassung der Parkplatzauslastung auf städtischen Flächen sowie der Kartierung von Sperrflächen, die ein Halte- bzw. Parkverbot begründen. Das Projekt soll bis zum Sommer 2026 zum Abschluss gebracht werden.

Zusammenarbeit mit dem Urban Digitainability Lab der TU München

Anfang des Jahres duften wir mit Helene v. Schwichow und Andreas Marx vom Urban Digitainability Lab zum Thema „Wirkungsorientierte Evaluationsprozesse“ zusammenarbeiten. Im Rahmen ihres ThinkTanks haben sie ein Wirkungs-Canvas entwickelt, mit dessen Hilfe die Wirkungsmessung von Smart City Maßnahmen unterstützt werden kann. Als Praxisbeispiele wurden zwei unserer Use Cases betrachtet und gemeinsam entlang des IOOI-Modells diskutiert.

Drei Praktikantinnen der Arizona State University zu Besuch in Freiburg

Gemeinsam organisiert durch die Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl und der Arizona State University durften wir im Sommer drei Studentinnen zu ihrem Praktikum in Freiburg willkommen heißen. Die Studentinnen erhielten Einblicke in die Arbeit der Stadt Freiburg, insbesondere im Smart City Projekt DATEN:RAUM:FREIBURG. Vor dem Hintergrund weltweiter Probleme ist der internationale Austausch und das Schaffen eines gegenseitigen Verständnisses ein wichtiger Faktor, um diese Probleme zu lösen. Dieser wunderbare Austausch wurde durch großzügige Stipendien der Baden-Württemberg Stiftung und der Hochschule in Kehl ermöglicht.

KI-Allianz Fortschritt

Bereits im Jahr 2023 erfolgte der Beitritt der Stadt Freiburg zur KI-Allianz. Die Allianz ist ein Förderprojekt des Landes (Startseite - KI Allianz Baden-Württemberg) dem insgesamt 17 Partner*innen angehören. Ziel ist es, regional übergreifende KI-Kompetenzen zu bündeln und zur Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft beizutragen, um so das KI-Ökosystem in Baden-Württemberg zu stärken. Freiburgs Beitrag zur KI-Allianz wurde im Jahr 2025 gefestigt und vorangetrieben.

Antragstellung: TriRegio Data Space

Der TriRegio Data Space ist ein innovatives Projekt zur Schaffung einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur zwischen Basel (CH), Freiburg im Breisgau (D) und Mulhouse (F). Als grenzüberschreitende Initiative ermöglicht er den sicheren Austausch von Daten über nationale Grenzen hinweg und unterstützt damit die Entwicklung zu einer intelligenten, klimaresilienten Zukunftsregion. Um dieses Vorhaben in die Realität umsetzen zu können, wurde ein Antrag bei INTERREG gestellt. Wird dieser genehmigt, so kann zukünftig der Metropolitanraum am südlichen Oberrhein durch gemeinsame Nutzung digitaler Infrastrukturen gestärkt werden.

Neues Projekt: European Data Space for Smart Communities (DECIDE)

In vielen Kommunen liegen Beschlüsse und gesetzliche Regelungen derzeit in unterschiedlichen, teilweise nicht maschinenlesbaren Formaten vor. Diese Heterogenität erschwert die Verarbeitung und Analyse der Daten erheblich. Gleichzeitig führt die mangelnde Transparenz der verfügbaren Informationen dazu, dass datenbasierte Analysen und evidenzgestützte Entscheidungen in der Verwaltung nur eingeschränkt möglich sind. Dadurch entstehen Ineffizienzen in Verwaltungsprozessen, und die Qualität politischer Entscheidungen kann nicht optimal gewährleistet werden. Ziel des DECIDE-Projekts ist der Aufbau eines europäischen Datenraums für kommunale Beschlüsse & Gesetzgebung, um die Qualität politischer Entscheidungen zu erhöhen, Verwaltungsprozesse effizienter zu machen, Transparenz & demokratische Kontrolle zu stärken.

Weiter geht´s im Jahr 2026!

Wir starten also voller Tatendrang in das letzte Jahr des Förderzeitraums. Doch das letzte Projektjahr steht keineswegs unter dem Motto „Abschluss“ – vielmehr markiert es für uns den Start in ein neues Abenteuer. Seien Sie dabei, wenn wir unsere Lösungen verstetigen und so die Innovationslandschaft in Freiburg maßgeblich mitgestalten.

Das Projektteam DATEN:RAUM:FREIBURG wünscht eine schöne Weihnachtszeit und freut sich auf weitere spannende Projektschritte und Kooperationen im Jahr 2026!

Veröffentlicht am 09. Dezember 2025