Bundesprogramm "Demokratie leben!"
Geförderte Einzel- und Jugendprojekte 2015
- 21 Einzelprojekte
- 4 Jugendprojekte (ausgewählt von Jugendlichen / jungen Erwachsenen)
Geförderte Einzelprojekte 2015
Herbstcamp
Die Stadtpiraten organisieren in den Herbstferien mit weiteren Kooperationspartner*innen ein dreitägiges Kinderferienprogramm für 20 Kinder aus Freiburger Geflüchtetenwohnheimen und weiteren 20 Kindern des Hortes der Freien Christlichen Schule. Das Thema des Ferienprogramms widmet sich "Nachhaltigen Lebensstilen". Die Kinder werden Spielsachen und Musikinstrumente selber bauen und zusammen für die gesamte Gruppe kochen.
Kritische Fragen zum NSU - Welche Frage stellen Sie?
Wie lassen sich die Ungeheuerlichkeiten in Worte fassen, die im Rahmen der NSU Untersuchungsausschüsse aufgedeckt wurden? Das Freie Radio Dreyeckland will mit einer öffentlichen Kunstaktion zum Nachdenken und Nachfragen anregen. Zusammen mit der Konzeptkünstlerin Beate Maria Wörz werden im Rahmen einer Kunstperformance kritische Fragen zum NSU auf Plakaten und mit Lautsprechern in Freiburg sicht- und hörbar gemacht.
Kulturbotschafter des Alltags
Was bedeutet Kultur? Welche Rolle spielt sie in unserem Alltag? Diesen Fragen wird das Cargo-Theater mit einer Gruppe von Jugendlichen, die Erfahrungen mit Flucht machen mussten, nachgehen. Neben Austauschtreffen wird es gemeinsame Kino- und Theaterbesuche geben. Am Ende findet ein intensiver Theaterworkshop mit einer öffentlichen Präsentation statt.
Sicher und Selbstbewusst - Selbstbehauptung für Erwachsene (u.a. mit Behinderung)
Beim Arbeitskreis Behinderte an der Christuskirche, ABC, treffen sich Menschen unterschiedlichen Alters, manche mit einer Behinderung, manche mit einem so genannten Migrationshintergrund. Gemeinsam ist ihnen, dass sie im öffentlichen Raum Diskriminierungen verschiedenster Art ausgesetzt sind. Der ABC organisiert zwei Empowerment Workshops, in denen die Teilnehmer*nnen trainieren können, sich gegen Diskriminierung zur Wehr zu setzen.
Der Bus von Rosa Parks
Im Jahr 1955 weigerte sich Rosa Parks in Montgomery, Alabama ihren Sitzplatz im Bus für eine weißen Mann frei zu machen. Dieses Ereignis markiert den Beginn der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA. Die Schauspielerin Nicole Reitzenstein wird mit Schüler*innen der Karoline Kaspar Schule ein Theaterstück über Rosa Parks einüben, das zur Weihnachtsfeier der Schule aufgeführt werden soll. Im Zentrum steht dabei die Auseinandersetzung mit Diskriminierung und couragiertem Handeln.
Mein Leben in Deutschland
Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund dokumentieren fotografisch ihren Alltag und gewähren Anderen einen Einblick in ihre Lebenswelten. Mit diesem Projekt möchte der Verein Kommunikation und Medien die Jugendlichen unter medienpädagogischer Anleitung ermutigen, sich mit dem Themen Interkultur, Diskriminierung und Rassismus auseinander zu setzen. Am Ende soll eine Foto-Ausstellung entstehen.
Meine Religion - Deine Religion - Unsere Religion
In Workshops für Jugendliche will der Diakonieverein Freiburg-Südwest einen interreligiösen Dialog anzustoßen. Ziel ist, Toleranz für verschiedene Religionsformen und eine plurale Gesellschaft zu fördern. Aus der Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen werden Methoden für den Unterricht entwickelt.
Julia - Ein Dokumentarfilm von J. Jackie Baier
Im Rahmen der Aktionswochen "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" zeigt das Netzwerk für Gleichbehandlung unter Leitung der pro familia Freiburg den Film "Julia" im Kommunalen Kino. Die Hauptfigur des Films ist die transsexuelle Sexarbeiterin Julia K, die ihr Heimatland Litauen verlassen hat, um in Berlin zu arbeiten. Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es Raum für Diskussion und Fragen an die Filmemacherin J. Jackie Baier.
Ausdrücke von Demokratiefeindlichkeit: Antisemitismus, Antiziganismus, Homophobie
Mit einer Spezialaussgabe widmet sich die Redaktion der INZeitung den Diskrimierungsformen Antisemitismus, Antiziganismus und Homophobie. Dabei werden die drei Phänomen auch innerhalb der migrantischen Community Freiburgs untersucht. Ziel ist, eine breite öffentliche Diskussion anzustoßen.
Sprachpaten
Wer sich sprachlich ausdrücken kann, wird auch gehört und findet seinen Platz in der Gesellschaft. In diesem Sinne werden ehrenamtliche Mitarbeiter*innen des Kinderschutzbundes Freiburg Kinder mit einem Migrationshintergrund regelmäßig begleiten. In der gemeinsam verbrachten Zeit wird Sprache spielerisch in Kombination mit Freizeitaktivitäten erlernt.
Hijab - ein Stück Stoff wird entschleiert
Diskriminierung aufgrund des Tragens eines Hijab (Schleier oder Kopftuch) ist für viele muslimische Mädchen und Frauen in Freiburg eine alltägliche Erfahrung. In einem Empowerment Workshop möchte das Anti-Bias Forum muslimische Mädchen und Frauen einladen, sich auszutauschen und unter Einbezug des Anti-Bias Ansatzes gemeinsam Strategien gegen Diskriminierung zu entwickeln.
Wir kommen aus Deutschland
Das Kurdische Zentrum organisiert für Kinder und Jugendliche einen Theaterkurs. In wöchentlichen Treffen lernen die Jugendlichen, ihre Anliegen, Wünsche oder Probleme im Hinblick auf Teilnahme in der Aufnahmegesellschaft in Formen des Theaterspielens auszudrücken. Am Ende wird es eine öffentliche Aufführung geben.
Advent der Migranten V
Das Roma-Büro organisiert mit Jugendlichen eine Performance über Liebe und Verliebtsein, die zum Advent der Migranten im Bürgeramt aufgeführt wird. Die Jugendlichen sind aktive Gestalter*innen der Vorführung und lernen in der Vorbereitung, ihre Wünsche, Ängste und Hoffnungen in kreativer Weise Ausdruck zu verleihen.
Auf kolonialer Spurensuche ... 10 Jahre Freiburg Postkolonial
Die deutsche Kolonialgeschichte ist im öffentlichen Bewusstsein wenig präsent. Umso ungehinderter können rassistische Stereotype der damaligen Zeit bis heute nachwirken. Zum Jubiläum des Forschungsprojektes Freiburg Postkolonial findet eine Veranstaltungsreihe mit vielen Vorträgen, Filmen, Workshops und Stadtführungen über Spuren der Kolonialzeit in Freiburg statt.
Willkommen in Freiburg - Spielaktionen mit geflüchteten Kindern
Spielmobil e.V. organisiert zahlreiche Spielaktionen mit geflüchteten Kindern an verschiedenen Geflüchtetenwohnheimen in Freiburg.
Internationaler Begegnungsabend mit geflüchteten Frauen
Internationaler Begegnungsabend mit geflüchteten Frauen im Theater Freiburg.
Filmdokumentation für Helfergruppen und Ehrenamtliche
Filmaufnahme des Fachvortrags von Herrn Dr. Seukwa zum Thema "Bildung und Teilhabe für geflüchtete Kinder und Jugendliche: Herausforderungen einer kompetenzorientierten Integration unter erschwerter Lebenslage" auf der Veranstaltung Netzwerk Bildung Migration.
Projekttage "Flucht und Asyl" an Schulen
On the run - Interreligiöse Schnitzeljagd
Interreligiöse Schnitzeljagd durch Freiburg. Ziel des Projektes ist es den Jugendlichen einen vorurteilsfreien Zugang zu den Religionen Islam, Christentum und Judentum zu ermöglichen.
Musikalische Spurensuche zwischen Vergangenheit und Zukunft
Willkommenskonzert für Geflüchtete und Geflüchtetenhelfer*innen sowie anschließender gemeinsamer Austausch in der Musikhochschule mit dem französischen Jazz-Akkordeonisten Jena Louis Matinier.
Ruheraum für Frauen
Gestaltung des Ruheraums für geflüchtete Frauen.
Geförderte Jugendprojekte 2015
Integration und Förderung von jungen Geflüchtete in die Freibuger Fanszene
Die Ultragruppe Corillo möchte zwei jugendliche Geflüchtete durch den gemeinsamen Besuch von Auswärtsspielen des SC Freiburg und gemeinsame Aktivitäten rund um die Spiele, wie das Basteln von Choreografien, fördern und integrieren. Die Corillos kennen die beiden Jugendlichen schon seit 2014 und haben bereits beim Finden von Pflegefamilien und der Verbesserung des Aufenthaltsstatus und der Sprachkenntnisse helfen können.
Verkopft – Interkulturelle Kreativwerkstatt
Die Gruppe "Denk mal...", bestehend aus jungen Geflüchteten und schon länger in Deutschland Ansässigen, wird bildhauerisch Gedanken und Gefühle sichtbar machen und Kommunikation ermöglichen, wo die gesprochene Sprache nicht hinreicht. Unterstützt werden sie dabei von der Projektwerkstatt Kubus³ und Künstler*innen, die den Enstehungsprozess mit Workshops begleiten.
Kennenlernen durch Kunst
AIM e.V. möchte mit einer Klasse des Rotteck Gymnasiums Freiburg und Jugendlichen aus Ghana das Interesse an Austausch und dem Entdecken anderer Kulturen wecken. Die von ghanaischen Jugendlichen kreiierten Kunstwerke werden mit den jeweiligen Geschichten zur Entstehung und einem persönlichen Steckbrief nach Freiburg gebracht. Im Kunstunterricht werde diese den Schüler*innen vorgestellt. Danach erschaffen sie ihre eigenen Kunstwerke, die schließlich mit Geschichten und Steckbriefen nach Ghana geschickt werden.
Hate Poetry zum Film Roma Invasion
Im Jahr 2012 entstand während der Reise von 30 Roma-Jugendlichen nach Wangerooge der Film Roma Invasion. Seit seiner Veröffentlichung auf Youtube wurden dort fast 500 Hasskommentare hinterlassen. Der Film soll nun in Freiburg öffentlich gezeigt werden. Anschließend werden die Hasskommentare im Stile von Hate Poetry verlesen und über ihre Ursachen diskutiert.