Bundesprogramm "Demokratie leben!"
Geförderte Einzel- und Jugendprojekte 2024
- 24 Einzelprojekte
- 8 Jugendprojekte (ausgewählt von Jugendlichen / jungen Erwachsenen)
Geförderte Einzelprojekte 2024
Beteiligung auf allen Ebenen
Wer wenig Geld hat, muss sich oft durch einen Dschungel an Anträgen kämpfen. Friga hilft – und geht noch weiter: Mit der Mitmachmappe bündelt der Verein Vergünstigungen für Menschen mit Sozialleistungen – vom kostenlosen Sportangebot bis zum ermäßigten Schwimmbadeintritt. In der Sprechstunde „Antrag all inclusive“ gibt’s Tipps, wie man alles rausholt, was einem zusteht. Im Wahljahr 2024 hat Friga noch eine Schippe draufgelegt: Welche Partei tut eigentlich was gegen Armut? Die Antworten hat das Team recherchiert, als Ausstellung aufbereitet – und mit Ratsuchenden diskutiert. So wird aus Sozialberatung politische Bildung. Und aus Betroffenen Beteiligte.
Kunst ruft Euch – Treff 3000
Ein leerstehender Supermarkt wird zum offenen Atelier: Treff 3000 bringt Kinder aus Flüchtlingsunterkünften und dem Freiburger Osten zusammen. Zwischen Regalen von gestern entstehen Visionen von morgen – mit Farbe, Fantasie und gegenseitigem Respekt. Auf 500 Quadratmetern treffen Kids mit und ohne Fluchterfahrung aufeinander, malen, bauen, erzählen. Kunst wird hier zum Werkzeug für Begegnung, Heilung – und Zukunft.
Partizipation geflüchteter Ehrenamtlicher
Statt über Geflüchtete zu reden, kommen sie selbst zu Wort: Der Verein Zeugen der Flucht macht seit 2016 sichtbar, was Flucht bedeutet – persönlich, differenziert, direkt. Jetzt geht das Projekt einen Schritt weiter: Ehrenamtliche mit Fluchterfahrung sollen nicht nur erzählen, sondern auch mitentscheiden. Wer mitmacht, gestaltet mit – in der Organisation, bei Workshops, in der Vereinsstruktur. Ziel ist echte Teilhabe auf Augenhöhe, nicht nur auf dem Podium, sondern auch im Hintergrund.
Falsche Worte
Das Projekt bringt das Thema des Holocaust an Sinti und Roma in Freiburger Schulen. Grundlage ist ein Film aus Frauenperspektive. Ergänzt wird das Material durch ein Gespräch mit Carmen Spitta, die über die Geschichte ihrer Familie und über heutige Diskurse zu Sinti*zze spricht. Schulklassen bereiten eigene Fragen vor und setzen sich im Dialog mit Erinnerung und Gegenwart auseinander.
Öffentlichkeitskampagne ‚Hier lebe ich – hier wähle ich‘ 2024
Mit der Kampagne „Hier lebe ich – hier wähle ich“ setzt sich der Verein für die Ausweitung des kommunalen Wahlrechts ein. Ziel ist es, allen Menschen, die seit mindestens drei Jahren in Freiburg leben, das Wählen auf kommunaler Ebene zu ermöglichen – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit. Die Kampagne möchte öffentliche Debatten anstoßen und zur politischen Teilhabe ermutigen.
Kein Platz für Rechts
Das Bündnis „Freiburg gegen Rechts“ hat zur Kommunalwahl 2024 eine Kampagne gestartet. Mit dabei sind verschiedene Organisationen, Gewerkschaften, Initiativen, Parteien und Jugendgruppen. Ziel ist es, gemeinsam Position zu beziehen und in der Öffentlichkeit für ein solidarisches Miteinander zu werben.
Prävention an Schulen: feministische Partizipation als demokratische Basis gegen sexualisierte Gewalt
Frauenhorizonte bietet mit der Ausstellung (K)EIN RAUM – Ausstellung gegen sexualisierte Gewalt einen Rahmen für die schulische Auseinandersetzung mit Gleichberechtigung, Demokratie und politischer Beteiligung. Begleitend zur Ausstellung entwickeln Schüler*innen und Lehrkräfte vertiefende Inhalte. Im Vorfeld der Kommunalwahl 2024 wurden an fünf Schulen Fragen an Freiburger Parteien erarbeitet. Die Antworten wurden im Anschluss über eine Instagram-Kampagne veröffentlicht.
Participate! Migrant women´s voices for peace and equality
AMICA e.V. ist eine Frauenrechtsorganisation mit Fokus auf Frauen und Mädchen aus Kriegs- und Krisengebieten. Die Veranstaltungsreihe „Participate!“ rückt migrantische Frauen in den Mittelpunkt. In Formaten wie Lesungen, Vorträgen, Filmvorführungen und Kunstausstellungen berichten sie über ihre Erfahrungen mit Teilhabe, Vielfalt und ihrem Einsatz für Frieden und gesellschaftliche Veränderung.
Gesprächsgruppe für Angehörige radikalisierter Menschen
Das Projekt richtet sich an Angehörige radikalisierter Menschen und bietet eine Gesprächsgruppe in Freiburg. Ziel ist es, durch das Üben von Kommunikations- und Verhaltensstrategien die Beziehung zu den Betroffenen zu verbessern. So soll auch den Effekten von geschlossenen ideologischen Systemen („Filterblasen“) entgegengewirkt werden.
Talk to me: Konzept der Wissensvermittlung
Der Verein CaPoA Freiburg e.V. entstand 2020 aus dem Projekt Building Bridges des Amtes für Migration und Integration Freiburg. Er bietet Betreuung, Beratung und Aufklärung für afrikanische Geflüchtete mit eingeschränktem Aufenthaltsstatus sowie für die lokale Community. Ziel ist es, ein modernes, realistisches Bild von Afrika zu vermitteln – abseits von Klischees über Hunger, Krieg und Armut. Das Projekt „Talk to me“ fokussiert Wissensvermittlung zu Kultur, Geografie, Wirtschaft und sozialen Themen Afrikas. Dazu gehören Workshops an Schulen und eine Stadtquiz-Rallye, die Interesse und Bewusstsein für Afrika in der Kommune stärken sollen.
Demokratie stärken und Wahlbeteiligung erhöhen
Die parteiunabhängige zivilgesellschaftliche Initiative setzt sich für den Erhalt der Demokratie und gegen rechtspopulistische Strömungen ein. Im Wahljahr 2024 organisierte sie in sechs Freiburger Stadtteilen Wahlstände, um über die Europa- und Kommunalwahl zu informieren und zur Teilnahme aufzurufen. Zusätzlich nahm die Initiative an stadtweiten Aktionen teil, darunter Veranstaltungen zum Grundgesetz-Geburtstag sowie Demonstrationen wie „Wir sind die Brandmauer“ und „Fridays for future“.
Check Your Facts!
Das Projekt ist ein transatlantisches Schulprogramm zur Förderung von Medienkompetenz. Speziell geschulte deutsch-amerikanische Teams bieten interaktive Workshops an weiterführenden Schulen in englischer Sprache an. Die Jugendlichen analysieren deutsche und englischsprachige Medieninhalte aus ihrem Alltag, um zu verstehen, wie Fehlinformationen entstehen und bewusst verbreitet werden. In Kleingruppen entwickeln die Schüler*innen eigene Projekte wie Social-Media-Beiträge oder Kurzvideos. Dabei lernen sie, die Glaubwürdigkeit von Informationen zu prüfen und Desinformation aktiv entgegenzuwirken. Parallel verbessern sie ihre Englischkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen.
MIT SPRACHE
Das Cargo-Theater Freiburg ist ein Theaterkollektiv, das seit 1992 im deutsch- und französischsprachigen Raum arbeitet. Im Projekt „MIT SPRACHE“ beschäftigen sich Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren mit Fragen zur Mitbestimmung junger Menschen bei der Gestaltung der Zukunft. Im Fokus stehen Themen wie politische Beteiligung bei Wahlen und die mediale Darstellung gesellschaftlicher Debatten. Das Projekt verbindet Theaterarbeit mit interkultureller Bildung und thematisiert gesellschaftliche Veränderungen aus der Perspektive Jugendlicher.
Freiburg engagiert sich!
Der Stadtjugendring Freiburg ist der Dachverband von aktuell 30 Jugendvereinen und -verbänden in Freiburg. Er unterstützt seine Mitgliedsorganisationen bei der Beantragung von Zuschüssen, bietet Schulungen an und steht bei Fragen zur Verfügung. Der Verband vernetzt die Mitgliedsorganisationen untereinander und vertritt Jugendinteressen in der Stadt. Im Projekt „Freiburg engagiert sich!“ soll eine Plattform entwickelt werden, die Freiburger*innen die Suche nach Ehrenämtern und Angeboten für Kinder und Jugendliche erleichtert.
Manifest 2024
Die Migrachiv-Gruppe der Feministischen Geschichtswerkstatt Freiburg arbeitet mit weiteren migrantischen Gruppen und Akteur*innen zusammen, um das „Manifest internationaler Frauen“ aufzunehmen und weiterzuentwickeln. Das Manifest soll in Freiburg verbreitet und eine breite Gruppe von Unterzeichner*innen gewonnen werden. Ziel ist, Migrantinnen, Politik und Zivilgesellschaft aktiv einzubeziehen, um demokratische Beteiligung zu fördern.
NoA in Awarenesskonzepte
NoA e.V., gegründet 2022, setzt sich mit Aufklärung zu übergriffigem Verhalten auseinander. Mit der „Nummer ohne Anruf“ bietet der Verein eine Möglichkeit, sich in unangenehmen Situationen zu schützen: Personen, die ihren Namen oder ihre Telefonnummer nicht nennen wollen, können stattdessen „Noa“ als Namen angeben oder die spezielle Nummer 015753024990 nennen. Wer diese Nummer anruft oder anschreibt, bekommt automatisch eine Nachricht, dass das Gegenüber sich unwohl gefühlt hat. Das Projekt will das Bewusstsein für grenzüberschreitendes Verhalten besonders in der Clubszene und bei Veranstaltungen schärfen und plant dazu eine Plakataktion.
Segum – Doku Projekt
beneFit e.V. ermöglicht barrierearmen Zugang zu Sport für Menschen in prekären Lebenslagen, darunter Personen mit niedrigem Einkommen, Wohnungslosigkeit, Suchterfahrungen, psychischen Belastungen, körperlichen Einschränkungen und Fluchtbiografien. Die Dokumentation „Segum“ erzählt die Geschichte von Filmon Teklebrhan aus Eritrea, der durch Laufsport in Deutschland Sprache, Freundschaften und einen Ausbildungsplatz fand. Filmon läuft heute für die deutsche Nationalmannschaft im Halbmarathon und auf Kurzstrecken. Der Film wird öffentlich gezeigt und ist Teil einer Veranstaltungsreihe in Freiburger Flüchtlingsunterkünften.
Aller Sinn des Lebens ist Begegnung
Der Förderverein Freunde der Lessing-Realschule e. V. engagiert sich für verschiedene Anliegen der Schule und ihrer Schüler*innen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erinnerungsarbeit zur jüdischen Schule, die in Vergessenheit geraten ist. Deshalb unterstützt der Verein die Projekte der Geschichtswerkstatt „Zwangsschule für jüdische Kinder in Freiburg, 1936–1940“. Aktuell stehen Zeugenaussagen von Geflüchteten im Mittelpunkt. Ziel ist es, Begegnungen zwischen jüdischen, palästinensischen/muslimischen und christlichen Jugendlichen vor Schulklassen zu ermöglichen. Diese finden sowohl in der Schule als auch auf Exkursionen statt. Dabei soll das Interesse der Jugendlichen an ihrer eigenen Familiengeschichte geweckt und ein gegenseitiger Austausch angeregt werden.
Sommerakademie für transformative Projekte & Vielfalts-, Demokratie- und Zukunftsfest
Die Zukunftsakademie Freiburg organisiert eine Sommerakademie, die transformative Projekte fördert und Menschen zum Handeln befähigt. Ziel ist es, Selbstwirksamkeit zu stärken und Projekte gegen autoritäre und regressive Entwicklungen zu entwickeln – mit dem Fokus auf ein gutes Leben für alle und nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweisen. Die dritte Sommerakademie fand vom 28. Juli bis 6. August 2024 statt. Das Programm umfasste 20 eintägige Workshops, fünf öffentliche Themenabende, eine Phase zur Projektarbeit, eine Abschlusspräsentation sowie ein Vielfalts-, Demokratie- und Zukunftsfest. Zudem gab es Debatten und Exkursionen. Themenschwerpunkte waren Demokratie, Flucht, Migration, Integration, Armut, Reichtum sowie (Anti-)Diskriminierung. Erstmals wurde ein experimentelles Vielfalts-, Demokratie- und Zukunftsfest veranstaltet. Diese niedrigschwellige Veranstaltung verband Musik, internationales Essen und verschiedene Mitmach-, Diskussions- und Beteiligungsangebote. Ziel war es, Menschen zu erreichen, die sonst nicht an Workshops oder Vorträgen teilnehmen würden. Angeboten wurden unter anderem interkulturelle Vorlese- und Spielaktionen, ein BarCamp (Zukunftswerkstatt) sowie eine interaktive Podiumsdiskussion. Vielfalt wurde erlebbar gemacht, unterschiedliche Standpunkte sichtbar und verstehbar. So sollten Verständnis und Sprechfähigkeit gefördert werden, um gesellschaftlichen Spannungen demokratische Erfahrungen entgegenzusetzen.
Aufgeklärt?! gegen Misogynie: Sensibilisierung, Prävention, Empowerment
Die Initiative „Aufgeklärt?!“ bietet Veranstaltungen zur sexuellen Bildung mit queer-feministischem und sexpositivem Fokus. Im aktuellen Jahr stehen verschiedene Formate rund um das Thema Misogynie im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden können sich in Ausstellungen und Workshops mit unterschiedlichen Perspektiven auf Misogynie auseinandersetzen. Inhalte sind Sensibilisierung, präventive Ansätze und Empowerment für Betroffene von Misogynie.
Talking about the unspeakable – Antisemitism and Anti-arab racism in the German discourse
Decentrale e.V. schafft Lernräume, in denen gesellschaftliche Strukturen reflektiert und hinterfragt werden. In Zusammenarbeit mit der Freiburg Initiative for Decoloniality (FRID) wird ein Workshop für Multiplikator*innen aus pro-demokratischen und gesellschaftskritischen Gruppen entwickelt. Thema ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Sozialisation im Kontext von anti-arabischem Rassismus und Antisemitismus in der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Der Workshop will kritische Perspektiven vermitteln, um problematische Dynamiken zu erkennen und ein komplexeres Verständnis zu fördern, ohne dabei die Handlungsfähigkeit einzuschränken.
Antifeminismus entgegen treten
Die AG Mädchen setzt sich für geschlechterreflektierte Arbeit mit Mädchen, trans, inter- und nicht-binären Kindern und Jugendlichen in der Freiburger Jugendhilfe ein. Im Projekt „Antifeminismus entgegen treten“ steht die Verbindung von Antifeminismus und Rassismus im Fokus, speziell im Kontext Sozialer Arbeit. Angeboten werden ein Vortrag und ein Workshop für pädagogische Fachkräfte und Interessierte, die darin gestärkt werden, demokratisch und geschlechtergerecht zu handeln.
Aktion Brückenschlag
Das Projekt lädt dazu ein, eine konstruktivere Kommunikation zu erleben und Konflikte in Familie, Freundschaften oder am Arbeitsplatz anzugehen. Ziel ist es, Versöhnung zu fördern und eine konstruktive Dialogkultur in der Gesellschaft zu stärken.
Provisorischer Internetauftritt: aktion-brueckenschlag
Safe(r) space für geflüchtete FLINTA Personen
Seit April 2024 bietet ROSA e.V. einen geschützten Raum für geflüchtete FLINTA Personen an. Der Space orientiert sich an den Bedürfnissen der Teilnehmenden und umfasst Angebote wie gemeinsamen Austausch, Kochen, Tanzen sowie Kinderbetreuung. Ziel ist es, patriarchale Strukturen zu adressieren und Unterstützung im Ankommen zu ermöglichen.
Geförderte Jugendprojekte 2024
Kicken gegen Rechts
Das geplante Fußballturnier richtet sich an fußballbegeisterte Hobbysportler*innen, die gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen möchten. Ergänzend zum sportlichen Wettbewerb wird – wie in den Vorjahren – ein vielfältiges Rahmenprogramm organisiert: günstige Verpflegung, Infostände verschiedener Organisationen, ein Kinderprogramm, Spiele, Redebeiträge, Musik sowie ein Mitmach-Kunstprogramm sind vorgesehen. Zusätzlich ist ein gemeinsames Konzert am Abend geplant, um den Aktionstag gemeinschaftlich ausklingen zu lassen.
Dialog durch Kunst: Malen im Freien
Ein künstlerisches Projekt, initiiert von einer Gruppe ukrainischer Teenager-Mädchen, widmet sich dem Austausch über kulturelle Vielfalt durch gemeinsames Malen. Ziel ist es, den Schwarzwald aus der Sicht junger Menschen unterschiedlicher Herkunft künstlerisch darzustellen und dabei interkulturelles Verständnis sowie demokratische Konfliktkompetenzen zu fördern. Zwischen März und Juli 2024 werden fünf Malsitzungen unter Anleitung eines Kunstmentors durchgeführt. Die Teilnehmer*innen setzen sich aus ukrainischen, deutschen, russischen und weiteren Jugendlichen zusammen. Den Abschluss bildet eine Ausstellung der entstandenen Werke in der St. Michael Kirche in Freiburg-Haslach.
Sexualpädagogisches Angebot für junge Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe
In Wohngruppen, Jugendzentren und ähnlichen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe wird ein sexualpädagogisches Gruppenangebot für FLINTA*-Personen im Alter von 13 bis 18 Jahren durchgeführt. Mit vier bis acht Teilnehmenden pro Einheit werden individuelle Themen wie Verhütung, Zyklus, sexuelle und reproduktive Rechte, Mediennutzung oder Diversität behandelt. Der Fokus liegt auf der Förderung von Wissen, dem offenen Austausch sowie der Stärkung selbstbestimmten Handelns. Ziel ist ein niedrigschwelliges und bedürfnisorientiertes Angebot mit präventivem Charakter.
FLINTA-Thaiboxing*
Ein inklusives Kampfsportangebot schafft einen geschützten Raum für FLINTA*-Personen, insbesondere trans*, inter*, nicht-binäre und cis Frauen. Ziel ist es, Thaiboxen in einem diskriminierungssensiblen Rahmen zugänglich zu machen. Neben dem sportlichen Training stehen Empowerment, Selbstbewusstsein und Vernetzung im Vordergrund. Geplant sind ein bis zwei wöchentliche Einheiten, angeleitet von einer qualifizierten, erfahrenen Trainerin. Das Angebot richtet sich an Menschen, die Kampfsport neu kennenlernen oder bereits vorhandene Techniken ausbauen möchten.
The ROAST of – Kandidat*innengrillen zur Kommunalwahl
Zur Kommunalwahl 2024 in Freiburg (und ggf. zur Europawahl) findet die Veranstaltungsreihe „The ROAST of – Das Kandidatinnengrillen“ statt. Im Zentrum steht der direkte Austausch zwischen jungen Menschen und politischen Kandidat*innen. Anders als klassische Podiumsdiskussionen setzt das Format auf Infotainment und freche, jugendrelevante Fragen. Diese werden vorab im Rahmen eines partizipativen Prozesses durch "We Talk Freiburg" mit Jugendlichen erarbeitet. Die Veranstaltung ist hybrid geplant, um möglichst vielen Freiburger*innen die Teilnahme zu ermöglichen.
Artivismo – Die Welt, von der du träumst
Das migrantische Kollektiv LaOlla initiiert ein künstlerisches Dialogprojekt zu Themen wie Migration, Vorurteile, Vielfalt und gesellschaftlicher Teilhabe. Ziel ist es, kolumbianische Perspektiven und Erfahrungen sichtbar zu machen und junge Menschen zu ermutigen, sich mit Vorurteilen auseinanderzusetzen sowie eigenes künstlerisches und gesellschaftliches Potenzial zu entfalten. In Workshops werden Jugendliche zum Austausch eingeladen, wobei Reflexion und kreative Gestaltung kombiniert werden. Abschließend soll ein gemeinsames Graffiti im öffentlichen Raum entstehen – als Ausdruck kollektiver Visionen und Träume.
Kritische Einführungstage (KrEta)
Die Kritischen Einführungstage finden seit 2018 jährlich in Freiburg statt und bieten ein ein- bis zweiwöchiges Bildungsprogramm zu politischen Themen wie Queerness, Feminismus, Antifaschismus, Klimagerechtigkeit, Antirassismus und Kapitalismuskritik. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und bemühen sich um größtmögliche Barrierefreiheit. In diesem Jahr liegt ein besonderer Fokus darauf, auch Schüler*innen sowie junge Menschen in Ausbildung oder Beruf verstärkt anzusprechen und für politische Bildung zu begeistern.
Workshop: Weißsein und rassismuskritische Beziehungsarbeit
Ein Workshopwochenende richtet sich an Menschen, die sich als weiß identifizieren und sich mit den emotionalen, körperlichen und sozialen Dimensionen ihrer eigenen Weißseinsposition kritisch auseinandersetzen möchten. Ziel ist es, die eigenen Muster von Schuld, Scham und Verleugnung besser zu erkennen, um Verantwortung bewusster zu übernehmen – insbesondere im Kontext von Beziehungen zu BIPoC sowie zu anderen weißen Personen. Im Fokus stehen Praxen der Fürsorge (care) und der beziehungsorientierten Verantwortung (accountability).