Anhand von 3D-Punktwolken

Automatisierte Straßenbreitebestimmung über Künstliche Intelligenz

Die Breite von Straßen ist eine entscheidende Infrastrukturgröße in vielen städtischen Anwendungsbereichen. 

Sie wird benötigt für die Planung von Straßensanierungen und -neubauten, die Erstellung digitaler Zwillinge, die Regulierung von Parkplätzen am Straßenrand und die Definition von Parkplatzkatastern. Dabei liegt die genaue Fahrbahnbreite, also die Breite ohne Randbereiche wie Grünflächen und Gehwege, nicht flächendeckend vor. Mitarbeitende müssen diese Breite daher für jeden Anwendungsfall individuell ermitteln, sei es vor Ort, durch die Analyse von Luftbildern oder durch manuelle digitale Messungen in 3D-Befahrungsdaten. Dieser Prozess ist zeitaufwendig und für viele Anwendungen, die auf die Straßenbreite als Eingangsgröße angewiesen sind, nicht praktikabel.

Aus diesem Grund hat die Stadt Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik (IPM) ein Projekt ins Leben gerufen, das darauf abzielt, die Fahrbahnbreite an jeder Stelle im Stadtgebiet automatisiert und möglichst präzise zu ermitteln. Diese Ableitung erfolgt anhand von 3D-Punktwolken aus bereits vorhandenen Befahrungsdaten. Im Rahmen des Projekts wird eine Software entwickelt, die der Stadt ermöglicht, diese Ableitungen regelmäßig zu aktualisieren, beispielsweise nach Baumaßnahmen.

Besondere Herausforderungen bestehen darin, dass die Fahrbahnbegrenzungen nicht einheitlich durch hohe Bordsteine markiert sind, sondern teilweise durch Grünflächen oder abgesenkte Bordsteine, und dass parkende Autos den Fahrbahnrand oft verdecken. Wir erwarten die ersten Projektergebnisse voraussichtlich im Frühsommer 2025.

Veröffentlicht am 17. Februar 2025